Wo sind eure Masken?

Das Verbot von Reichsfahnen läuft offensichtlich ins Leere. Ein Teilnehmer von “Querdenken 421” zog sich eine Mütze in den entsprechenden Farben an. Auch wieder dabei, der Reichsbürger Hans-Christian Göttsche (Hinten, Bildmitte). Die OrganisatorInnen und Göttsche kennen und unterstützen sich.

Die “Querdenken-Tour” am vergangenen Wochenende durch Bremen wird für die VeranstalterInnen zum Desaster. Die Gefahren die von dieser fanatischen Mischszene ausgehen, sollten dennoch nicht unterschätzt werden.

“Wo sind Eure Masken?“, skandierte der antifaschistische Gegenprotest gegen die vermeintliche “Querdenken-Tour” am Samstag durch Bremen. Unter den wenigen Teilnehmenden der “Querdenken 421“-Kundgebungen in Vegesack, Walle und Gröpelingen nahm auch der AfD-Stadtteilpolitiker Gerald Höns, gemeinsam mit einer Person im Reichsfahnen-Outfit, teil. Beobachtet werden konnten zudem erneut AkteurInnen der Reichsbürger-Szene sowie AnhängerInnen antisemitischer Verschwörungsmythen.

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Protest gegen CASTOR von Nordenham nach Biblis nimmt zu

Das Protestbündnis „CASTOR stoppen“, ein bundesweiter Zusammenschluss von Anti-Atom- und Klimagruppen fordert weiterhin die Absage des für Anfang November geplanten Transports.

“Atommüll von einem ungeeigneten Ort an einen anderen ungeeigneten Ort zu verschieben, ist unabhängig von erklärten Pandemielagen nicht nur unnötig, sondern falsch!”, stellt Silke Westphal von der AG Schacht KONRAD e.V. fest. Die Atomkraftgegner*innen bemängeln an dem geplanten Zielort, dem Standortzwischenlager Biblis, u.a. die fehlenden Möglichkeiten zur Nachbesserung oder Reparatur der CASTOR-Behälter. Sollte im Laufe der Jahre eine Undichtigkeit auftreten, gibt es vor Ort keine andere Möglichkeit, als einen weiteren Deckel aufzuschweißen. Dies würde aber künftig einen Weitertransport verhindern. „Das Zwischenlager Biblis ist eine atompolitische Sackgasse ohne Wendehammer!“ kritisiert Herbert Würth vom Aktionsbündnis Castorwiderstand Neckarwestheim. Continue reading

Verbot aufgehoben, Aufmarsch abegsagt

Der für Samstag geplante Neonazi-Aufmarsch der Partei “Die Rechte“, darf in Bremen voraussichtlich stattfinden. Das Verbot des Innenressorts wurde durch das Verwaltungsgericht gekippt. Gegen die Aufhebung des Verbots hat die Behörde Widerspruch eingelegt.

In Bremerhaven marschierten am 17.10.2020 ca. 35 militante Neonazis der Partei “Die Rechte” und NPD auf. Isoliert wurden sie von ca. 700 AntifaschistInnen.

Veranstaltungsort soll am Samstag Nachmittag der Bremer Domshof sein. Eine von “Die Rechte” geplante Demo-Route durch die Innenstadt, wurde nicht genehmigt. Erwartet werden laut Behörden ca. 100 Neonazis. Gegen den Aufmarsch mobilisieren diverse antifaschistische, bzw. zivilgesellschaftliche Gruppen. Zuletzt war bei einem Aufmarsch der NPD, in Bremerhaven ca. 700 AntifaschistInnen auf die Straße gegangen und isolierten die Veranstaltung der NPD. Auch militante Neonazis der Partei “Die Rechte” beteiligten sich an dem Aufmarsch.

Update: Aufmarsch “Die Rechte” in Bremen abgesagt. Nachdem das OVG die Beschwerde des Innenressorts am Abend abgelehnt hatte, zog überraschend die Partei “Die Rechte” ihre Anmeldung für Samstag zurück.

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„Öffentliches Zeigen von Reichsfahnen: Verbieten für Profis“

kopiert aus der taz

Das Bremer Verbot, öffentlich Reichsfahnen zu zeigen, hat das Oberverwaltungsgericht kassiert. Nun fordern die Grünen ein gerichtsfestes Gesetz.

Erkennungszeichen für Rechte: Schwarz-Weiß-Rot, hier bei einer Demo am 3. Oktober 2018 in Berlin

Das öffentliche Zeigen von Reichsfahnen und Reichskriegsfahnen soll ein Mitte September beschlossener Erlass des Bremer Senats einschränken. Andere Bundesländer sind dem gefolgt. Seit Anfang Oktober gibt es einen ähnlichen Erlass in Niedersachsen, diesen Donnerstag forderte nun auch die Schleswig-Holsteiner SPD-Fraktion eine Regelung nach Bremer Vorbild.

