„Wie die Revolution sich selbst fraß“

kopiert aus der taz

100 Jahre Neubeginn in Bremen

Nicht ganz drei Monate lang herrschte in Bremen der Arbeiter- und Soldatenrat. Das Experiment scheiterte am Realitätsverlust der radikalen Köpfe.


Forderte Geiselerschießungen von SPD-Politikern: der Revolutionär Karl Plättner

Schon bevor der Arbeiter- und Soldatenrat im November 1918 in Bremen die Macht übernimmt, hat sich die Stadt zu einer linksradikalen Hochburg gemausert, die sich am Bolschewismus orientiert. Das hat mit der SPD zu tun, die in Bremen seit jeher als besonders links gilt, vor allem aber mit Johann Knief – und der Geschichte um den russischen Emigranten Radek.

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„JOURNALISTEN WIE SIE ABKNALLEN“

kopiert von afdwatchbremen.com:

Das AfD Mitglied aus Bremen, Marcus Brünjes, twittert während der Ausstrahlung des ARD Presseclubs, das er es schade findet, dass die neonazistische Terror-Organisation “Revolution Chemnitz” aufflog, bevor sie JournalistInnen ermorden konnten

Wer in die völkisch-nationalistischen Abgründe der AfD blickt und verstehen will wie sie im Inneren tickt, wie sie ihre Mitglieder radikalisiert und Teile der Bevölkerung zu Gewalt anstachelt, braucht dieser Tage nur einmal Marcus (Marc) Brünjes jüngste Internet-Aktivitäten verfolgen.

Marc Brünjes (urspr. CDU Wähler) kommentiert, repostet und liked das gesamte völkische Online-Angebot rund um Höcke und Konsorten. Und besonders das der Bremer AfD. Neben der Galionsfigur Höcke, findet Brünjes Gefallen an der NPD und Udo Pastörs (NPD). Auch eine FB Hommage an Julius Streicher (NSDAP – Herausgeber “Der Stürmer”) wird unterstützt. Ganz offen richtet Brünjes zwischen seinen Hass-Postings immer neue Accounts ein, die reine Propaganda-Kanäle für die “Identitäre Bewegung” (IB) sind und betont, dass das im Sinne der AfD sei. Vor wenigen Wochen schreibt Brünjes “Es gab eine Zeit, da waren Journalisten die Wächter der Demokratie. Heute sind sie nur noch Agitatoren ihrer eigenen Agenda oder der jeweiligen Staatsmacht. Verkommenes Pack!”. Continue reading →

„Bremerhaven: Mehr als 1000 Menschen demonstrieren gegen Rechts“

kopiert von weser-kurier.de:

Am Samstag haben mehr als 1000 Menschen in Bremerhaven friedlich für Demokratie und gegen Rechts demonstriert. Laut Angaben der Veranstalter waren es rund 1700 Teilnehmer.


Mehr als 1000 Menschen haben in Bremerhaven demonstriert. (Symbolbild)

Laut Veranstalter haben am Samstag mehr als 1700 Teilnehmer unter dem Motto „Bremerhaven bleibt bunt“ gegen rechts und für mehr Demokratie und Solidarität demonstriert. Die Polizei schätzt die Anzahl der Teilnehmer auf deutlich mehr als 1000. Continue reading

Nazi-Neuauflage in Bremerhaven

kopiert von antifa-bremen.org

Am 4. August 2018 gründeten Nazis in Bremerhaven den Landesverband Bremen der Partei „Die Rechte“. Kurzer Rückblick: Bereits um 2013 fand sich in Bremen-Stadt eine „Die Rechte“-Ortsgruppe zusammen, in ihr waren u.a. bekannte Nazis wie Markus Privenau, Michael Kurzeja, Yvonne Maroon und Björn Rusche organisiert. Dieser Kreis blieb jedoch immer auf diese kleine Kerngruppe beschränkt und konnte nie eine größere politische Außenwirkung entfalten, zuletzt war er quasi nicht mehr existent.

Kurzeja fungiert mittlerweile als stellvertretender „Die Rechte“ Landesvorsitzender in Niedersachsen, Björn Rusche ist nach wie vor an etlichen Aktivitäten der lokalen Naziszene beteiligt.

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„Neue Regeln nach AfD-Podium“

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Bremer Bürgerschaft ändert Praxis

Nach einer umstrittenen AfD-Diskussion dürfen nur noch Bürgerschaftsfraktionen und der Präsident im Bremer Parlament Veranstaltungen durchführen.


Beim AfD-Podium der Bundestagsfraktion in der Bremern Bürgerschaft protestierte die Grüne Abgeordnete Kai Wargalla gegen den rechten Benedikt Kaiser und musste den Saal verlassen.

Bundestagsfraktionen sollen nur noch in Ausnahmefällen Veranstaltungen in der Bürgerschaft durchführen dürfen. Die Kanzlei des Bremer Parlamentes zieht damit Konsequenzen aus einem viel kritisierten AfD-Podium vom vergangenen Donnerstag. Es handelte sich um eine Veranstaltung der AfD-Bundestagsfraktion und des Bremer AfD-Bundestagsabgeordneten Frank Magnitz. Continue reading

„AfD-Podium in der Bremer Bürgerschaft“

kopiert aus der taz

Rechte Türpolitik

Träume vom Nationalsozialismus: Eine Veranstaltung der AfD in der Bürgerschaft Bremen zeigt, was passiert, wenn man Rechte gewähren lässt.


