Alles verändern (auch in Bochum)

“Wenn du etwas Beliebiges verändern könntest, was wäre es? Würdest du für den Rest deines Lebens Urlaub machen? Dafür sorgen, dass fossile Brennstoffe aufhören Klimawandel zu verursachen? Dir ethisch vertretbare Banken und Politiker_innen wünschen? Jedenfalls wäre sicherlich nichts unrealistischer, als alles so zu belassen wie es ist, und andere Resultate zu erwarten.

In unseren privaten finanziellen und emotionalen Kämpfen spiegeln sich globale Unruhen und Katastrophen wider. Wir könnten all unsere Zeit darauf verwenden, ein Feuer nach dem anderen zu löschen, aber sie haben alle die selbe Ursache. Stückweise zu reformieren wird nichts in
Ordnung bringen: Wir müssen alles, entsprechend einer anderen Logik, überdenken.”

Den ganzen Text und das Video gibt es in mehreren Sprachenauf:
www.tochangeeverything.com
Menschen, die mithelfen wollen den Aufruf in Bochum zu verbreiten, können am Montag um 18.00 Uhr vor die Cafeteria in Gebäude GB der Ruhr-Uni kommen. Oder eine E-Mail an schwarze-ruhr-uni[at]
riseup.net schicken.

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Lesung an der Ruhr-Uni Bochum verboten

Pressemitteilung 18.01.2015

Bochum. Ruhr-Uni. Am vergangenen Donnerstag wurde von der Universitätsverwaltung der Ruhr-Universität die Nutzung eines Raumes für eine Veranstaltung der Schwarzen Ruhr-Uni untersagt. In dem Raum sollte am vergangen Donnerstag eine Lesung des Buches “Work” des anarchistischen Kollektives CrimethInc stattfinden. Der Raum war bereits im September 2014 für den 15.01.2015, den Termin der Lesung gebucht worden, die Nutzung wurde aber erst am Montag vor der Veranstaltung von der Univerwaltung untersagt.
Bezüglich der Untersagung gab es zwei telefonische Nachrichten. In einer ersten Nachricht, welche auf die Mailbox des Veranstaltungsanmelders gesprochen wurde, wurde die Nutzung des Raumes ohne Angabe von weiteren Gründen untersagt. In einem weiteren telefonischen Anruf wurde das Verbot bekräftigt. Auf die Frage nach einer Begründung wurde ein Politikverbot genannt. Von wem genau dieser Anruf ausging und welche genauen Formulierungen genutzt wurden, ist leider auf Grund der Sprechweise des Anrufers für den Anmelder nicht vollkommen klar. Die obige Darstellung entspricht seiner Wahrnehmung des Gesprächs.

Nach Erhalt der telefonischen Nachrichten versuchte der Anmelder schriftlich (per Email) die Informationen über die Veranstaltung zusammen mit einer Begründung zu erfragen.
Die zentrale Hörsaalvergabe beantwortete seine erste Email nur mit der Information, dass dort keine Veranstaltung statt fände. Jedoch gab es keinerlei Hinweis auf die Anmeldung oder Untersagung. Eine zweite Email seitens des Anmelders mit der Bitte um geordnete und ausführliche Informationen wurde bis heute noch nicht beantwortet.

Der Abend der Veranstaltung

Am Abend der Veranstaltung sah sich der Anmelder gezwungen, die Veranstaltung unter Verweis auf die Untersagung der Raumnutzung seinerseits offiziell abzusagen. Nachdem er dies den wartenden Menschen mitgeteilt hatte beschlossen andere Aktivist*innen der schwarzen Ruhr-Uni und die Menschen vor Ort die Lesung trotzdem und an einem anderen Ort der Universität stattfinden zu lassen.
Das Mitglied des Übersetzer*innen Kollektives des Buches Hanna Poddig, welches als Lesende eingeladen war, äußerte sich wie folgt:
“Das Verbot ist eine eindeutige Form politischer Zensur und als solche nicht hinnehmbar. Die Ruhr-Universität scheint Probleme mit radikalen, herrschaftskritischen Inhalten zu haben.”
Die schwarze Ruhr-Uni sieht dies ähnlich und vermutet ebenfalls einen politischen Hintergrund.
Acht gut besuchte, vorangegangene Veranstaltungen seit Mai 2014 zeigen das Interesse der Menschen an anarchistischen Ideen.

