Frauenmarsch? Am Arsch! Vehement und solidarisch gegen Antifeminismus, Rassismus und Nationalismus

Bereits seit einigen Monaten lies sich Dienstags am frühen Abend am Marktplatz in der Bremer Innenstadt ein merkwürdiges Spektakel beobachten. Viele Antifaschist*innen standen auf dem Markplatz herum – mal mit bunten Schirmen, mal ohne. Der Anlass für die antifaschistischen und queerfeministischen Proteste war da schon schwerer auszumachen, waren es doch nur eine Handvoll Menschen, die sich dort unter dem Motto „Kandel ist überall“ für einen sogenannten Frauenmarsch versammelt hatten. Von der Anmelderin Sybill Constance de Buer wurde nun auch ein Demo für den 7. Juli durch das Bremer Viertel angekündigt.

Continue reading

„Ärger um rechte Lehramtsstudentin“

kopiert aus dem Weser Kurier:

Plakate in der Uni Bremen

Stress an der Universität Bremen: Der Asta macht die politische Gesinnung einer angehenden Grundschullehrerein publik – sie soll klar rechts eingestellt sein.

Der Campus der Universität Bremen. Unbekannte hängten Plakate mit dem Foto der angehenden Grundschullehrerin auf, der eine rechte Gesinnung nachgesagt wird.
Der Campus der Universität Bremen. Unbekannte hängten Plakate mit dem Foto der angehenden Grundschullehrerin auf, der eine rechte Gesinnung nachgesagt wird.

Wie gehen Uni und Behörde damit um, wenn rechts-nationale Studierende in Bildungsberufe gehen? Dürfen Lehrer sich politisch äußern? Diese Fragen stellen sich in Bremen, seit an der Uni der Fall einer Lehramtsstudentin diskutiert wird, die laut der Studierendenvertretung Asta klar rechts eingestellt ist und sich auch politisch betätigt. Der Fall der angehenden Grundschullehrerin wurde durch Flugblätter publik, die Unbekannte auf dem Campus aufhängten. Darauf heißt es über die Studentin, sie habe Kontakte zur NPD und zur völkischen Jugendorganisation „Sturmvogel“, die sich gründete, nachdem die neonazistische Wiking-Jugend 1994 verboten wurde.
Continue reading

Demo: „Vehement & solidarisch – Gemeinsam gegen Antifeminismus, Rassismus & Nationalismus“

Samstag, 7. Juli 2018 | 11 Uhr | Hbf Bremen

Drei Monate ist es in etwa her, dass rechte Aktivist_innen um Sybill de Beur angefangen haben sich wöchentlich auf dem Marktplatz zu treffen. Angelehnt an eine bundesweite rechte Mobilisierung unter dem Motto „Kandel ist Überall“ versuchten die rechten Aktivist_innen, anfangs gemeinsam mit der AfD, ihrer rassistischen Hetze Gehör zu verschaffen. Den Höhepunkt der rechten Mobilisierung soll ein Bremer Frauenmarsch am 7.7. darstellen. An diesem Tag wollen die Rechten durchs Bremer Viertel ziehen. Auch wenn die wöchentlichen Kundgebungen, nicht zuletzt aufgrund der großen Gegenmobilisierung von antifaschistischen, feministischen und antirassistischen Aktivist_innen, zur Farce verkam, nehmen wir den geplanten Aufmarsch ernst. Seit Jahren beobachten wir eine Normalisierung rechter und faschistischer Tendenzen. Was vor einigen Jahren – nach langen emanzipatorischen Kämpfen – zumindest öffentlich nicht gesagt werden konnte, gilt mittlerweile wieder als salonfähig, wenn nicht sogar wahlentscheidend. Wenn es eine Lehre aus den letzten Jahren zu ziehen gilt, dann dass es immer noch schlimmer werden kann. Ein Blick über die Grenzen, beispielsweise nach Österreich oder Italien, bietet ein düsteres Bild aus der Zukunft. Dies ist unsere Ausgangslage und der Grund, weshalb wir uns jedem rechten Aufmarsch in den Weg zu stellen. Vehement & solidarisch!
Continue reading

Rhythms of Resistance (RoR) Bremen proudly present : „Festival der Demokratie“

Mittwoch, 4. Juli 2018 | 18:45 Uhr | Cinema Ostertor

Am 7. und 8. Juli 2017 trafen sich die Regierungsvertreter*innen der EU und der 19 „wichtigsten“ Industrie- und Schwellenländer der Erde in Hamburg. Vor dem Gipfel kündigte Hamburgs Innensenator Andy Grote das G20-Treffen als „Festival der Demokratie“ an. Über 30.000 Polizist*innen waren in der Stadt um das Treffen zu „schützen“. 100.000 Menschen kamen um dagegen zu demonstrieren.
Continue reading

