Searchlight im November

Was sind Studentenverbindungen und Burschenschaften?

Bunte Kappen auf dem Kopf, bunte Bänder über dem Oberkörper – gewöhnlich fallen Mitglieder von Studentenverbindungen in der Öffentlichkeit durch ihr eigentümliches Outfit auf. Bekannt sind Studentenverbindungen dafür, dass sie Seilschaften bilden und große Mengen an Bier konsumieren. Weniger bekannt sind einige Charakteristika, die in gesellschaftlicher und politischer Perspektive folgenreicher sind. Die meisten Studentenverbindungen sind reine Männerbünde, viele nehmen auch keine Migranten auf, manche zelebrieren durch Zweikämpfe mit scharfen Waffen (Mensuren) ihr antiquiertes Macho-Männerbild – und alle sind sie strukturkonservativ und tendenziell autoritär. Von ihrer Geschichte ganz zu schweigen: Viele Verbindungsstudenten wirkten an der Nazifizierung der deutschen Universitäten mit und bekämpften schon in den 1920er Jahren die noch junge Weimarer Demokratie. Manche von ihnen, insbesondere Burschenschafter, sind heute wieder in der extremen Rechten aktiv und ergreifen Partei für die NPD.

Der Journalist Jörg Kronauer informiert über Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den zahlreichen Arten von Studentenverbindungen in Deutschland, gibt einen kurzen Überblick über ihre Geschichte und beleuchtet die Kontakte zur extremen Rechten.

Donnerstag, 18. November 2010 //20.00 Uhr
Club Courage // Friedensstraße 42 // Münster

Wie immer gilt: Mitglieder der rechten Szene erhalten keinen Zutritt. Farbentragende Verbindungsstudenten ebenso.

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UmsGanze!-Kongress 2010 in Bochum


Das UmsGanze!-Bündnis veranstaltet vom 3. bis zum 5. Dezember einen Kongress mit vielen interessanten ReferentInnen an der Ruhr Uni Bochum. Unter dem Motto „So, wie es ist, bleibt es nicht!“ sind Workshops und Podiumsdiskussionen zur kapitalistischen Arbeit und der aktuellen Krise. Auf einer Sonderseite findet ihr das Programm und alle weiteren notwendigen Infos zum Kongress.

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Extra-Searchlight im November

Die Erfolge der PVV in den Niederlanden

Aus den vorgezogenen Neuwahlen Anfang Juni ging Geert Wilders rechtpopulistische PVV als drittstärkste Kraft hervor. Ihre politische Propaganda richtet sich dabei vornehmlich gegen Menschen muslimischen Glaubens. Höhepunkt dieser Hetze war der von Wilders 2008 produzierte Kurzfilm „Fitna“, der ‚den Islam‘ pauschal als gewalttätig und unterdrückerisch diffamiert.

Die PVV gilt als politischer Nachfolger der „Liste Pim Fortuyn“, die 2002 bereits an der Regierung beteiligt war. Zusammen mit der rechtsliberalen VVD und den Christdemokraten der CDA strebt Wilders nun eine Rechts-Koalition an, zumindest eine Tolerierung scheint möglich.

Tim de Beer ist Mitglied von Antifascistische Actie aus den Niederlanden.

Sonntag, 14. November 2010 // 15.00 Uhr *
Club Courage // Friedensstraße 42 //Münster

* Da dies eine Sonntag-Extra-Veranstaltung ist lädt euch die Jugendantifa Münster hiermit zu ihrem ersten
„Cafè Jam“ – Lasst euch überraschen!

In Kooperation mit: AStA der FH Münster, Naturfreundejugend Münster, Jugendantifa Münster

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Twitter-Newsletter

Unser Twitter-Account wird immer besser angenommen. 400 „Follower“ lesen nun regelmäßig unsere Kurznachrichten. Mittels Twitter bewerben wir Veranstaltungen, verschicken interessante Links und sagen euch, wenn wir unsere Website aktualisiert haben. Wer mitliest, bleibt also immer gut auf dem Laufenden. Alle, die keinen Twitter-Account haben, können auch den RSS-Feed abonieren und bekommen so die Nachrichten direkt in den Internetbrowser.

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Antifaschistische Veranstaltungen

Im Folgenden wollen wir euch eine kurze Übersicht über die vielen interessanten Veranstaltungen geben, die von uns oder unseren Kooperationspartnern im nächsten Monat in Münster laufen:

Fr., 29. Oktober: Fußball vs. Riot Folk Lesung mit Gerd Dembowski
20.00 Uhr: SpecOps, Von-Vincke-Straße in der Reihe Tatort Stadion

So., 31. Oktober: Fußball, Migration und vielfältige Identitäten in Deutschland Vortrag mit Gerd Dembowski
18.00 Uhr: Stadtteilzentrum Lorenz-Süd, Berg-Fidel; in der Reihe Tatort Stadion

Mi., 3. November: Sexismus!? Das ist beim Fußball eben so! Vortrag mit Nicole Selmer
19.00 Uhr: Stadtteilzentrum Lorenz-Süd, Berg-Fidel; in der Reihe Tatort Stadion

