Serbischer, kroatischer und bosnischer Nationalismus im Fußball


Das ehemalige Jugoslawien ist auch nach langen Konflikten und der folgenden Aufteilung in einzelne Nationalstaaten immer noch ein Gebiet mit verschiedenen Konfliktlinien, Minderheiten und Gebietsansprüchen. Nationale Identität entlädt sich insbesondere auf den Bühnen des Fußballs – egal, ob auf dem Platz, auf den Rängen oder in der Diaspora.

Erst 2018 gab es hitzige Diskussionen, als das Fußballteam der Männer, das während der Weltmeisterschaft den zweiten Platz erreichte, gemeinsam mit Fans das Lied „Schön bist du“, der Band Thompson sang; Inhalt und Sänger gelten als nationalistisch. Inwiefern in Kroatien, Bosnien und Serbien Heimat und Identität durch Gesänge, Spruchbänder und Choreografien mit den Fussballvereinen verknüpft ist, soll in diesem Vortrag herausgearbeitet werden.

Der Referent Alexander Mennicke lebte eine Zeit lang in Sarajevo und beschäftigt sich wissenschaftlich mit dem Thema.

4. April 2019, 18 Uhr, Lift (Weberstr. 18, 28203 Bremen)

Protest gegen Auftritt von Alexander Tassis am Schulzentrum Walle

Am Schulzentrum Walle haben heute Schüler und Lehrer gegen den Besuch des AfD-Politikers Alexander Tassis demonstriert. Tassis war zu einer politischen Diskussionsrunde geladen worden, an der auch Vertreter von Grüne, Linke, SPD, FDP und CDU teilnahmen.

Schon im Vorfeld gab es Proteste auf Seiten vieler Schüler und Lehrer. Nach ihrer Ansicht hat ein AfD-Politiker an einer offiziellen „Schule gegen Rassismus“ nichts zu suchen. Nach Informationen der Schule haben rund 80 Prozent der Schüler einen Migrationshintergrund.

Schulleiter Matthias Möller hatte sich trotzdem für die Einladung entschieden. Eine Ausladung wäre nicht demokratisch, begründete Möller seine Entscheidung. Alexander Tassis betrat die Schule durch einen Hintereingang. Alle anderen Politiker gingen durch den Haupteingang hinein.

Zucker e.V. vs. AfD Politiker Höns 1:0

In einer Rundmail erklärte der Bremer AfD-Politiker Gerald Höns, dass beim Kulturverein Zucker Straftäter aktiv sind. Vor dem Landgericht Bremen unterlag Höns nun dem Verein.

Die Äußerungen über den Verein Zucker, die der Waller AfD-Beiratspolitiker Gerald Höns unter anderem im April 2018 über einen E-Mail-Verteiler an eine unbekannte Anzahl von Empfängern verschickt hatte, waren rechtswidrig: Das hat am Donnerstag das Landgericht Bremen entschieden. Der AfD-Politiker muss nun die Verfahrenskosten tragen.

Höns hatte nach Ansicht der Richter in der bewusst mehrdeutig formulierten Rundmail impliziert, dass sich unter den Mitgliedern des Kulturvereins Straftäter und Brandstifter befinden – ohne hierfür allerdings konkrete Beweise vorlegen zu können. Dem Vorstand des Zucker e.V., der daraufhin einen Unterlassungsanspruch geltend gemacht hatte, gab die Vorsitzende Richterin nun Recht.

Thesen zum Islamismus

Der Islamismus ist ohne Frage eines der zentralen Themen der Gegenwart. Die journalistische und wissenschaftliche Flut an Interpretationen und Theorien ist kaum noch zu überschauen, lediglich brauchbare materialistische Analysen tauchen wenn überhaupt nur vereinzelt auf. Dies führt, auch unter Linken, nicht selten zu katastrophalen politischen Einschätzungen: Für die einen sind zumindest bestimmte islamistische Gruppierungen Ausdruck eines berechtigten antiimperialistischen Widerstandes, andere wiederum wollen dem Islamismus im Schulterschluss mit Staat und Militär mit „westlichen Werten“ entgegentreten. Beides ist unserer Ansicht nach verfehlt. Darum hat die Gruppe La Banda Vaga aus Freiburg den Versuch unternommen, sich dem Phänomen mit einigen Thesen über die materiellen und historischen Grundlagen des Islamismus sowie zu den daraus resultierenden politischen Konsequenzen anzunähern. Diese Thesen, die sie im neuen Kosmoprolet #5 (https://kosmoprolet.org/de/kosmoprolet-5 ) veröffentlicht hat, würden wir gerne mit euch diskutieren.
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„There is no one dominating segment in the class“

From: Autonom Organisering -A German version will follow-

Sweden is often described as a sort of actually existing capitalist utopia: supposedly equal, progressive, environmental and feminist. In this text, we will show how Swedish society is hardly something to emulate even as we ask what it means to fight in (supposed) welfare capitalism. We will do this through an explanation of our projects and theories in relation to current struggles in Sweden. As we believe this to be the most fruitful way to explain our situation.

We who write this are a small group from the university city Lund, close to Malmö, called Autonom Organisering. We work with issues around feminism, class struggle, theory work and more. We put a great deal of emphasis on our internationalist work as we try to learn and develop a movement beyond and against borders and nation states. We are organized with comrades in Finland, Denmark, Norway and the rest of Sweden within the Autonomous Revolutionary Nordic Alliance (ARNA), which was formed in anticipation of the G20 meeting in Hamburg in 2017.

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„Bis zu 1.500 Bremer demonstrieren für bezahlbaren Wohnraum“

kopiert von butenunbinnen.de

Aktionsbündnis „Menschenrecht auf Wohnen“ rief zu Demo auf // Demonstranten forderten mehr Geld für sozialen Wohnungsbau // Abschlusskundgebung am Marktplatz


Der Protestzug marschierte vom Bahnhof zu einer Kundgebung auf dem Marktplatz.