Erneut linke Demo in Bremen-Nord

Unter den Motto „Antifa in die Offensive“ zogen am 16.6 an die 130 Antifaschisten durch Bremen-Farge. Den Stadtteil, in dem sich Nazis in letzter Zeit viel zu wohl fühlen konnten. Und dass dort einige von ihnen wohnen ist spätestens seit der Demo kein Geheimnis mehr. Teils mit Kind und Partner, teils mit Handy filmend, standen immer wieder Kleinstgruppen von Faschos an der Route. Das Filmen brachte wenig, der antifaschistische Block stand stabil und ließ keine Identifikation einzelner Genossen*innen zu.
Der schwarze Demozug ging vom Bahnhof Farge bis zum Bahnhof Kreinsloger an ein bis zwei Lokalen vorbei, in denen Nazis verkehren und an diversen Wohnhäusern der örtlicher Rechten. Mit Parolen wie u.a. „Aufruhr, Wiederstand, Es gibt kein ruhiges Hinterland“ oder „Kein Vergeben, Kein Vergessen, Nazis haben Namen und Adressen“ machten wir unser Anliegen deutlich. Wir wollen keine Nazis in Bremen und sonstwo. Wir werden nicht aufhören, bis die Verfolgung Linker und Migrant*innen stoppt. Bis die Jugend in Bremen eine antifaschistische ist. Continue reading

„Mautpfeiler angezündet“

kopiert von chronik.blackblogs.org

Bremen, 12. Juni 2018

Seid der Einführung der Maut auf Bundesstraßen tauchen überall diese blauen Säulen auf. Für die Erfassung mautpflichtiger Fahrzeuge mit Kameras ausgestattet, vernetzt, satellitengestützt und hergestellt von Jenoptik 600 einem Konzern der dazu im Januar 2017 die britische Firma Essa Technology übernommen hat, ein Unternehmen das auf die Herstellung von Software zur Kennzeichenerfassung spezialisiert ist. Die Überprüfung der Fahrzeuge basiert auf der Erfassung aller Autokennzeichen durch Kameras und dem automatischen Abgleich dieser mit der zentralen Datenbank der Betreiberfirma toll collect. Toll collect selbst legt größen Wert darauf zu versichern, dass die Datenerfassung lediglich dazu dient festzustellen ob Fahrzeuge mautpflichtig sind und wenn ja, ob diese auch ihre Gebühren bezahlt haben. Continue reading

6. & 7. Veranstaltung: Befreiung vom Geld und Eigentum

… und warum das noch lange nicht reicht

>> mehr zur Reihe gibt es [hier].

Mittwoch, 4. Juli 2018 | 19 Uhr | Umsonstladen

Demokratie, Direkte Demokratie oder Anarchie

In unserem Buchprojekt werden ausführlich Demokratie und Direkte Demokratie diskutiert. Beide Ansätze werden als Herrschaftsformen mit relativen Vorteilen gegenüber anderen Herrschaftsformen analysiert. Anders als z.B. die Leute von der Graswurzelrevolution kommen wir zu dem Schluss, dass eine eine anarchistische, herrschaftsfreie Gesellschaft nicht eine bessere Demokratie sondern etwas qualitativ anderes, eben die Anarchie bedeutet. Continue reading

Anarchistisches Sommercamp in Österreich

Ein Experiment gelebter Anarchie
1. bis 8. August 2018

Das A-Camp 2018 richtet sich an alle, die sich in anarchistischen Ideen wiedererkennen oder sich für solche interessieren. Auf der Grundlage von Solidarität, gegenseitiger Hilfe, freier Assoziation und Selbstorganisation soll über eine Woche mit Anarchie(n) experimentiert werden. Gerade in einem sich verschärfenden autoritären Gesellschaftsklima braucht es Versuche in gelebter Praxis Freiheit, Herrschaftslosigkeit und individuelle Autonomie mit Inhalten zu füllen. Genauso werden die eigenen Ideen auf die Probe gestellt, um an diesen Erfahrungen zu wachsen um den Kampf für die Freiheit zu stärken.
Das A-Camp werden Tage gefüllt mit Auseinandersetzung, Diskussionen, praktischen Workshops, Sport, Kreatives und allem, was Leute initiativ einbringen und daraus machen. Dabei steht der Austausch, das gegenseitige Kennenlernen und das Vertiefen von bereits geknüpften Beziehungen im Vordergrund, um Perspektiven und Wege zu finden die Überwindung der bestehenden Ordnung voranzutreiben. Continue reading

SPD Bremen: Mit Volldampf Richtung Mittelalter

Die Bürgerschaft beschloss nach heftiger Fürrede von Bürgermeister Sieling mit Mehrheit von 54 Stimmen die Einführung desReformationstages als gesetzlichem Feiertag. Die evangelische Bremer Kirchenführung ist begeistert: In einer Pressemitteilung des Bremer „Bischofs“, (innerkirchlich Schriftführer genannt) Renke Brahms heißt es: „Aus unserer Sicht sollte dies auch in Bremen der Reformationstag sein, der für die Werte Freiheit und Verantwortung, Emanzipation und Menschenwürde steht.“

Trump könnte bei dieser Verdrehung der geschichtlichen Rolle des Reformationsstifters Martin Luther Pate gestanden haben.

Continue reading