„Störungsfrei“

kopiert von afdwatchbremen.com

Am vergangenen Donnerstag wurde es für die AfD ungemütlich im Saal des Waller Beirates. Gerufen hatte die Abgeordnete der Bremer Grünen, Kai Wargalla. Der Beirat solle nicht den Störungen der AfD überlassen werden und alle seien aufgerufen sich im Beirat zu versammeln, um dem Treiben der AfD, im Sinne der Online-Kampagne #wirsindmehr, im Beirat entgegenzutreten. So die Grüne Abgeordnete in ihren Social-Media Kreisen.

Gesagt, getan. Der Saal war voll. Sehr zum Unmut der sonst stets feixenden und Beirat wie Gäste störenden “Jungen Alternative“. In Person Robert Teske und Anhang. Den zuletzt als Regionalleiter der “Identitären” (IB) Niedersachsen aktive Jonas Schick, hatte Teske diesmal zu Hause gelassen. Der kommt mit VS Überwachung gerade nicht so gut. Dafür tauchte auf Knopfdruck Jens Schaefer auf. Continue reading →

„Konkurrenzkampf am rechten Rand verschärft sich in Bremen“

kopiert aus dem Weser Kurier

Bürger in Wut und AfD zielen in Bremen auf ein ähnliches Wählerreservoir. Nach dem Übertritt eines BIW-Beiratspolitikers zur AfD wird der Ton zwischen den Konkurrenten am rechten Flügel rauer.


Der Bremer-AfD-Chef Frank Magnitz sieht in BIW ein Auslaufmodell.

Acht Monate vor der Bürgerschaftswahl wird im rechten Lager offenbar zunehmend verbissen um die bessere Ausgangsposition für den Urnengang gerungen. Wie berichtet, ist das Blumenthaler Beiratsmitglied Mark Runge am Mittwoch von der Wählervereinigung Bürger in Wut (BIW) zur Alternative für Deutschland (AfD) übergetreten. Sein Mandat im Ortsparlament gibt er an die BIW zurück, was allerdings nicht viel heißen will, denn die Bürger in Wut verfügen dort nicht über Nachrücker. Die Protestbewegung, die bei der Kommunalwahl 2015 in Blumenthal mehr als 18 Prozent und damit drei Sitze im Beirat errungen hatte, war bereits durch zwei Mandatsverzichte geschwächt und wird künftig nach Runges Ausscheiden gar nicht mehr im Beirat vertreten sein. Continue reading

swb-Marathon: Fit für den Kohleausstieg

Die Geschehnisse im Hambacher Forst zeigen deutlich den Irrsinn der großen Energieerzeuger. Weniger sichtbar ist, dass auch in Bremen Kohle verbrannt wird, hauptsächlich durch die swb, Tochtergesellschaft von EWE. Die Steinkohle stammt aus Russland, Südamerika und den USA, trotzdem wirbt der Konzern mit Slogans wie 100% Strom von hier. Während 88% des swb Stroms aus Kohle stammen und insgesamt 30% der Bremer CO2-Emissionen verursachen, wissen viele Bremer/innen gar nicht, dass es überhaupt Kohlekraftwerke in Bremen gibt. Das soll sich ändern.

Gleichzeitig soll bekannter werden, dass dem BUND Abschaltplan zu Folge zwei der drei Bremer Kohlekrafwerke bis 2020 abgeschaltet werden, ohne die Versorgungssicherheit zu gefährden.

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Ölhafen besetzt Unruh

Pressemitteilung zum Umzug der Wagencrew Ølhafen
25.09.2018

Heute am Dienstag den 25.09.2018 haben wir, die Wagencrew Ølhafen die brachliegende Fläche neben der alten Unruh-Spedition in der Bremer Neustadt mit Bauwagen und Wohn-LKWs besetzt.

Wie bereits Aktivist*innen vor 6 Jahren wagen wir den Schritt, diesen Ort zu besetzen. Dieses Gelände liegt seit Jahren brach und freut sich nun, von uns mit neuem Leben gefüllt zu werden.

Nach dem Motto bunt statt vermummt begleiten uns einige Menschen bei dem Vorhaben einen gemeinschaftlich aufgebauten, öffentlich zugänglichen Freiraum zu schaffen. Continue reading

„Klare Kante gegen die AfD“

kopiert aus der taz

Werder Bremens Präsident und Vorstandsmitglied Hubertus Hess-Grunwald findet, dass es ein Widerspruch ist, die AfD zu wählen und Werder gut zu finden.


