In Vechta und anderswo gegen rechte Gewalt!

Es gibt kein ruhiges Hinterland!

Demo am 09. September 2018 in Vechta

In Vechta ereignete sich in der Nacht vom 25. auf den 26. August ein Angriff eines Rechtsextremen auf einen Antifaschisten. Der Rechtsextremist hielt ihm ein Messer an den Hals und sprach Morddrohungen aus. Was uns besonders schockiert, ist, dass dieser rechtsextreme Vorfall in einem in Vechta von der linken Szene anerkannten Etablissement stattfand. Dieser Angriff stellt den derzeitigen Höhepunkt rechtsextremer Gewalt in Vechta dar. Schmierereien, physische und verbale Provokation sowie Übergriff und jetzt ein gezielter Angriff.

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„Hunderte Menschen demonstrieren in Bremen gegen Rechts“

kopiert von butenunbinnen.de

Rund 650 Menschen sind am Mittwochabend vom Bahnhof zum Marktplatz gezogen // Sie protestierten gegen Rechtsextremismus // Anlass waren die Ausschreitungen in Chemnitz

„Rechten Terror stoppen“: Mehrere hundert Menschen haben unter diesem Motto in der Bremer Innenstadt gegen Rechtspopulismus und Rassismus und für mehr Toleranz demonstriert. Sie riefen die Bremer dazu auf, Ausschreitungen, wie die in Chemnitz, nicht schweigend hinzunehmen. Die Linken hatten die Demo in Bremen kurzfristig angemeldet, auch Vertreter anderer Parteien waren anwesend. Der Demonstrationszug startete am Hauptbahnhof, verlief über den Brill und endete am Marktplatz. Dort fand die Abschlusskundgebung statt. Die Polizei hat die Demo mit 20 Fahrzeugen begleitet. Zwischenfälle gab es keine.

Hintergrund sind die Ereignisse in Chemnitz in den vergangenen Tagen. Nach dem Tod eines Deutschen kam es in der sächsischen Stadt zu Hetzjagden auf Geflüchtete und Menschen mit Migrationshintergrund.

kopiert von butenunbinnen.de

siehe auch
buten & binnen – Demo am Bremer Hauptbahnhof

„Pläne für Polizeigesetz in Bremen abgeschmettert“

kopiert aus dem Weser Kurier

CDU-Entwurf fällt in der Bürgerschaft durch

Die CDU ist mit ihrem Gesetzesentwurf für die Novellierung des Bremischen Polizeigesetzes in der Bürgerschaft klar gescheitert.

Keine Fußfesseln, keine zusätzlichen Videokameras, keine erweiterte Telekommunikationsüberwachung (TKÜ) – das Bremische Polizeigesetz bleibt wie es ist. Nachdem die rot-grüne Regierungskoalition sich im April nicht auf einen gemeinsamen Entwurf für die Novellierung des Gesetzes verständigen konnte, scheiterte am Donnerstag in der Bürgerschaft auch der entsprechende Entwurf der CDU. SPD, Grüne, Linke und FDP versagten dem Gesetzesänderungsantrag ihre Zustimmung. Continue reading

„Opfer rechter Gewalt dürfen bleiben“

kopiert aus der taz

Bremen beschließt Bleiberecht

Angesichts von Pogromstimmung und rechter Gewalt beschließt Bremen, Betroffenen Schutz zu gewähren und plädiert für ein bundesweite Regelung.


