Di, 26.11.2013: KüffA in der L50 – mit Film Voices of Transition!

poster des filmes: ein großer baum mit verschiedenen häuschen und gärten und pflanzen drauf und ein paar andere bäumchen und eine person mit roten bäckchen, die sich darüber freutDie nächste Küche für fast Alle findet diesmal in der Lassallestraße 50 aka L50 (http://l50.wohnopolis.de) statt. Essen gibt es diesmal schon um 19.00 Uhr. Und danach präsentiert Biko den Film Voices of Transition: Ein außergewöhnliches Filmprojekt über innovative Wege aus der sich heute zuspitzenden Ernährungskrise. Er soll der weltweiten Energiewende-Bewegung als Inspirationsquelle dienen und möglichst viele Menschen zum Handeln animieren… hier und jetzt! Der Dokumentarfilm befasst sich mit dem agrarökologischen Wandel, wie man den Herausforderungen von Klimawandel, knappen Ressourcen und drohenden Hungersnöten mit radikal neuen Wegen begegnen kann — und zwar derart, dass sich ungeahnte Chancen auftun. Lösungen wie das Integrieren von Bäumen in Ackerkulturen oder Urban Farming zeigen, dass Not erfinderisch macht, aber auch, wie Zukunftsfähigkeit Spaß machen kann! Der Film will über die im Film gezeigten Problematiken aufklären, zu Diskussionen anregen und für die Alternativen begeistern.
Eine Veranstaltung des BiKo in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung.
Allergiehinweis: Wenn Ihr zur KüffA kommen wollt Continue reading

Montag, 25.11.2013, 20:00 Uhr im veto:Einführung in das Konzept des nachhaltigen Aktivismus

Vortrag mit anschließender Debatte mit Timo Luthmann
bild einer katze. sie liegt auf dem rücken.Kampf gegen den Klimawandel, Rassismus oder das Patriarchat stresst. Hinzu kommen Konflikte in der eigenen Gruppe, prekäre Le­bensverhältnisse, etc. Die negativen Folgen: Burnouts, Depressionen oder der Rückzug ins Private. Da aber sozialer und ökologischer Wan­del eher einem Marathon als einem Sprint gleicht, sind gerade im krisenhaften Kapitalis­mus langfristige Konzepte gefragt! In diesem Zusammenhang wollen wir ergrün­den, wie ein wirklich nachhaltiger Aktivismus aussehen könnte. Gehört Burnout zu einer Akti­vist_innenbiografie und was ist das eigentlich? Und mit welchen Strategien können wir individu­ell wie kollektiv widerstandsfähiger werden und einen nachhaltigen Aktivismus entwickeln, der nicht nur rein funktional gedacht ist, sondern das gute Leben spürbar werden lässt?
Eine Veranstaltung des BiKo in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Fr, 8.11., 20 Uhr: Film & Vortrag zur libertären Revolution in der Ukraine

Die FAU Thü­rin­gen / Er­furt prä­sen­tiert:
Film & Vortrag mit Roman Danyluk über Die libertäre Revolution 1917 bis 1921 in der Ukraine
Der Dokumentarfilm Nestor Machno – Bauer und Anarchist (ca. 60 Min.) über den ukrainischen Partisanenführer in der Revolution 1917 bis 1921 zeichnet die Entwicklung von den ersten revolutionären Erhebungen 1905/06, über die bäuerliche Aufstandsbewegung für eine anarcho-kommunistische Gesellschaft während der großen Oktoberrevolution 1917/18 bis zur Zerschlagung dieser autonomen Bewegung durch die Bolschewiki, nach. Der Film ist gleichzeitig ein Porträt Nestor Machnos, jenes bäuerlich-anarchistischen Revolutionärs, der trotz vielfältiger Verleumdungen seitens der Sowjetbehörden noch heute in Teilen der Bevölkerung der Ukraine so etwas wie ein moderner Robin Hood ist.
Einleitend referiert Roman Danyluk, der Autor des Buches Freiheit und Gerechtigkeit – Die Geschichte der Ukraine aus libertärer Sicht (Edition AV, Lich 2010), über die sozialrevolutionären Bewegungen und Ereignisse in den Jahrhunderten vor der Oktoberrevolution. Diese führten dazu, dass sich im Süden und Osten der Ukraine in den Jahren 1917 bis 1921 eine libertäre Gesellschaft entwickeln konnte, die ohne Zweifel als eine emanzipatorische Alternative zur Sowjetherrschaft bezeichnet werden kann. Im Vortrag wird deswegen der freiheitlich-progressiven Spur in der ukrainischen Geschichte nachgegangen. Diese führt von den egalitär-freiheitlichen Kosakengemeinschaften, über die antifeudale Bewegung der Hajdamaken im 18. Jahrhundert und den sozialrevolutionären Gruppen der Narodniki des Zarenreichs, schließlich zur Entstehung aller modernen sozialistischen Strömungen innerhalb der Ukraine: Sozialdemokratie, Kommunismus, Anarchismus.

