Senat: „Inge Katz muss sterben, damit wir umbenennen können“

Shoah überlebende Inge Katz und ihre Cousine Ruthie vor einem der Bremer Judenhäuser

kopiert aus dem Weser Kurier

Das Schulzentrum Neustadt plant eine multimediale Installation für Inge Katz, die das KZ Theresienstadt überlebte. Eine Umbenennung des Schulkomplexes ist vorerst nicht möglich.

Das Schulzentrum Nord möchte mit einer Installation im Schulgebäude C an die Bremer Holocaustüberlebende Inge Katz erinnern. Die Jüdin war zurzeit der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten selbst Schülerin der Schule. Eigentlich würde sich die Schule gerne nach ihr benennen, das darf sie bisher aber nicht.
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Lesson To Learn From

Vertreter des Arbeiter- und Soldatenrats auf dem Balkon des Rathauses, 15. November 1918


Vor heute genau 101 Jahr übernahm der Bremer Arbeiter und Soldatenrat die Macht in Bremen. Durch die Entscheidung die bisherigen Verwaltungsstrukturen beizubehalten, verfügte das Bürgertum weiterhin über großen Einfluss, welchen es in den Monaten bis zur Niederschlagung des Aufstands gegen die Revolutionär_innen zu nutzen wusste.

Wikipedia:

Am Morgen des 6. November 1918 traf eine Abordnung der Kieler Matrosen auf der AG Weser ein und forderte von den dortigen Arbeitern Unterstützung für den Arbeiter- und Soldatenrat in Kiel und Unterstützung bei der Befreiung von zweihundertdreißig im Gefängnis in Oslebshausen inhaftierten Angehörigen der Marine. Gleichzeitig meuterten Matrosen, die von Wilhelmshaven in ein Lager in der Lüneburger Heide transportiert werden sollten. Etwa einhundert Soldaten weigerten sich zur selben Zeit, aus der Neustädter Kaserne auszurücken. Ihr Sprecher war Bernhard Ecks. Zwischen den Soldaten in der Neustadt und den Marineangehörigen am Bahnhof kam es schnell zu Kontakt, und sie gründeten einen Soldatenrat. Der Soldatenrat sollte das Kommando über die in Bremen stehenden Verbände übernehmen. Gegen Mittag demonstrierten Arbeiter und Soldaten auf dem Bremer Marktplatz. Am Abend rief Adam Frasunkiewicz vom Balkon des Bremer Rathauses die Bildung eines Arbeiter- und Soldatenrates aus und kündigte die Machtübernahme an. Ecks wurde am 8. November Vorsitzender des Soldatenrates.
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Historische Entwicklung der extrem rechten Szene zwischen Hannover, Schaumburg und Nienburg

kopiert von recherchenetzwerkhannover.org

Extrem rechte Strukturen und Netzwerke entstehen meist über Jahre oder gar Jahrzehnte. Einzelpersonen tauchen in der Öffentlichkeit auf und arbeiten aktiv politisch und verschwinden nach einigen Jahren wieder. Die Kontakte, welche sie in dieser Zeit knüpften, bestehen jedoch genau so weiter, wie ihr gefestigtes, menschenverachtendes Weltbild. Nicht erst der Mord an Kassels Regierungspräsidenten Walter Lübcke zeigt, dass die von Neonazis ausgehende Gefahr immanent bleibt, auch wenn sie nicht mehr öffentlich in Erscheinung treten. Umso wichtiger ist es, die Entwicklungen der extrem rechten Szene aufzuzeigen und historische Entwicklungen und Strukturen offen zu legen. Genau dies versuchen wir mit der Veröffentlichung dieses Artikels. Er bietet einen äußerst umfassenden Überblick der rechten Szene in der Region Schamburg, Nienburg und Hannover und zeigt die dortigen Entwicklungen der letzten 20 Jahre.