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„Reichsflaggen in Bremerhaven“

kopiert aus der taz

Am Freitag erlaubte das Oberverwaltungsgericht in Bremen das Zeigen von Reichsflaggen. Tags darauf marschierten 40 Neonazis in Bremerhaven.

Erkennungszeichen der rechten Szene: Reichsflagge, hier bei einer Corona-Demo Ende August in Berlin

Das Zeigen von Reichsfahnen ist durch die Meinungsfreiheit gedeckt: Das urteilte das Oberverwaltungsgericht in Bremen vergangenen Freitag. Tags darauf, am Samstag, demonstrierten knapp 40 Neonazis in Bremerhaven, rund 700 Menschen protestierten dagegen. Continue reading

Rondenbarg-Pilotverfahren: Fünf Jugendliche ab Dezember vor Gericht

Auch nach mehr als drei Jahren nach dem G20-Gipfel in Hamburg ist ein Ende der staatlichen Repression nicht abzusehen. Im Dezember soll der erste Prozess im sog. Rondenbarg-Komplex gegen fünf junge Angeklagte starten. Sie sind die jüngsten der insgesamt über 80 Angeklagten, denen im Rahmen eines Pilotverfahrens der Prozess gemacht werden soll. An ihnen sollen exemplarisch die Beweisführung und Konstruktion der Vorwürfe durchexerziert werden, die nach dem Willen der Staatsanwaltschaft auch in möglichen späteren Verfahren gegen ihre Genoss*innen angewandt werden sollen.

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„Der blinde Fleck“

kopiert von afdwatchbremen.com

Bodo Schiffmann (Bildmitte) verbreitet Fakenews am Bremer Bahnhofsvorplatz, am 11.10.2020

Fans der antisemitischen Fakenews-Kampagne “Querdenken”, die am Sonntag auf dem Bahnhofsvorplatz ihren Gurus Samuel Eckert und Bodo Schiffmann zujubelten, arbeiten u.a. als pädagogisches und medizinisches Personal in Bremer Einrichtungen. Stichwortgeber Bodo Schiffmann, bekannte sich am Montag auf seiner Bustour zur AfD.

Auf dem Bremer Tour-Zwischenstopp der bundesweit bekannten AkteurInnen der “Querdenken”-Szene, forderten Samuel Eckert und Bodo Schiffmann zum Abschluss PädagogInnen und medizinisches Personal auf, nach vorne zum Bus zu kommen. Nicht wenige folgten dem Aufruf. Dass bei “Querdenken” offenbar LehrerInnen und MedizinerInnen mitwirken, ist nicht unproblematisch. AnhängerInnen dieser politischen Sekte, die im medizinischen und schulischen Bereich tätig sind, haben ggf. Zugriff auf Jugendliche und Kinder, können medizinisches Personal, KollegInnen oder PatientInnen mit gezielten Falschinformationen über die Pandemie irreführen oder ihren Glauben an eine (jüdische) Weltverschwörung ausbreiten.

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Bäumchen wechsel dich: von den BiW, zur AfD, zur CDU

kopiert von butenunbinnen.de

Ehemalige Bremerhavener AfD-Stadtverordnete wechselt zur CDU

Natalia Bodenhagen ist künftig CDU-Stadtverordnete // Sie war Ende September aus der AfD ausgetreten // Die AfD hatte daraufhin ihren Fraktionsstatus verloren

Die Bremerhavener CDU hat ein weiteres Mitglied in der Stadtverordnetenversammlung

Die ehemalige Bremerhavener AfD-Stadtverordnete Natalia Bodenhagen wechselt zur CDU. Das hat die Bremerhavener CDU am Dienstagnachmittag bekanntgegeben. Bodenhagen war Ende September aus der AfD-Fraktion ausgetreten. Sie behielt ihr Mandat.

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Nazis töten.

Ein Unbekannter beschmierte am Dienstagnachmittag die Fassade eines Wohlfahrtsverbandes in Walle. […]

Eine Mitarbeiterin der gemeinnützigen Einrichtung in der Sankt-Magnus-Straße bemerkte gegen 14.40 Uhr einen Verdächtigen, der Schmierereien an eine Außenwand anbrachte und alarmierte die Polizei. Der Täter hatte den Schriftzug „Wir töten euch – Antifa Hurensöhne“ und darunter ein Hakenkreuz auf die Wand gemalt. Er flüchtete vor Eintreffen der Streife.

Quelle: Bullenpresse