Der Kampf um die Fankurve

kopiert aus dem Weser Kurier

Stefan (Name geändert) ist Mitte 30 und langjähriger Werder-Fan. Seit mehr als 15 Jahren ist er nach eigenem Bekunden bereits in der Ultra-Szene organisiert. Die Fanstrukturen in Bremen hätten sich seitdem stark verändert, erzählt er. Werder sei nicht immer der engagierte, weltoffene Verein gewesen mit einer Anhängerschaft, die im Stadion klar Stellung bezieht gegen Rassismus, Sexismus und Homophobie. Als Stefan in den harten Kern der Fanszene eintauchte, hätten rechte Hooligans den Ton in der Kurve angegeben.
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AfD Bremen mit neuem Vorstand

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Neuer Bremer AfD-Chef Beck attackiert seinen Vorgänger Magnitz

Peter Beck ist neuer Landeschef der Bremer AfD. Er forderte seinen Vorgänger Frank Magnitz auf, sein Bürgerschaftsmandat niederzulegen. Das lehnt Magnitz ab.

Die Bremer AfD hat einen neuen Vorsitzenden. Die Mitglieder haben am Sonntag auf dem Landesparteitag Peter Beck zum Nachfolger des zurückgetretenen Frank Magnitz bestimmt. Für den 52-jährigen votierten 37 Mitglieder, zehn gegen ihn und zwei enthielten sich der Stimme. Der Bundespolizist im Ruhestand ist Mitglied der Bürgerschaft und gilt als Magnitz-Gegner. Neuer stellvertretender Landeschef ist der 32 Jahre alte Wirtschaftsingenieur Sergej Minich. Continue reading

Spendenaktion: Gegen Nazis und Repression!

Solidarität mit den Verdener Sechs!

Vielleicht erinnert ihr euch: Vor gut vier Jahren kam es in der Verdener Straße am Rande des Nordderbys gegen den HSV zu einer heftigen Auseinandersetzung zwischen Bremer Ultras und Nazihooligans. Für einen der Ultras, der mehrere Monate in Untersuchungshaft saß, gab es in der Folge unter dem Motto „Free Valentin“ eine riesige internationale Solidaritätswelle. Mittlerweile sind die Strafverfahren gegen sechs weitere Beschuldigte aus der Bremer Ultraszene zu Ende gegangen – mit Strafgeldern sowie Anwalts- und Gerichtskosten in beträchtlicher Höhe. Nach einigen Soli-Partys und einer T-Shirt-Aktion ist aktuell noch ein Betrag von rund 17.500 Euro offen.

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What the Fuck – Tausend Kreuze in Bremen

Die Bremer Martinikirche organisiert am 21. September einen Bus zum Marsch für Frauenunterdrückung und Rechtswende in Berlin

Abfahrt der evangelisch christlichen, dem mittelalterlichen Frauenbild nachtrauernden Demonstranten aus Bremen, ist am 21. September um 6 Uhr morgens, vermutlich vor der Martinikirche.

Sie ziehen wieder durch Berlin, erzkonservative katholische Bischöfe, evangelikale Bibeltreue und rechte Verfechter der deutschen Familie und fordern die Kriminalisierung von Abtreibung. Mit den „Marsch für das Leben“ treffen sich von Storch (AFD) mit den bundesweiten Aktivisten der „evangelischen Allianz“, dem Sammelbecken der Evangelikalen innerhalb und außerhalb der evangelischen Kirche am 21. September wieder in Berlin. Mit dabei sind etliche katholische Bischöfe, ja selbst ein Grußwort des Papstes soll verlesen werden. Im Jahre 2018 marschierten vier Bundestagsabgeordnete der AfD in trauter Eintracht mit evangelischen und katholischen Bischöfen.

