Veranstaltungstip: Antiziganismus – Zur Kritik allgegenwärtiger Stereotypisierungen und Diskriminierungen

Sei es das Schimpfwort „Zigeuner“, seien es Vorbehalte gegen Flüchtlinge, seien es diskriminierende Haltungen gegenüber in Deutschland lebenden Sinti und Roma: Antiziganismus – die Diskriminierung von Menschen, die als „Zigeuner“ bezeichnet werden – ist ein Dauerbrenner. Was beinhaltet der Begriff? Woher kommt Antiziganismus überhaupt?

Der Vortrag soll eine Einführung in das bisher zu wenig beachtete Thema Antiziganismus geben. Dabei werden die weit verbreiteten antiziganistischen Bilder genauer betrachtet und ihre Entstehungsgeschichte beleuchtet. Ziel der Veranstaltung ist, die Auseinandersetzung mit dem Thema Antiziganismus zu fördern
und in diesem Zusammenhang eigenes Denken und Wahrnehmen zu hinterfragen.

Markus End promoviert derzeit zu Struktur und Funktionsweise des modernen Antiziganismus. Er ist Mitherausgeber der Sammelbandreihe “Antiziganistische Zustände”, deren zweiter Band im Herbst erscheint.

2. Mai 2012 // 20:00 Uhr // Paul-Gerhard-Haus // Friedrichstr. 10

Die Veranstaltung wird organisiert von der antirassistischen Initiative mit Unterstützung des AStA der Uni Münster

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Contra geben! Gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung!

In den letzten Wochen vor den Neuwahlen des Landtags in NRW am 13. Mai will die selbsternannte „Bürgerbewegung Pro NRW“ in insgesamt 25 Städten Kundgebungen vor Moscheen abhalten. Dazu will sie im Rahmen einer „Bustour“ täglich zwei bis drei Städte anfahren. Am 7. Mai wollen die Rassist_innen um 13:00 Uhr vor der Baitul-Momin-Moschee in Münster-Hiltrup auflaufen. Continue reading

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ALM-Beitrag in Arranca #45

In der aktuellen Ausgabe der arranca! hat unsere Gruppe den Artikel „10 Jahre, das ist für viele von uns eine lange Zeit, politisch betrachtet. Erinnerung an Genua und linke Bewegungsgeschichte“ veröffentlicht. Der Artikel basiert auf unserer Veranstaltung im September 2011, er lässt noch einmal die Referenten zu Wort kommen und diskutiert, die Bedeutung von linker Bewegungsgeschichte.
Die arranca! ist eine linksradikale Zeitschrift aus Berlin, die von der Gruppe FelS (Für eine linke Strömung) herausgegeben wird. Über sich selbst schreibt sie:

Die arranca! ist mit dem Anspruch angetreten, das Entstehen einer revolutionären Organisation mit zu ermöglichen und ein Forum für die linke Neubestimmung zu bieten. Das war 1993. Seitdem haben sich die gesellschaftlichen und innerlinken Voraussetzungen, unter denen wir Politik machen, geändert – der Anspruch der Gruppe FelS, durch das Medium der arranca! zu einer Neukonstituierung der Linken beizutragen, bleibt nach wie vor.

Die aktuelle Nummer 45 widmet sich im Schwerpunkt der Eurokrise und dem Verhältnis einer radikalen Linken zu EU und Europa. Eine lesenswerte Nummer, die wir euch wärmstens empfehlen. Das Heft kostet 4,50 Euro, mit Porto 5,35 Euro.

Ihr könnt die Zeitschrift hier online bestellen.

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Auf nach Stolberg: Nazis blockieren

Seit 2008 instrumentalisieren Nazis den Tod eines Jugendlichen in Stolberg für ihre rassistische Propaganda. Für die Nazis entwickelt sich Stolberg zu einer Großveranstaltung. So versammeln sich jedes Jahr im April zwischen 500 und 800 Nazis in Stolberg um ein symbolisches Datum zu schaffen, mit dem bundes-, wenn nicht europaweit ein Aufmarschanlass geschaffen und zudem eine teils taktisch zerstrittene Szene geeint werden kann.
Antifaschist_innen haben deshalb ein breites Bündnis gegründet, das den Naziaufmarsch am 7. April 2012 blockieren will. 2011 gelang es den Beginn dess Aufmarsches um einige Stunden zu verzögern. Im Aktionskonsens des Bündnis heißt es deshalb: „Wir leisten zivilen Ungehorsam gegen den Naziaufmarsch. Von uns geht dabei keine Eskalation aus. Unsere Massenblockaden sind Menschenblockaden. Wir sind solidarisch mit allen, die mit uns das Ziel teilen, den Naziaufmarsch zu verhindern.“ [Aufruf lesen]

