Update zu den Gefährt*innen im Parkbankprozess

+++Kundgebung vorm Knast, Entwicklungen im Prozess und Ankündigung der Vorabenddemo zur Urteilsverkündung+++

Wir wollen euch mit den folgenden Zeilen über die Entwicklungen im Prozess gegen die drei Anarchist*innen informieren, die seit Anfang Juli vergangenen Jahres in Hamburg wegen angeblicher Verabredung zur Brandstiftung vor Gericht stehen.

Aber zu aller erst wollen wir uns über die schöne, kraftvolle Knastkundgebung vom 04.10. vor dem U-Knast Holstenglacis freuen. Es gab viel Kommunikation mit Gefangenen an den Fenstern und wir hoffen mit Redebeiträgen und Musik etwas Lebensfreude und viel Solidarität über die Knastmauern geschickt zu haben.

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Feuer und Flamme dem Patriarchat!

Die Dete bleibt! Und wenn es nicht die Dete ist wird es einen anderen FLINTA* safe space auf unbefristete Zeit geben. Das ist der Erfolg unserer Straßenbesetzung!

Die Besetzung geht auf dem Gehweg weiter und braucht weiterhin ganz viel Support! Die Barrikaden haben nicht gebrannt, aber wir brennen weiter! Für FLINTA*-Räume, für die Dete.

Auch wenn die Straße wieder frei ist, haben wir gezeigt, was FLINTA*-Menschen und ihre Unterstützer*innen erreichen können. Und das geht auch nochmal!
Wir stellen uns gegen Immobilienspekulanten wie Bremermann und ihre ekelhafte kapitalistische Wohnungspolitik! Wir werden geile Sachen starten, doch dafür sind nur wir und nicht Bremermann verantwortlich.
Und damit wir das aufbauen können, laden wir Mittwoch ab 18:00 Uhr alle FLINTA* mit Plänen, Ideen und Träumen ein, die Bock haben mitzugestalten!
Damit wir durchhalten, gibt es ein 12:00 Uhr Plenum für
Supportstrukturen (all gender) – kommt alle vorbei! Ihr seid wichtig!

Feuer und Flamme dem Patriarchat – Freiräume für FLINTA* überall!

taz: Investor bietet Zwischennutzung an
taz: „Für Radikalität verurteilt“

Einweihung des Gedenkortes für Mohamed Idrissi

Mohamed Idrissi wurde am 18.06.2020 von der Bremer Polizei ermordet

Kundgebung
Donnerstag, 15. Oktober 2020 | 17.30 Uhr | Sedanplatz (HB-Vegesack)

Am 18. Juni 2020 wurde Mohamed Idrissi (54) vor seiner Wohnung in Gröpelingen von Polizist*innen erschossen. Mohamed lebte seit vielen Jahren in Gröpelingen. Nachbar*innen beschreiben ihn als freundlich und herzlich vor allem im Kontakt zu Kindern. Aufgrund einer psychischen Erkrankung litt er unter vielen Ängsten.
Eine seiner größten Ängste war es, getötet zu werden. Um sich vor möglichen Verfolgern zu schützen, hat Mohamed Idrissi sich angewöhnt, seine Wohnung regelmäßig gründlich zu putzen. Am 18.06.2020 sind Mitarbeiter*innen der Wohnungsbaugesellschaft ESPABAU, bei der Mohamed eine Wohnung gemietet hatte, zu ihm nach Hause gekommen. Continue reading

Aktuelles zur Dete-Besetzung

Die anarchistischen FLINTA*Gruppe Rosarote Zora hält seit seit Freitag, 16 Uhr, das ehemalige Möbelhaus „Deters“ bzw. Kulturzentrum „Dete“ in der Lahnstr. 63 besetzt.
Am Samstagabend, gegen 21 Uhr, kam eine Spontandemonstration mit mehr als 50 Leuten und einer aus FLINTA* bestehenden ersten Reihe an der Dete an.

Wie ihr unterstützen könnt:
– große Leiter ( ~ 3m )
– Küfa ( aktuell gibt es keine Küfa für heute )
– Pavillion ( Seitenwände wären top -> Regenschutz)
– Feuerholz
– Feuertonnen
– Planen
– Besteck, Geschirr, Tassen (Einweg geht auch, weil Covid-19)
– Sofa
– Tische, Stühle, Kissen
– aufgefüllte Wärmeflaschen
– Heißgetränke (!)

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„Prügelei nach ‚Nazis raus!‘-Rufen“

kopiert aus der Bullenpresse

Nachdem drei Personen in der Nacht zu Sonntag in der Bremer Altstadt lautstark antifaschistische Parolen riefen, kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen der Gruppe und einem Passanten. Ein 39-Jähriger wurde dabei leicht verletzt.