Ein Bus fährt aus Bremen, organisiert von der Martini Gemeinde in der Innenstadt. Die Martini Gemeinde, mit Pastor Olaf Latzel, gehört sowohl der Bremischen Evangelischen Kirche (BEK) als auch der evangelischen Allianz, dem Netzwerk der Evangelikalen an. Die Martinigemeinde wird aus Kirchensteuermitteln finanziert. Darüber hinaus genießt die Martinigemeinde die zahlreichen steuerlichen Vorteile einer Körperschaft des Öffentlichen Rechts und profitiert von den staatlichen Vergünstigungen für anerkannte Religionsgemeinschaften. Aus dem gesamten Spektrum der bibeltreuen Freikirchen, der Baptisten und Pfingstler wird mobilisiert.
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Terror ohne Terror

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Schüsse, Explosionen, Schreie: Von Donnerstagabend bis weit in den Freitagmorgen hinein trainierten Landes- und Bundespolizei im Bremer Hauptbahnhof die Abwehr eines terroristischen Angriffs. Die Übungen sollten äußerst realistisch wirken.

Mit Knallkörpern, Platzpatronen und viel Theaterschminke wurden dabei unterschiedliche fiktive Terror- und Anschlags­szenarien durchgespielt. 1200 Einsatzkräfte, die um 21 Uhr in Empfang genommen wurden, übten sowohl das Vorgehen gegen terroristische Täter als auch das Zusammenspiel zahlreicher Akteure bei Rettung und Versorgung von Verletzten in lebensbedrohlichen Einsatzlagen. „Die Übung wird uns in Grenzbereiche führen“, sagte Martin Kuhlmann, Präsident der Bundespolizeidirektion Hannover, am Donnerstagabend. Viele der Teilnehmer seien noch in der Ausbildung.
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Aufruf: Antikapitalist_innen for Future

Streikwoche: 20. – 27. September 2019
Demo: Freitag, 20. September 2019 | 10 Uhr | Hauptbahnhof

Seit fast einem Jahr gehen jeden Freitag weltweit hunderttausende Schüler*innen auf die Straße, um für den Erhalt unseres Planeten zu streiken. Dank der stabilen Arbeit einiger Strukturen innerhalb von Fridays for Future wie der antikapitalistischen Plattform nehmen die Proteste immer kämpferischere Züge an. Viele Schüler*innen sehen keinen Sinn mehr darin, Reformen von der Politik zu fordern, sie drängen hin zu radikaleren Maßnahmen, sie stellen die Systemfrage. Jetzt rufen Fridays for Future und andere Akteur*innen der Klimabewegung am 20. September zum Generalstreik mit anschließender Aktionswoche auf.

Als Linksradikale sind wir zurzeit kein wirklich wahrnehmbarer Teil von diesem Prozess. Vielerorts scheint es oft, als betrachten wir FFF entweder als Masse anpolitisierter junger Menschen, an die wir unsere Propaganda verteilen, um sie dann in unsere Strukturen einzubinden. Oder wir tun die Bewegung als reformistisch ab, sehen deren baldiges Ende voraus und sagen uns „wir hätten das ja besser gemacht“. Keiner der beiden Ansätze hat den Anspruch, mit den Schüler*innen auf Augenhöhe gemeinsam zu kämpfen.

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Knastkundgebung in Hamburg

Liberté pour Loïc! Freiheit für die drei von der Parkbank! Freiheit für Musa Aşoğlu und Erdal Gökuğlu!


Samstag, 21. September 2019 | 15 bis 18 Uhr | Hamburg (hinterm Knast am Holstenglacis auf der Jungiusbrücke)

Freiheit für Loïc!
Unser Freund und Genosse Loïc aus Frankreich ist nun schon über einem Jahr im Knast. Er ist neben 4 Genossen aus Frankfurt Angeklagter im Elbchaussee-Prozess, der noch bis zum Jahresende und weiterhin unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden soll. Am 26.6. hat das Gericht entschieden, dass Loic weiter in Haft bleiben muss. Er habe mit einer mehrjährigen Haftstrafe zu rechnen und es bestehe Fluchtgefahr. Er habe keine Einlassung gemacht, die sich strafmildernd auswirken könnte. Trotz WG-Zimmer in Hamburg, Angebot einer Kautionszahlung und Meldeauflagen bestehe ein starker Fluchtanreiz, da er Teil einer internationalen Vernetzung der radikalen Linken sei. Das ist nichts anderes als Klassenjustiz und Feindstrafrecht. An einem ausländischen Genossen soll nun ein Exempel statuiert werden. Loïc ist stellvertretend für uns alle weiterhin im Knast. Loïc muss raus!

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