Wir empfehlen euch am Samstag, den 7. April folgende Zugverbindung bzw. die unten genannten Treffpunkte zu nutzen. Continue reading

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Neue LOTTA erschienen: Schwerpunkt „Grauzone“

Die neue Ausgabe der LOTTA – antifaschistische Zeitung aus NRW, Rheinland-Pfalz und Hessen beschäftigt sich in ihrem Schwerpunkt mit dem Phänomen der „Grauzone“. Mit dem Begriff wird versucht eine Problematik zu fassen, die seit einigen Jahren verstärkt Teile der Punkszene beschäftigt. Einige Bands, vor allem aus dem Oi-, Skin- und Streetpunkgenre, lassen eine notwendige Abgrenzung zur RechtsRockSzene vermissen, wenn sie gemeinsam mit eindeutig extrem rechten Bands auf einer Bühne stehen. Zudem drängen, beflügelt durch den Erfolg der Südtiroler Band „Frei.Wild“ und anderer „Deutschrock“-Bands, Neonazis und Reaktionäre in die „Subkultur“, die längst zu einem lukrativen „Buisness“ geworden ist. In seinem lesenswerten Artikel bezeichnet LOTTA-Autor Michael Weiss dieses Phänomen als „Rebellion im Schützenclub“ [online lesen].
Weitere Artikel analysieren u.a. die Neonazi-Szenen in Duisburg, Radevormwald und Kassel, informieren über aktuelle Entwicklungen zur Aufklärung des „Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) und über das kürzlich von der Polizei zerschlagene „Aktionsbüro Mittelrhein“. Außerdem gibt es Artikel zur „Pro Life“-Bewegung, die regelmäßig in Münster die 1000 Kreuze-Märsche durchführt [siehe hier] oder zur Situation in Norwegen und Dänemark nach den Breivik-Massakern, dessen Autor im Januar in unserer Vortragsreihe „Searchlight“ referierte [siehe hier]. Wer nicht da war oder noch mal nachlesen möchte, kann dies in der neuen LOTTA tun.

Lest und unterstützt die LOTTA
Ihr könnt die LOTTA auf unseren Veranstaltungen oder im DonQuijote kaufen. Oder noch besser: Ihr schaltet ein Abo und unterstützt damit dieses wichtige Bewegungsprojekt!

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Bericht zur Antifa-Demo in Dortmund-Dorstfeld

Das Dortmunder Antifa-Bündnis zieht eine positive Bilanz der antifaschistischen Demonstration “Rechte Gewalt unmöglich machen!” durch Dorstfeld. Die kraftvolle und lautstarke Demonstration setzte ein deutliches Zeichen gegen Nazis in Dorstfeld und rechte Alltagskultur. Störungen durch Angehörige der rechten Szene blieben aus, obwohl die Nazis Dorstfeld gerne als “ihren” Stadtteil betrachten. Weniger zufrieden zeigt das Dortmunder Antifa-Bündnis sich jedoch mit dem Verlauf der Proteste gegen den Naziaufmarsch am Nachmittag. Trotz des neuen Polizeipräsidenten hat sich an der Bereitschaft der Polizei, Neonazis die Straße freizuräumen, nichts geändert. Effektiver Protest, der über das Herumstehen an Polizeisperren hinausgeht, wird auch unter Norbert Wesseler verhindert. Continue reading

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31. März: Antifa-Demo in Dortmund

Rechte Gewalt unmöglich machen!

Am 31. März findet neben dem Europäischen Aktionstag gegen den Kapitalismus (March31) auch eine Antifa-Demo unter dem Motto „Rechte Gewalt unmöglich machen“ in Dortmund statt. Das Dortmunder Antifa-Bündnis ruft dazu auf, in Dorstfeld gegen die dort wohnenden rechten Gewalttäter_innen, insbesondere die Mitglieder der rechten Kameradschaften “Skinhead-Front Dortmund-Dorstfeld” und “Nationaler Widerstand Dortmund” zu demonstrieren. Beginnen wird die Demo an der S-Bahn-Haltestelle Universität. Der Startzeitpunkt wurde auf 11:00 Uhr vorverlegt, da die Neonazis angekündigt haben, am Nachtmittag einen Aufmarsch durchführen zu wollen.
Anlass derDemo ist der 7. Jahrestag des Mordes an Thomas “Schmuddel” Schulz. Die Demo soll ein Zeichen der Solidarität an diejenigen sein, die von rechter Gewalt betroffen sind, und soll darauf aufmerksam machen, dass die Neonazis sich in Dorstfeld einen Rückzugsraum geschaffen haben, den es anzugreifen gilt. Aufruf lesen.