Die schwarze Ruhr-Uni lehnt jede Form der Herrschaft, Ausbeutung und Unterdrückung ab. Ihr Ziel ist ein (herrschafts-) freies Leben für alle Menschen. In einer Zeit in der sich menschenfeindliche Ideen rasant verbreiten ist der Versuch Menschen die Verbreitung der Idee von der notwendigen Freiheit und dem Wert eines jeden Menschen zu untersagen besonders bitter.

Konsequenzen

Die schwarze Ruhr-Uni wird sich von solchen Verboten nicht an ihrer politischen Arbeit hindern lassen.
Der Widerstand am 15.01 hat gezeigt, dass sich die Menschen an der Ruhr-Uni und in Bochum nicht einschüchtern lassen. Auf besagtes und mögliche weitere Verbote wird es eine starke politische Antwort geben. Alle Menschen sind dazu aufgerufen sich an dieser Antwort zu beteiligen. Anarchistische Ideen müssen sich frei verbreiten können und Herrschaft überwunden werden.
Wer Kontakt zur schwarzen Ruhr-Uni aufnehmen will schreibt bitte an: schwarze-ruhr-uni(at)riseup.net Weitere Information zur Untersagung erfragen Sie bitte bei der zentralen Hörsaalvergabe: http://www.uv.ruhr-uni-bochum.de/dezernat2/hoersaalvergabe.htm
Email: [email protected]
Informationen über die politische Arbeit der schwarzen Ruhr-Uni finden sich auf unserem Blog: https://schwarzerub.blackblogs.org/
Dort findet sich ebenfalls eine Broschüre, die sich auch mit dem Thema Repression an der Uni auseinandersetzt: Binder1.pdf .

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Morgen: Küche für Alle

Morgen gibt es wieder Küche für Alle, dann zum letzten Mal in diesem Semster.
Diesmal machen wir das Gleiche wie letztes Mal, weil es so bliebt war. Übrigens sollten sich die anarchistischen Strukturen an der Uni vergrößern, könnte wir uns auch vorstellen die KÜFA öfter zu machen als nur im einmal Monat.

Küche für alle:
Gegen Hunger und Kapitalismus! Für die Anarchie*!

Viele Menschen können sich das Essen an der Uni (insbesondere nach der Preiserhöhung des Akafö) nicht mehr regelmäßig leisten. Und auch in der restlichen Gesellschaft ist gutes (veganes**) Essen nicht für alle erschwinglich. Dagegen wollen wir mit unserer monatlichen veganen Küfa*** in Gebäude GB ein Zeichen setzen.
„Küfa“; das heißt Küche für alle. Deshalb nehmen wir auch kein festes Geld für das Essen, das wir verteilen, sondern versuchen es durch freiwillige Spenden zu finanzieren. Selbstverständlich reicht uns das noch nicht.
Wir möchten uns nicht für günstigere Essenspreise einsetzen. Unser Ziel ist eine Gesellschaft in der es genug (veganes) Essen für alle gibt und zwar umsonst!
Wenn ihr das auch wollt, einfach nur die Preiserhöhung des Akafö satt habt, es euch nervt das es kaum veganes Essen an der Uni gibt oder ihr einfach nur Hunger habt: Kommt zu unserer veganen Küfa vor der Cafete von GB.
Nächster Termin: Mittwoch der 07.01 von 11.45 bis 14.15 (oder eventuell früher wenn alles verteilt ist.)
Es gibt: Fladenbrot gefüllt mit Salat, Sauce(n) und Sojamedaillons.

* Der Begriff Anarchie kommt aus dem Altgriechischen und beschreibt einen gesellschaftlichen Zustand ohne Herrschaft.
** Essen ohne Bestandteile tierischen Ursprungs wie Fleisch, Milch, Honig etc.
*** Wir verteilen ausschließlich veganes Essen, weil wir uns sowohl gegen die Unterdrückung und Ausbeutung des Menschen, als auch die anderer Tiere einsetzen. Außerdem sind die ökologischen Auswirkungen von tierischen Produkten (z.B. deren CO2 Bilanz oder Flächenverbrauch) im Vergleich zu nicht-tierischen enorm.