Bis zu 1.500 Menschen haben in der Bremer Innenstadt gegen steigende Mieten demonstriert. Gegen 11 Uhr versammelten sich nach Schätzungen der Polizei 400 Menschen am Hauptbahnhof. Als der Demonstrationszug mit lauter Musik durch die Stadt zog, kamen mehr und mehr Demonstranten dazu – in der Spitze waren es nach Polizeiangaben 1.500. Das Aktionsbündnis „Menschenrecht auf Wohnen“ hatte zu der Demonstration aufgerufen.

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Handshake mit IB Akteuren

Am vergangenen Samstag in Ritterhude, formierte sich trotz Dauerregens lautstarker Protest gegen ein Treffen völkischer NationalistInnen der AfD. Währenddessen trafen sich AfD Funktionäre mit bekannten Akteuren der “IB“.

Über 400 Demonstrierende sammelten sich nach einem Aufruf des Bremer Bündnis gegen Rechts, auf dem Außengelände des Hamme-Forums. Die AfD Niedersachsen konnte diesmal das Veranstaltungsgebäude für den ganzen Tag anmieten, ohne Widerstand der Gemeinde. 2016 war der Gemeinde noch daran gelegen, die AfD aus ihrer Region fern zu halten und ließ es auf eine Klage ankommen.


Weidel sprach in Ritterhude überwiegend vor ParteifunktionärInnen und deren Anhang. Daneben reisten auch “IB” Akteure zur Unterstützung an. Für Weidel und AfD Niedersachsen kein Problem, ideologisch trennt sie nichts.

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ACHTUNG FEHLER! GdP auf Stadt-für-alle-Demo

Die Gewerkschaft der Polizei demonstriert heute in Bremen für eine Stadt für alle.

Wir wollen hiermit darauf aufmerksam machen, dass die Gewerkschaft der Polizei an der heutigen Demonstration teilnimmt und auf den unauflösbaren Widerspruch dieser Tatsache hinweisen. Wir empfinden dies als blanken Hohn!

Wenn wir heute für eine Stadt für alle, also gegen Zwangsräumungen von Wohnungen, die Vertreibung von Obdachlosen* und Migrant*innen aus dem innerstädtischen Raum, für die Enteignung von Privatinvestor*innen und für die Aneignung von leerstehenden Flächen und Gebäuden demonstrieren, dann ist es absolut absurd und nicht hinnehmbar, dass die Polizei, oder deren Interessenvertretung, mit uns demonstrieren will, weil sie die unmittelbare Instanz ist, die Zwangsräumungen mit Gewalt durchsetzt, rassistische Kontrollen durchführt, Obdachlose* vertreibt, das Privateigentum schützt und unsere Besetzungen verhindert! Wir sind unmittelbar betroffen von dieser Gewalt, denn diejenigen, die sich für eine Stadt für alle einsetzen, sind diejenigen, die von der Polizei angezeigt, geschlagen und in den Knast gesperrt werden!

Wir fordern die die GdP und die Polizei sich von unseren Demonstrationen zu verpissen, weil sie da nichts zu suchen haben. Die Polizei ist die Institution, die uns alle an der Verwirklichung unserer Ziele und Ideen, die wir auf die Strasse tragen, hindert! Sie stehen uns im Weg und nicht zur Seite!!!

Ewiger Hass der Polizei!

(A) //(E)

„Die GDP ist keine mögliche Bündnispartnerin“

Hiermit wollen wir, der Oelhafen, erklären, warum wir zwar auf der Unterstützer*innen-Liste der Demo „Die Stadt muss allen gehören“ stehen, aber nicht daran teilnehmen werden. Unseren Austritt begründen wir damit, dass die Gewerkschaft der Polizei (GDP) nachträglich Teil des Bündnisses geworden ist und diese für uns keine mögliche Bündnispartnerin ist.

Warum wir die Demo „Die Stadt muss allen gehören“ wichtig finden

Zuallererst wollen wir betonen, dass wir diese Demo für notwendig und wichtig halten, da für immer mehr Menschen in den Städten der Raum zum Wohnen und Leben fehlt. Einerseits steigen die Mieten in zentrumsnahen Stadtteilen durch unnötige Schick-Sanierung und Spekulation immer mehr an, während leer stehende Häuser leer bleiben und möglicher Wohnraum dadurch verkommt. Andererseits werden bei dem noch vorhandenen bezahlbaren Wohnraum häufig nötige Instandhaltungsmaßnahmen nicht durchgeführt, was zu prekären Lebensbedingungen führt. Continue reading

„Streit um AfD-Einladung: Schüler lehnen sich gegen Schulleiter auf“

kopiert von butenunbinnen.de

Ein Vertreter der AfD soll an einer Schule in Bremen an einer politischen Diskussionsrunde teilnehmen. Ein Teil der Schüler und auch einige Lehrer sind dagegen.

Ärger an einer Schule ist ja ganz normal: Ein bisschen Stress zwischen Schülern und Lehrern, weil einer mal wieder die Hausaufgaben vergessen hat, weil jemand auf dem Klo geraucht hat: Das ist sozusagen Tagesgeschäft. Dass sich Schüler und Lehrer aber über Politik streiten, das ist schon eher außergewöhnlich. Am Schulzentrum Walle haben sich einige Schüler und ihr Schulleiter ordentlich in die Haare bekommen: Der Schulleiter hat für den kommenden Donnerstag einen Vertreter der AfD eingeladen, zusammen mit Politikern anderer Parteien soll er mit den Schülern diskutieren. Dagegen gibt es Widerstand.

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