Treffpunkt für die Anreise aus Münster
9:15 Uhr / Hauptbahnhof

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March31: Europäischer Aktionstag gegen den Kapitalismus

m31 banner
Aufruf zum Europäischen Aktionstag gegen den Kapitalismus
31. März 2012 | march31.net

Seit Monaten spitzt sich die Kredit- und Schuldenkrise in der EU (und global) zu. Auf immer neuen Regierungs-Konferenzen werden Notprogramme beschlossen, um den Kapitalismus in Europa zu sanieren. Glaubt man Politik und Medien, drohen sonst Zusammenbruch, Rezession und neue Armut. Mit diesem Drohszenario werden marktradikale Reformen durchgesetzt, die unsere Gesellschaft und unser Leben auf Jahrzehnte bestimmen – wenn wir uns nicht wehren. Continue reading

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Lese-Tipp: NSU Watchblog

Das Antifaschistische Pressearchiv und Bildungszentrum e.V. (apabiz e.V.) hat einen neuen Blog gestartet. Auf dem NSU-Watchblog werden eine kritische Presseschau, Rechercheergebnisse und Analysen zum Thema veröffentlicht. Mehr Infos: NSU Watchblog

Am Donnerstag, den 22. März 2012 referieren apabiz-MitarbeiterInnen zum Thema im Club Courage in Münster. Mehr Infos…

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Kriminelle Vereinigung: „Aktionsbüro Mittelrhein“ war an Organisation des Naziaufmarsch am 3. März beteilight

Am Dienstag ging die Staatsanwaltschaft Koblenz gegen Neonazi-Strukturen im Rheinland vor. Dabei nahm sie unter dem Vorwurf der Bildung bzw. der Unterstützung einer kriminellen Vereinigung 24 Neonazis in Haft, darunter auch Paul Breuer (Köln) und Sven Skoda (Düsseldorf), die am 3. März in Münster sprachen. Auch der verhaftete Neonazi-Führer Axel Reitz war an der Organisation des Naziaufmarsches in Münster beteiligt, am Tag selbst allerdings verhindert. Die insgesamt 33 Ermittlungsverfahren richten sich gegen das „Aktionsbüro Mittelrhein“, eine überregional bedeutsame Neonazi-Kameradschaft. Ihr wird vor allem die gemeinschaftliche Planung und Durchführung von „Anti-Antifa-Aktivitäten“ und daraus resultierende Gewalt gegen Linke vorgeworfen. Die Kameradschaft verfügt in Bad Neuenahr-Ahrweiler über eine „Braunes Haus“ genannte Immobilie, die ebenfalls durchsucht wurde. Erstmals wird eine auch in Nordrhein-Westfalen aktive neonazistische Kameradschaft von den Ermittlungsbehörden als „kriminelle Vereinigung“ bewertet.

Das „Aktionsbüro Mittelrhein“ stellte am 3. März den Lautsprecherwagen für den Naziaufmarsch zur Verfügung. Der blaue Transporter hat das Kennzeichen AW-X-3107, was eine Anspielung auf einen Nazi-Mord ist. In der Nacht vom 31.07.1992 auf den 01.08.1992 wurde der Obdachlose Dieter Klaus Klein von Neonazis im Stadtpark von Bad Breisig (Landkreis Ahrweiler) umgebracht. Obwohl am 3. März das Rumphorstviertel hermetisch abgerigeelt wurde, sogar ein Ambulanter Pflegedienst kam nicht durch die Polizeiabsperrungen, wurde der Lautsprecherwagen und ein Taxi mit dem Versammlungsleiter Sascha Krolzig (Kameradschaft Hamm) unter Polizeigeleit zu ihrer Demonstration gebracht. Dienstagabend versammelten sich 60 Nazis in Dortmund zu einer „Solidaritätskundgebung“. Unter den TeilnehmerInnen befanden sich auch eine Handvoll Nazis aus dem Münsterland, unter ihnen Achim Kemper und Martin Wegerich.

Mehr Infos hier: MBR Köln | Blick nach Rechts 1 | Blick nach Rechts 2 | ALM

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