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Tresen der schwarzen Ruhr-Uni im Januar- Lesung aus CrimethInc Buch: “Work”

Warum müssen wir, trotz all des technischem Fortschritts, mehr arbeiten als je zuvor? Wie kommt es, dass je härter wir arbeiten, wir letztendlich im Vergleich zu unseren Bossen umso ärmer werden? Warum konzentrieren sich die Leute einzig darauf, ihre Jobs zu retten, wenn die Wirtschaft zusammen- bricht, obwohl eigentlich von vornherein keine*r die Arbeit mag? Kann der Kapitalismus ein weiteres Jahrhundert der Krisen überstehen?

Übesetzt von einer Crew rund um den anarchistischen Mailorder black mosquito ist das Buch „Work“ nun auch auf deutsch erschienen. Ursprünglich wurde es vom CrimethInc-Collective in den USA herausgegeben. Wir laden ein zu Lesung, Buchvorstellung und anschließender Diskussion mit Mitgliedern des Übersetzungskollektivs.

15.01.2015 um 18.00 Uhr

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Eine Gefahr für uns alle: Über die Entwicklungen an der RUB und in der restlichen Gesellschaft

Eigentlich äußern wir uns als antiparlamentarische Gruppe nicht zu Geschehnissen bezüglich Hochschulparlament und im ASTA. Auf Grund der Ereignisse in den letzten Wochen sehen wir uns aber zu einer Ausnahme gezwungen.  


Email: Und das “Outing” “linksradikaler  Aktivist*innen“

Am Mittwochabend erhielten die meisten Student*innen eine Email in der die linken Listen der Uni diffamiert wurden. Dies entspricht immer noch der Logik parlamentarischer Machtkämpfe. Es stellt keine direkte Gefahr für Menschen dar. 
Wir äußern uns zu der Email, wegen dem “Outing” angeblicher linksradikaler Aktivist*innen. Über die Frage, ob die besagten Personen wirklich in linksradikalen Gruppen aktiv sind oder nicht, möchten wir hier nicht spekulieren. Dies ist aber auch unwichtig. Allein die Unterstellung sie wären es im Zusammenhang mit der Nennung ihrer Namen ist eine Gefährdung des Lebens und der Gesundheit dieser Personen. Wenn nämlich Nazis diese Unterstellung als wahr bewerten und sich die Adressen und/oder Fotos der Betroffenen besorgen, dann sind diese Menschen eine starken Gefahr ausgesetzt angegriffen zu werden. Das ein Angriff von Nazis, Faschist*innen und anderen Rechten auch heißen kann das sie die Betroffenen ermorden sollte jeder*jeden angesichts der hunderten von Menschen, die in den letzten 20 Jahren von ihnen ermordet wurden, klar sein. Unsere Solidarität gilt daher den Betroffenen!


Haben die linken ASTEN/  Listen an der RUB linksradikale Projekte unterstützt? 
Über eine falsche Diskussion… 

In der besagten Email wurde versucht die linken Listen damit anzugreifen, dass sie als sie am ASTA beteiligt waren linksradikale Strukturen unterstützt hätten.
Wir lehnen den ASTA als Institution, die Herrschaft über uns ausübt ab*. Student*innen sind gezwungen. „Beiträge“ für ihr Studium zu zahlen. Dieses Geld wird dann teilweise vom ASTA verwaltet und vergeben. In unserer Gesellschaft besteht aber nicht nur der Zwang jedes Semester Geld an die Uni zu zahlen, wir sind allgemein gezwungen zu bezahlen oder zu tauschen um Güter oder Dienstleistungen zu Befriedigung unserer Bedürfnisse zu bekommen. Dies zwingt die Mehrheit der Menschen dazu ihre Arbeit zu verkaufen und ist Grundlage der kapitalistischen Ausbeutung.
Anarchist*innen und auch viele Linksradikale wollen daher, dass Eigentum** abschaffen und eine Gesellschaft schaffen in der auf Basis unser Bedürfnisse und ohne Arbeitszwang produziert wird.
Wenn also der ASTA linksradikale Projekte unterstützt, tut er gerade damit etwas gegen den Zwang den
wir durch Geld und Eigentum ausgesetzt sind.  