Die drei Männer fuhren nachts mit ihren Fahrrädern durch die Sögestraße und riefen dabei laut „Nazis raus!“. Ein Ehepaar fühlte sich dadurch gestört und äußerte sich dementsprechend gegenüber dem Trio. Continue reading

Höckes feuchter Traum

kopiert von afdwatchbremen.com

Bahnhofskioske wie “Press & Books“, ermöglichen durch das Angebot extrem rechter Medien, die Normalisierung von Rechtsextremismus.

Zwischen Satire-Zeitschriften und der Jüdischen Allgemeinen, Magazine extrem rechter Verlage? Neonazistische Propaganda der NPD, auf Augenhöhe mit Süddeutsche und FAZ? Das was in den 90er Jahren für extrem rechte Netzwerke undenkbar war, ist inzwischen Normalität. Wer diese Normalität herstellt? Hunderte Bahnhofskioske, in den Händen einer Schweizer Aktiengesellschaft.

Wer glaubt, extrem rechte und neonazistische Printmedien aus Netzwerken der NPD, AfD und “Identitärer Bewegung (IB)“, sind im öffentlichen Raum schwer zu finden, irrt. Gleich drei Geschäfte der Buchhandels-Kette “Press & Books“, im Bremer Hauptbahnhof, bieten eine breite Auswahl von Magazinen extrem rechter Verlage. Inzwischen ist der massenhafte Verkauf derartige Magazine an zentralen und gut besuchten Spots der Innenstädte, bundesweit Normalität. In allen größeren Bahnhöfen und Flughäfen der Republik, hat das Unternehmen Filialen angesiedelt. Continue reading →

„Der Mythos der sauberen Baumwolle“

kopiert aus der taz

Mit rhetorischen Tricks kontert die Bremer Baumwollbörse Rassismus-Vorwürfe. Die eigene Rolle bei der Versklavung wird am World Cotton Day ignoriert.

Der Sklaverei ein Denkmal: Die Baumwollbörse hat eine aussagekräftige Fassade

Zum zweiten Mal veranstaltet die World Trade Organisation zusammen mit Partnern aus Handel und Industrie am 7. Oktober den internationalen World Cotton Day, und auch dieses Mal ist die Bremer Baumwollbörse beteiligt. Das Ziel dieser Veranstaltung wird auf der entsprechenden Website deutlich benannt: Es geht darum, dem schlechten Ruf der Baumwollindustrie und -produktion als umweltschädigend und ausbeuterisch durch eine massive proaktive Werbe- und Informationskampagne entgegenzutreten und die wirtschaftliche Nützlichkeit, soziale Verträglichkeit und ökologische Unbedenklichkeit der Baumwolle zu behaupten, um neue Kundenschichten und Investoren zu gewinnen. Continue reading

Geplante Naziaufmärsche in Bremen

Neonazis der Partei “Die Rechte” am 03.10.2020 in Braunschweig mit einem Informationsstand. Die militante Kleinstpartei fällt immer wieder mit Anschlägen und Angriffen auf. Bild: Recherche Nord

Laut Mitteilung der neonazistische Partei “Die Rechte Braunschweig“, plant diese am 24. Oktober, 14 Uhr, einen Aufmarsch am Bremer Bahnhofsvorplatz, mit dem Titel “Kein Verbot für schwarz-weiß-rot“, gegen das Verbot von Reichsfahnen. Die militante Kleinstpartei fällt vor allem mit Überfällen und Einschüchterungsversuchen gegen MigrantInnen, Andersdenkende und PressevertreterInnen auf.

Neben dem Aufmarsch von “Die Rechte“, am 24.10., plant auch die neonazistische NPD einen Aufmarsch am 17. Oktober, 12 Uhr, mit dem gleichen Thema in Bremerhaven. So soll die Kundgebung der NPD auf dem Theodor-Heuss-Platz stattfinden. Der antifaschistische Protest gegenüberliegend vor dem Stadttheater. “Die Rechte” aus Braunschweig kündigt zudem an, sie wolle zur Unterstützung der NPD, am 17. Oktober auch in Bremerhaven aufmarschieren. Continue reading

Berlin: Statement zur Verteidigung der Liebig34

Berlin. Erklärung, die während der Pressekonferenz von Liebig 34 am 6. Oktober verlesen wurde, bei der ein Vertreterin des Kollektivs vor laufenden Kameras in Gewahrsam genommen wurde.

In den vergangenen Jahren und vor allem Wochen wurden viele Sachen über die Liebig 34, das anarcha queer feministische Eckhaus an der Liebigstraße mit 30 Jahren Kollektivgeschichte, gesagt, berichtet, gemutmaßt. Jetzt, kurz vor dem offiziellen Räumungsversuch, werden wir selbst noch mal ein paar Sachen sagen.

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