Am häufigsten trifft sie jedoch Schutzsuchende, die oft einen prekären Aufenthaltsstatus haben

Mit den Schlägen einer Eisenkette brachten drei Männer einen 20-jährigen Syrer zu Boden und traten auf ihn ein. Davor hatten sie ihn rassistisch beschimpft und ihm mehrfach ins Gesicht geschlagen. Die drei Tatverdächtigen lauerten dem Syrer auf seinem Heimweg am Mittwochabend in Wismar auf. Laut Pressemitteilung der Polizei Rostock erlitt der Mann einen Nasenbeinbruch, Prellungen und musste ins Krankenhaus. Der Staatsschutz ermittelt, weil laut Polizei ein „ausländerfeindlicher Hintergrund“ nicht ausgeschlossen werden könne. Am Donnerstag wurden ein Tatverdächtiger festgenommen. Continue reading

„Timke postete offenbar Chemnitz-Haftbefehl bei Facebook“

kopiert von buten & binnen

Ermittler durchsuchten Jan Timkes Wohnung und beschlagnahmten unter anderem sein Handy // In der Bürgerschaft sitzt er für die Gruppe „Bürger in Wut“, die als rechtspopulistisch gilt // Auf Timkes Facebook-Seite wurden Bilder des Chemnitzer Haftbefehls veröffentlicht

Ermittler durchsuchten am Mittwochabend Privaträume des Politikers Jan Timke aus Bremerhaven und beschlagnahmten sein Handy, einen Computer und ein Tablet. „Das müssen wir jetzt auswerten“, sagte Oberstaatsanwalt Frank Passade am Donnerstag. Auf Timkes Facebook-Seite waren Bilder eines Haftbefehls veröffentlicht worden, den das Amtsgericht Chemnitz erlassen hatte. Dieser richtet sich gegen einen der mutmaßlichen Täter des tödlichen Messerangriffs auf einen 35-Jährigen am Wochenende. Das Posting bei Facebook wurde inzwischen gelöscht.

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OL: Alhambra feiert 40-jähriges Bestehen

Seit 1978 ist das Aktions- und Kommunikationszentrum Alhambra in Oldenburg ein Ort, an dem sich die linke Bewegung organisiert. Zudem bietet es Raum für unkommerzielle Kultur. Die Bedeutung des Alhambra reicht weit über die Stadtgrenzen Oldenburgs hinaus. Dieses Jahr feiert es seinen 40. Geburtstag. Aus diesem Anlass findet vom 20. bis 23.9.2018 ein verlängertes Festwochenende statt. Von Donnerstag bis Sonntag gibt es Kino, Konzerte, politische Workshops, eine Circusgala, einen Tag der offenen Tür und ein Straßenfest mit Hüpfburg. Das genaue Programm kann ab Anfang September der Homepage www.alhambra.de entnommen werden. Wir freuen uns über zahlreiche Besucher_innen.

AfD-Funktionär darf nicht mehr für Radio Bremen arbeiten

kopiert aus dem Weser Kurier

Hinrich Lührssen darf nicht mehr für Radio Bremen arbeiten

Nach seiner Berufung in den AfD-Vorstand darf der Journalist Hinrich Lührssen nicht mehr für Radio Bremen tätig sein. Ein Funktionärsposten sei etwas anderes als ein Parteibuch zu haben, teilte der Sender mit.


Hinrich Lührssen wird zukünftig nicht mehr bei Radio Bremen zu sehen sein

Der Sender Radio Bremen wird TV-Reporter Hinrich Lührssen keine Aufträge mehr geben. Nachdem bekannt geworden war, dass Lührssen in den Landesvorstand der Bremer AfD berufen wurde (wir berichteten), hatte die Rundfunkanstalt den freiberuflichen Journalisten, der neben Radio Bremen bundesweit für TV-Sender wie Stern TV arbeitet, erst zu einem Gespräch gebeten.
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Zusammen nach Chemnitz

Wir laden euch herzlich ein mit uns und hoffentlich vielen anderen Antifaschist*innen nach Chemnitz zu fahren.