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Nach Provokation eines türkischen Faschisten: Bullen ermitteln gegen Teilnehmer_innen des Sternmarsch für Rojava

kopiert von butenunbinnen.de

1.500 Menschen haben mit einem Sternenmarsch protestiert // Eine Person wurde bei einer Auseinandersetzung verletzt // Demonstrant versuchte eine Autoscheibe einzuschlagen

Rund 1.500 Menschen haben am Sonnabend in Bremen gegen den Angriffskrieg der Türkei in Nordsyrien demonstriert. Laut Polizei kam es zu zwei Zwischenfällen. Ein Teilnehmer fühlte sich nach Polizeiangaben von einem Passanten provoziert und es kam zu einer Rangelei. Eine Person wurde verletzt und musste in einem Krankenhaus behandelt werden. Kurze Zeit später versuchte ein Demonstrant eine Autoscheibe einzuschlagen. Als Einsatzkräfte ihn festnahmen, versuchten andere Teilnehmer den Demonstranten zu schützen, teilte die Polizei mit. Die Ermittlungen zu beiden Auseinandersetzungen dauern an.

Zu dem Protest hatte das neue Bündnis „Bremen für Rojava“ aufgerufen. „Rojava“ ist der kurdische Name für die bis zur türkischen Offensive faktisch autonome Kurdenregion im Nordosten Syriens. Continue reading

Immobilien Bremen mit Feuer angegriffen

kopiert von butenunbinnen.de

Unbekannte zünden Müll vor Wohn- und Geschäftshaus im Viertel an // Tür zu Immobilienbüro beschädigt // Staatsschutz prüft möglichen Zusammenhang mit ähnlichen Fällen der letzten Tage

Durch das Feuer und die große Hitzeeinwirkung wurde die Haustür zu einem Immobilienbüro beschädigt.

Am frühen Donnerstagmorgen haben Unbekannte Müll vor einem Immobilienbüro im Bremer Ostertorviertel angezündet. Dabei wurde die Eingangstür beschädigt. Die Täter legten gezielt Altpapier und Müllsäcke in den Eingangsbereich des Wohn- und Geschäftshauses und zündeten es an, teilt die Polizei mit.

Anwohner entdeckten den Brand und versuchten, die Flammen zu löschen. Alarmierte Einsatzkräfte der Feuerwehr konnten das Feuer löschen. Durch das Feuer und die große Hitzeeinwirkung wurde die Haustür zu einem Immobilienbüro beschädigt. Personen kamen nicht zu Schaden.
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Stellungnahme zum Bulleneinsatz beim Pokalspiel

Banner über der Loge des Werdersponsors wohninvest


Der Angriff durch die Polizei in der ersten Halbzeit des DFB-Pokalspiels gegen Heidenheim hat mehrere Verletzte gefordert. Zwei Protest-Banner, die sich gegen den Verkauf der Namensrechte des Weserstadions richten, wurden von den staatlichen Repressionsorganen und dem Ordnungsdienst geraubt.

Aufgrund der Vorfälle war es uns und den anderen Ultràgruppen nicht möglich unsere Mannschaft weiter zu unterstützen. Wir sind traurig und wütend über diesen Umstand. Das brutale Vorgehen der Polizei ist ein direkter Angriff auf das fanpolitische Engagement der Fanszene und die Meinungsfreiheit in unserem Stadion, den wir nicht unbeantwortet lassen konnten. Für uns gibt es nichts Schöneres als in der Kurve zu stehen und unseren SV Werder anzufeuern. Gleichzeitig sind wir keine Dienstleister*innen in Sachen Unterstützung der Mannschaft, die sich alles gefallen lassen. Am vergangenen DFB-Pokalabend blieb uns daher keine andere Wahl als die schmerzhafte Entscheidung zu treffen den Tifo einzustellen und das Stadion zu verlassen.
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Brandanschlag auf Vonovia Fahrzeuge

kopiert von kreiszeitung.de

Politisch motiviert? Neun Fahrzeuge brennen in Woltmershausen


Mehrere Autos sind in der Nacht zu Sonntag in Bremen ausgebrannt.

Neun Fahrzeuge haben in der Nacht zu Sonntag im Bremer Stadtteil Woltmershausen gebrannt. Die Polizei konnte einen Tatverdächtigen stellen und prüft nun einen politisch motivierten Hintergrund.

Gegen 3.15 Uhr meldeten Zeugen das Feuer auf einem Gelände in der Hermann-Ritter-Straße. Neun Fahrzeuge eines Wohnungsunternehmens und eines Dienstleisters haben gebrannt.