Die Ver­an­stal­tun­g fin­det einen Tag frü­her auch in Jena im Frei(t)raum (Uni, Carl-​Zeiss-​Stra­ße 3 beim Stura) statt. Dort or­ga­ni­siert vom An­ar­chis­ti­schen Le­se­kreis.

Di, 5.11., 20 Uhr: Lesung des Dichters Hans Marchetto

Die FAU Thüringen / Erfurt präsentiert:
Hans Marchetto im „großen Kanton“ – Black Cat Blues und an­de­re Ge­dich­te

ein bild des buches, in verschwommenen schwarz-weiß liegen da rostige ketten und nägel herumIn der Sammlung von Gedichten mit dem Titel “black cat blues” beschreibt Hans Marchetto nüchtern, ohne jeglichen Pathos, die kleinen Momente. Es sind Zeugen eines unangepassten Lebens, sie wettern gegen Chefs, rufen auf zu Streik und Sabotage und sprechen von der Mühsal, mit wenig Geld durch das Leben zu kommen.

Er erzählt Autobiographisches nach, lakonisch, kurz, ohne Wertung: seine Kindheit in Winterthur, seine Arbeit für die Gewerkschaft, seine Erfahrungen als Maler, auf dem Bau. Wenn Joe Hill wieder auftaucht, wenn die schwarze Katze der Anarchie durch die Nacht zieht, wenn dem arroganten Vorarbeiter mit Bauschaum der Auspuff verstopft wird, dann sind das die kleinen Momente, die vielleicht nicht den Ausweg aus dem monotonen Arbeitsleben, aber zumindest ein grimmiges Lächeln erlauben. Es sind Gedichte, die den Augenblick festhalten, die Flüchtigkeit des Moments, ohne dass sie sich reimen würden. Es sind Gedichte aus der mündlichen Sprache geschöpft: Erzähltes, Erfahrenes, bei denen ein Unterton von Bitterkeit mitschwingt, eine harte, trockene Kürze, die sich dem Publikum weder aufdrängt, noch anbiedern möchte. Es ist so, wie es ist, dieses Leben.

Die Veranstaltung findet einen Tag früher auch in Jena im Frei(t)raum (Uni, Carl-Zeiss-Straße 3 beim Stura) statt. Dort organisiert vom Anarchistischen Lesekreis.

Fr 18.10., 18 Uhr: Infoveranstaltung „In die Offensive!“ – Demo in Burg

Gezielte Angriffe organisierter Nazis und Nazi-Hools sowie Einschüchterungsversuche in Form von Bedrohungen und Sachbeschädigungen; dazu Gerichtsverfahren, Haftstrafen, willkürliche Personenkontrollen, Observationen und Hausdurchsuchungen: Dem sind AntifaschistInnen in den letzten Monaten in Burg (Sachsen-Anhalt) ausgesetzt, einer Stadt mit gerade einmal 23.000 EinwohnerInnen. Diese Mischung aus Naziterror auf der einen und die staatliche Repression auf der anderen Seite macht es antifaschistischen Strukturen vor Ort nicht nur schwer, weiterhin ihre Arbeit durchzuführen, sondern ist, wie man es in diesem Jahr schon oft sehen konnte, sehr gefährlich. Um nicht wie beispielsweise Delitzsch (Sachsen) oder viele andere Kleinstädte zu enden, in denen Nazis ungestört handeln können und die einen Angstraum darstellen für AntifaschistInnen, MigrantInnen und alle anderen Menschen, die nicht in das Weltbild der Nazis passen, ist es an der Zeit, in die Offensive zu gehen und Schluss mit Naziterror und Repression zu machen.

Im Vorfeld der Demonstration wird es in Erfurt eine Infoveranstaltung mit ReferentInnen aus Burg geben. Diese werden mit der Veranstaltung kurz auf die Nazistrukturen und deren Aktivitäten eingehen. Schwerpunkt wird allerdings die derzeitige staatliche Repression gegen antifaschistische Strukturen sein.