Radikal sein und dazu stehen

Wir als anarchistische Gruppe sind radikal. Wir wollen die Gesellschaft überwinden in der wir leben,
weil sie auf Ausbeutung und Unterdrückung beruht. Wir lehnen Staat, Kapitalismus, Parteien und vieles mehr ab, nicht weil wir Menschen hassen oder Chaos schaffen wollen, sonder weil jede*r Mensch und ihre*seine Freiheit für uns das Wichtigste ist, über dem nichts anderes steht.
Herrschaft ist für uns immer ein Angriff auf das Recht jeder*jedes Menschen selbstbestimmt über ihr*sein Leben zu entscheiden. Gleichzeitig sind wir zornig und traurig darüber, dass Millionen verhungern während es genug Essen für alle gibt, Milliarden arm sind, die Welt in der wir leben von unserem Wirtschaftssystem zerstört wird und vieles mehr. Dies verbindet uns als Anarchist*innen mit (anderen***) Linksradikalen. Angesichts der Lage unserer Welt sind nicht die Radikalen problematisch, sondern, diejenigen die die bestehende Herrschaft weiterhin unterstützen oder nur eine andere Form von Herrschaft anstreben wie autoritäre**** Linke, Rechte, Faschist*innen, Nationalsozialist*innen. 
Lasst uns die Welt von der Wurzel an verändern! 

Aktuelle Entwicklungen 

In vielen Ländern Europas  sind Faschismus, Nationalismus und rechte, reaktionäre und menschenfeindliche Vorstellungen auf dem Vormarsch. Von Politiker*innen wird gegen Menschen gehetzt, die vor Armut, Gewalt und Zerstörung nach Europa fliehen, auf den Straßen demonstrieren Menschen gegen die „Islamisierung“ des „Abendlandes“ und die Anzahl von Anschlägen, Angriffen, Morden durch rechte Gruppen in Europa nimmt massiv zu.
Reaktionäre und rechte Einstellungen verbreiten sich auch an der Uni immer mehr. Der Wahlsieg der bestehenden ASTA-Koalition und die Angriff auf Linke im Internet sind dabei  nur ein weiterer Schritt in einer besorgniserregende Entwicklung.  
In Anbetracht dieser Situation ist eine starke anarchistische/ radikale Bewegung sehr wichtig.Wir müssen eine Alternative zum Bestehenden bieten und gleichzeitig gefährliche Entwicklungen bekämpfen. Erklären wir den anderen Menschen an der Uni, dass wir für eine Gesellschaft einstehen in der alle frei sind und tolerieren wir nicht die sich ausbreitende Menschenfeindlichkeit. Seinen wir solidarisch mit den Betroffenen rechter Angriffe und staatlicher Repression!  Schaffen wir wirkliche Alternativen zu den Strukturen der Uni und des Staates, zu denen auch das STUPA und der ASTA gehören. Schaffen wir Freiräume und bauen eine echte Selbstverwaltung auf!
Es ist Zeit radikal zu sein!  

*  Mehr dazu könnt ihr in unserer Broschüre Herrschaftsinstitution Hochschule lesen. Die ihr auf unserem Blog findet: schwarzerub.blackblogs.org
** Eigentum unterscheidet sich von Besitz, den Anarchist*innen nicht ablehnen. Besitz setzt eine Nutzung zur Befriedigung der eignen Bedürfnisse voraus. Ein Haus aus dessen Miete ich als Eigentümer Geld verdiene ist mein Eigentum. Wenn ich in dem Haus wohne und es somit benutzte, ist es mein Besitz.
*** Es gibt im Anarchismus eine Debatte, ob Anarchismus links ist oder nicht, weil der Begriff links aus dem Parlamentarismus kommt und Anarchist*innenParlamentarismus ablehnen. Außerdem teilen nicht alle Linken grundlegende anarchistische Positionen wie zum Beispiel die Ablehnung von Staat und Parteien.  
**** Autoritäre Linke sind diejenigen, die keine Überwindung der Herrschaft von unten anstreben, sondern eine Ergreifung/ Erlangung der (staatlichen) Macht, um von oben den Kapitalismus abzuschaffen. Dies hat historisch nie funktionier und zu Staaten wie der Sowjetunion, DDR oder Kuba geführt, in denen Anarchist*innen häufig stärker verfolgt werden/ wurden als in den „demokratischen, westlichen“ Ländern.  

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