Durfte Türsteher am Besuchereingang der Bürgerschaft spielen: Robert Teske von der Jungen Alternative

Am Donnerstagabend konnte man erleben, was passiert, wenn man der AfD die Bürgerschaft überlässt. Bei der Podiumsdiskussion des Bremer Bundestagsabgeordneten Frank Magnitz (AfD) durfte Robert Teske, Vorsitzender der vom Verfassungsschutz beobachteten Jungen Alternative Bremen, am Besucher­eingang Türsteher spielen. Continue reading

„Keine Gebühr für Reichsbürger“

kopiert aus der taz

Sollen Reichsbürger, die ihren Ausweis abgeben, für die Aufbewahrung bei der Behörde zahlen? Bremen wird sich wohl dagegen entscheiden.


So einen Pass würden Reichsbürger ja noch behalten. Aber einen „Personal“ausweis?! Nein.

Die Idee klang gut, wird nun wohl aber doch nicht umgesetzt: Der Bremer Grünen-Landesverband hatte vorgeschlagen, eine Gebühr für die Aufbewahrung von Personalausweisen einzuführen. Wofür das gut sein sollte? Für den Fall, dass Reichsbürger*innen ihren Personalausweis den Behörden zurückgeben. Da sie die Existenz der Bundesrepublik für illegal halten, wollen Reichsbürger*innen in der Regel auch keinen Personalausweis besitzen, der sie, ihrer Logik zufolge, als Personal ausweise – sonst müsse es ja Personenausweis heißen. Continue reading

„Tausende in Oldenburg gegen die AfD“

kopiert aus der Oldenburger Rundschau

Der Beginn des Lan­des­par­tei­ta­ges der nie­der­säch­si­schen AfD am 27.10.18 wur­de von gro­ßen Pro­tes­ten beglei­tet. Bereits um 7:30 Uhr fan­den an fünf ver­schie­de­nen Orten in Nähe zu den Weser-Ems-Hal­len Kund­ge­bun­gen statt. Die Poli­zei war von Beginn an auf den Stra­ßen prä­sent. Bereits vor 8 Uhr kam es zu ers­ten Poli­zei­kon­trol­len. Die Frühaufsteher*innen unter den AfDler*innen konn­ten noch unge­stört in die Weser-Ems-Hal­len zum Tagungs­ort gelan­gen. Im Lau­fe des Vor­mit­tags bil­de­ten sich vor den ver­schie­de­nen Zuwe­gen Blo­cka­den. Meh­re­re AfDler*innen wähl­ten dar­auf­hin einen Umweg über das Gebüsch oder stie­gen in Poli­zei­be­glei­tung über die Absper­run­gen, um zu den Hal­len zu gelan­gen.

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„Real und digital“

kopiert aus der taz

Mahnmal für Opfer rechter Gewalt

Ein neues Mahnmal in Bremen verbindet auf bislang einzigartige Weise Kunst im öffentlichen Raum mit der virtuellen Realität.

Virtual Reality inklusive: das Mahnmal am Bremer Marwa-El-Sherbini-Platz

Wo soll man das Maßband anlegen, um die Größe eines Mahnmals herauszufinden? Ob etwa das Reiterstandbild eines einzelnen Kaisers wirklich größer ist als ein Stolperstein, der auf Millionen weiterer Ermordeter verweist, ist schwer zu sagen. Bei Bremens jüngstem Mahnmal ist die Sache noch komplizierter: An den Wänden eines Trafohäuschen sind die gesprühten Porträts von zwölf Menschen zu sehen, die seit der Wiedervereinigung von Neonazis ermordet wurden. Ein paar stilisierte Gesichter in grellen Farben, die aber auf bislang einzigartige Weise verknüpft sind mit der virtuellen Realität.

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„Bremer Innenbehörde verhängt Bußgeld gegen die AfD“

kopiert aus dem Weser Kurier

Die Bremer Innenbehörde verhängt ein Bußgeld gegen die AfD. Grund: Die Partei hat auf dem Marktplatz für eine Veranstaltung geworben, ohne dafür eine Genehmigung beantragt zu haben.


Die AfD hatte mit Plakaten auf dem Bremer Marktplatz geworben.

Die Veranstaltung hat noch gar nicht stattgefunden, da gibt es bereits Ärger um die Podiumsdiskussion, zu der die AfD-Bundestagsfraktion für diesen Donnerstag in die Räume der Bürgerschaft einlädt. Wie berichtet, soll dort eine Bilanz des ersten Jahres der AfD-Parlamentsarbeit in Berlin gezogen werden. Die AfD hatte im Bereich des Marktplatzes Plakate aufgehängt, auf denen für den Termin geworben wird – dabei allerdings wohl nicht beachtet, dass dafür eine Genehmigung einzuholen gewesen wäre. Nun kommt auf die Alternative für Deutschland eine finanzielle Sanktion zu. Das Ordnungsamt hat einen Bußgeldbescheid in Höhe von rund 100 Euro erlassen. Mitarbeiter der Behörde entfernten das Werbematerial. Dieser Einsatz soll der AfD allerdings nicht in Rechnung gestellt werden, wie eine Sprecherin der Innenbehörde dem WESER-KURIER sagte. Continue reading