Ob weitere umherstehende Autos durch das Feuer ebenfalls beschädigt wurden, wird geprüft. Ein 29-jähriger Tatverdächtiger konnte noch in der Nacht gestellt werden. Die weiteren Ermittlungen dauern an. Der Gesamtschaden beläuft sich auf rund 250.000 Euro.

Quelle: kreiszeitung.de

siehe auch
Bullenpresse: Fahrzeugbrände in Woltmershausen
butenunbinnen: Autos brennen in Bremen-Woltmershausen – politischer Hintergrund?
Weser Kurier: Polizei prüft Brände auf politisches Motiv

„Rassismus und Hitlergruß: Polizei Bremen nimmt Randalierer fest“

kopiert von kreiszeitung.de

Gleich zwei Einsätze mit ausländerfeindlichem Motiv haben die Polizei Bremen am Wochenende beschäftigt. Am Samstag wurde ein Nigerianer in einer Straßenbahn beleidigt und getreten. Am Sonntag hat ein Mann am Bahnhof den Hitlergruß gezeigt.

Bremen – Ein 42-jähriger Nigerianer betrat gegen 16.50 Uhr die Straßenbahn in Richtung Sebaldsbrück und suchte sich einen Platz. Da die Bahn sehr voll war, bat er einen 45-Jährigen seinen Rucksack beiseite zu nehmen, damit er Platz nehmen könnte, teilte die Polizei am Sonntag mit. Continue reading

Wohnungskampf im Stadion

Letzten Mittwoch kam es während des Pokalspiels zu einem brutalen und rechtswidrigen Polizeieinsatz gegen Gentrifizierungskritiker_innen in der Ostkurve des Weserstadions

Erklärung der Grün-Weißen Hilfe:

Zu Beginn des heutigen Pokalspiels gegen den FC Heidenheim kam es zu einem fragwürdigen Einsatz von Polizei und Ordnungsdienst. Ziel des Einsatzes waren zwei Spruchbänder, die vorab für das Aufhängen in der Ostkurve angemeldet und genehmigt waren. Sie wurden an beiden Enden der Ostkurve aufgehangen, genauer gesagt über den Blöcken 142 und 122 bzw. unter den Blöcken 1 und 53. All diese Blöcke zählten laut Stadionplan eindeutig zur Ostkurve. Vor diesem Hintergrund ist bereits unverständlich, warum die Banner entfernt wurden.

Entgegen der Darstellung von Polizei und SV Werder kam es nach unseren Informationen zu keinen körperlichen Angriffen gegen Polizei- oder Ordnungskräfte. Vielmehr wurden einzelne Werder-Fans bei dem Einsatz verletzt und befinden sich teilweise in ärztlicher Behandlung.
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Was geht eigentlich in Chile?

Der  Aufstand in Chile ist Topthema in der internationalen Presse, nun wurde sogar der Asien-Pazifik-Gipfel und der Klimagipfel abgesagt, beide Events sollten in der von den Ausschreitungen besonders „betroffenen“ Hauptstadt Santiago stattfinden. Die Medien berichten immer wieder von „Protesten“ gegen ungerechte Einkommensverteilung und Fahrpreiserhöhung. Wir indesssen bezweiflen das das Wort Protest geeignet ist um eine Verständnis von Ausmaß dieses Aufstands zu bekommen. Auch ein Blick auf die angewendeten Mittel und kollektiven Methoden ist interessant. Vor Beginn der Aufstände wurde z.B. ein Aufruf zur Sabotage des öffentlichen Nahverkehrs und zum kollektiven Schwarzfahren veröffentlicht. 78 Subway-Bahnhöfe, Züge, Ticketautomaten und eine unbestimmte Anzahl von Bussen wurden angezündet. Sogar der Hauptsitz der Verkehrsgesellschaft, ein vielstöckiges Hochhaus wurde niedergebrannt.

Am 2.11 wird es eine Solidemo in Hamburg geben.

Es gibt einen Aufruf zur Solidarität aus Griechenland.

Und ein Interview mit Anarchist*innen aus Chile.

Es folgt eine Analyse von Anarchist*innen aus Chile: Continue reading