Denn Chemnitz hat uns in den letzten Tagen eins gelehrt: wir müssen dagegenhalten. Auch wenn es rassistische Gewalt, Jagdszenen gegen Linke, Homosexuellen und Migrant*innen nicht erst seit Montag und nicht nur in Chemnitz gibt. Wir müssen jetzt in Chemnitz, in Sachsen und bundesweit etwas wichtiges mit Leben füllen: Antifaschistischer Widerstand ist jetzt unsere Pflicht. Erinnern wir uns an den Schwur von Buchenwald: „Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.“ Continue reading

Nazi-Baguettes á la KC

Sänger der Neonazi Band “Kategorie C”, Hannes Ostendorf, betreibt Baguetterie am Bremer Uni-Campus

Die Universität ist ein zentraler Ort multikultureller Begegnung. Ausgerechnet an diesem Ort betreibt der bundesweit bekannte Neonazi und Sänger der Band “Kategorie C”, Hannes Ostendorf, zusammen mit Ehefrau Tanja Ostendorf, seit wenigen Wochen einen Imbisswagen an der HauptKreuzung zum Campus der Universität, Otto-Hahn- und Universitätsallee, direkt am Studierenden-Wohnheim.

Von Mo. – Fr. von ca. 11.30 – 15.00 Uhr, öffnet der unscheinbare Imbisswagen direkt neben einem leeren Verkaufsraum, der zum Gebäude des Betreibers der Studierenden-Wohnheime, The Fizz – International Campus GmbH, gehört. Die Menschen die in den Mittagsstunden an dem Wagen Baguettes essen sind bislang ahnungslos. Wen sie vor sich haben und wohin ihr Geld fließt, erfahren die Gäste selbstverständlich nicht von Tanja Ostendorf. Die als Verkäuferin allein im Wagen steht. Wenn Hannes Ostendorf nachmittags zum Abbauen auftaucht, bemerken Gäste auch nicht die Labels seiner Kleidung, die auf die Nazi-Hooligan-Szene verweisen. Continue reading

Einen „BAMF-Skandal“ hat es nie gegeben

Stellungnahme des Flüchtlingsrates Bremen
Einen „BAMF-Skandal“ hat es nie gegeben –
doch das mediale Kesseltreiben gegen die Rechte von Geflüchteten wird unbeirrt fortgesetzt

Im April fanden die meisten Medien, es sei ein Skandal, wenn verfolgte Menschen als Flüchtlinge anerkannt werden.
Die Vorwürfe bestätigten sich bekanntlich nicht: Im offiziellen Abschlussbericht ist nun zu lesen, dass lediglich 0,9 % der Bescheide lediglich „zu beanstanden“ seien. Die „Affäre“, der „Skandal“ – eine reine Erfindung. Doch der Patient „Skandal“ darf nach Medienansicht einfach nicht entlassen werden, sondern muss mit aller Macht auf der Skandal-Station behalten und mit immer neu erfundenen, falsch- bzw. nicht-recherchierten Stories aufgepäppelt werden.
Nach einem SPIEGEL-Bericht sieht nun auch der Weser-Kurier „Verwicklungen“ des Bremer Verwaltungsgerichts im „neuen Schauplatz der BAMF-Affäre“, das Bremer Regionalmagazin buten un binnen erzählt mit bedeutungsschwangerer Stimme von „Mauscheleien“ und neuen, „ungeheuerlich klingenden“ Vorwürfen. Die ‚Informationen‘ stammen – offensichtlich ungeprüft – aus dritter Hand: Eine „mutmaßliche Richterin“ hatte laut SPIEGEL anonym beim Bundesinnenministerium angerufen.
„Die neuen Vorwürfe sind überhaupt keine,“ erklärt Marc Millies dazu für den Flüchtlingsrat Bremen. „Das Verwaltungsgericht kann einer Behörde sehr gerne und in völligem Einklang mit dem Gesetz mitteilen, dass es in einem oder auch in 337 Fällen die Ansicht der Behörde nicht teilt und voraussichtlich anders entscheiden wird. Gut, wenn das BAMF dem folgt und den Bescheid korrigiert. Das vermeidet der Behörde und dem Gericht Arbeit und den betroffenen Asylsuchenden Wartezeit auf die ihnen zustehenden Rechte.“ Continue reading