Hat sich in der Debatte um die AfD positioniert: Werder-Vorstand Hubertus Hess-Grunewald

Normalerweise hat es Hubertus Hess-Grunwald nicht so leicht, Schlagzeilen zu machen. Im Gegensatz zu seinen beiden Kollegen im Vorstand von Werder Bremen: Wenn Finanzchef Klaus Filbry die neuen Zahlen vorstellt, wenn Sportchef Frank Baumann einen neuen Spieler präsentiert, geht es ums Kerngeschäft. Der 1960 in Varel geborene Rechtsanwalt Hess-Grunewald ist als Präsident des Gesamtvereins Mitglied in der Geschäftsführung und vertritt dort eher unspektakuläre Themen: neben den anderen Sparten des Vereins unter anderem die Corporate Social Responsibility. Continue reading

Scheiss Kiwarei*

* = Scheiss Bullerei (österr.)

Aus Bremen schicken wir solidarische Grüße an unseren Freund der in Untersuchungshaft in der Justizanstalt Puch bei Salzburg sitzt. Und an alle die im Rahmen der Gipfelproteste von Repression betroffen sind.

Am 20. September 2018 fand in Salzburg ein Treffen der EU-Staats- und Regierungschef*innen statt. Bei den Protesten dagegen wurden etliche Festgenommen und von der Polizei verletzt. Einer unser Freunde sitzt immer noch – für Ihn wurde Untersuchungshaft für mindestens die nächsten 14 Tage verhängt.

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HART BACKBORD! Deutschland ist keine Alternative!

Demo am 3.10.18 in Hamburg

Auch an diesem 03. Oktober, dem „Tag der deutschen Einheit“, werden Staat, Parteien und Medien wieder betonen, was Deutschland doch für ein tolles und weltoffenes Land sei. Eine Behauptung, die zynischer nicht sein könnte angesichts der tausenden Toten im Mittelmeer, die auch Deutschland mit zu verantworten hat, der täglichen rassistischen Übergriffe und einer Gesellschaft die auf kapitalistischer Ausbeutung und Unterdrückung aufgebaut ist.

Was soll denn da gefeiert werden? Der völkische Mob? Hunderte rassistische Morde seit 1990? Die Militarisierung der Innenpolitik? Continue reading

Film & Publikumsgespräch: „Revenir/Rückkehr“

Revenir/Rückkehr – eineautobiographische Dokumentation entlang der westafrikanischen Migrationsroute

Dienstag, 2. Oktober 2018 | 19 Uhr | Kukoon

2004 musste Kumut Imesh vor dem Bürgerkrieg in der Elfenbeinküste fliehen. Er nahm den Weg über Westafrika und die Wüste bis nach Marokko, von dort gelangte er nach Frankreich. Der Film REVENIR begleitet Kumut Imesh zurück auf den afrikanischen Kontinent. Ermöchte die Geschichte seiner Flucht noch einmal nachvollziehen – dieses Mal mit einer Kamera in der Hand. Er dokumentiert seine eigene
Reise – sowohl als Protagonist wie auch als Kameramann,und erzählt die Geschichte so aus zwei Perspektiven. Ein Film über das Filmemachen unter widrigsten Bedingungen, der intime und authentische Einblicke in die Fluchtgeschichte von Kumut Imesh gibt – auch dazu, was es bedeutet, als politischer Flüchtling sein bisheriges Leben aufgegeben zu haben und nicht mehr sicher zu sein.Zugleich erzählt REVENIR von dem Kampf vieler Menschen für Freiheit und Würde auf einer der gefährlichsten Flucht- und Migrationsrouten der Welt. Anschließend Publikumsgespräch mit den beiden Filmemachern.

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VA: „Migration, Fluchtursachen und die demokratische Frage.“

Werkstattgespräch zu Mali und Togo mit Alassane Dicko (Bamako/Mali) und Adjovi Boconvi (Dortmund)

Montag,1. Oktober 2018 | 19 Uhr | Bonbonfabrik

Seit August 2017 finden in dem westafrikanischen Land Togo immer wieder Massenproteste statt. Die Menschen fordern den sofortigen Rücktritt von Präsident Faure Gnassingbé, der 2005 nach manipulierten Wahlen die Macht von seinem (1968 per Putsch ins Amt gelangten) Vater übernommen hat. Ganz anders in Mali: Dort haben im Juli und August 2018 halbwegs freie Präsidentschaftswahlen stattgefunden. Dennoch gibt es auch hier ein riesiges Demokratiedefizit: Gerade mal 30 Prozent aller Wahlberechtigten sind überhaupt zur Wahl gegangen – nicht wenige, weil sie von einzelnen Kandidat_innen mit kleinen Geldgeschenken oder einer Mahlzeit “geködert” wurden. Continue reading