Mi., 10. November: Peter Gingold: Paris – Boulevard St. Martin No. 11: Ein jüdischer Antifaschist und Kommunist in der Résistance und der Bundesrepublik Lesung
19.00 Uhr: Kulturkneipe Frauenstraße 24; Veranstalterin: VVN/BdA

So., 14. November: Rechtsruck im Nachbarland. Der Erfolg der PVV in den Niederlanden Votrag mit Tim de Beer
15.00 Uhr: Club Courage, Friedensstraße 42; in der Reihe Searchlight

Di., 16. November: Welcome to Kanakistan Votrag mit Mona El Omari
19.30 Uhr: Club Courage, Friedensstraße 42; in der VeranstaltungsReihe des FH AStAs

Do., 18. November: Was sind Burschenschaften und Studentenverbindungen? Votrag mit Jörg Kronauer
20.00 Uhr: Club Courage, Friedensstraße 42; in der Reihe Searchlight

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Antifa-Konzert in Hamm

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Ahlen/Hamm: Antifa Action Week


hamm

Neonazis wollen am 22. und 23. Oktober in Ahlen und Hamm aufmarschieren. Während in Ahlen nur eine Nazikundgebung stattfinden soll, wollen die Neonazis in Hamm einen Aufmarsch durchführen. Dagegen formiert sich Widerstand. Lokale AntifaschistInnen rufen zu einer Antifa Action Week auf, die neben Aktionen gegen den Aufmarsch auch ein Antifa-Soli-Konzert beinhaltet. Mehr Infos auf der Internetseite der Antifa Hamm und beim Bündnis „Naziaufmarsch entgegentreten“.

Infoveranstaltung in Münster

Donnerstag, 21.10.2010 // 19.30 Uhr
Club Courage // Friedensstraße 42

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Ausstellung „Tatort Stadion 2″ beginnt am Montag


Am Montag, den 18. Oktober öffnet die Ausstellung „Tatort Stadion 2 – Fußball und Diskriminierung“ ihre Türen im Stadtteilhaus Lorenz-Süd in Berg Fidel. Die Ausstellung wurde auf Initiative der Deviants Ultras Preußen Münster und in Zusammenarbeit mit der Antifaschistischen Bildungsinitiative Münsterland und dem AStA der FH, nach Münster geholt. In den 3 Ausstellungswochen gibt es ein umfangreiches Begleitprogramm mit Lesungen, Vorträgen und einer Podiumsdiskussion. Die Ausstellung ist täglich von 15 bis 19 Uhr zu sehen.

Die Eröffnungs-Gala findet am Montag, den 18. Oktober um 19.00 Uhr im Lorenz-Süd statt.
Viele weitere Informationen gibt es auf einer Sonderseite.

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Impressionen der Nachttanzdemo

Über 500 Menschen beteiligten sich am 2. Oktober an der ersten Nachttanzdemo in Münster. Mehr Fotos gibt es auf der Sonderseite.

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Searchlight im Oktober


Am 3. August 2009 wurde eine 45-jährige alleinerziehende Mutter im nordostungarischen Ort Kisleta von Neonazis erschossen. Der Grund: Sie war Roma. Bei Angriffen auf Roma starben in den letzten Jahren mindestens acht Menschen. Schlagzeilen machte in diesem Zusammenhang auch die „Ungarische Garde“, eine paramilitärische Organisation, die stark an die deutsche SA erinnert. Die Angriffe und die „Garde“ sind Ausdruck eines immer stärker werdenden Rechtstrends, der seinen vorläufigen Höhepunkt bei den Parlamentswahlen in diesem Jahr fand. Die extrem rechte Partei „Jobbik“ erhielt 16,7 Prozent der abgegebenen Stimmen, obwohl bzw. weil sie revanchistische Ziele wie ein „Großungarn“ verfolgt und sich gegen Roma und das „jüdische Kapital“ stellt. „Jobbik“ gilt als der parlamentarische Arm der „Garde“. Ihre Positionen sprechen in Ungarn Mehrheiten an. Nach Umfragen meinen zwei Drittel der erwachsenen Bevölkerung, dass Juden in der Geschäftswelt in Ungarn zu mächtig seien. Auch der Wahlsieger 2010, die rechtskonservative „Fidesz“-Partei, bediente sich teilweise antisemitischer Stereotype, setzte aber vor allem auf nationalistische Parolen bei der Mobilisierung ihrer Wählerinnen und Wähler. An der Regierung versucht sie nun, das Land nach ihren Vorstellungen umzuformen.

Magdalena Marsovszky ist Kulturwissenschaftlerin aus Budapest und setzt sich seit einigen Jahren mit dem anwachsenden Antisemitismus in Ungarn und dem gesellschaftlichen Rechtstrend kritisch auseinander.

Donnerstag, 14. Oktober 2010 // 20.00 Uhr
Fachbereich Sozialwesen der FH //Hüfferstift
Hüfferstraße 27 // Raum 0.44

Die Veranstaltung ist Teil einer Vortragsreihe. Termine in anderen Städten in NRW, RLP und Hessen findet ihr hier (pdf).

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