„Opfer rechter Gewalt dürfen bleiben“

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Bremen beschließt Bleiberecht

Angesichts von Pogromstimmung und rechter Gewalt beschließt Bremen, Betroffenen Schutz zu gewähren und plädiert für ein bundesweite Regelung.


Am häufigsten trifft sie jedoch Schutzsuchende, die oft einen prekären Aufenthaltsstatus haben

Mit den Schlägen einer Eisenkette brachten drei Männer einen 20-jährigen Syrer zu Boden und traten auf ihn ein. Davor hatten sie ihn rassistisch beschimpft und ihm mehrfach ins Gesicht geschlagen. Die drei Tatverdächtigen lauerten dem Syrer auf seinem Heimweg am Mittwochabend in Wismar auf. Laut Pressemitteilung der Polizei Rostock erlitt der Mann einen Nasenbeinbruch, Prellungen und musste ins Krankenhaus. Der Staatsschutz ermittelt, weil laut Polizei ein „ausländerfeindlicher Hintergrund“ nicht ausgeschlossen werden könne. Am Donnerstag wurden ein Tatverdächtiger festgenommen. Continue reading

„Timke postete offenbar Chemnitz-Haftbefehl bei Facebook“

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Ermittler durchsuchten Jan Timkes Wohnung und beschlagnahmten unter anderem sein Handy // In der Bürgerschaft sitzt er für die Gruppe „Bürger in Wut“, die als rechtspopulistisch gilt // Auf Timkes Facebook-Seite wurden Bilder des Chemnitzer Haftbefehls veröffentlicht

Ermittler durchsuchten am Mittwochabend Privaträume des Politikers Jan Timke aus Bremerhaven und beschlagnahmten sein Handy, einen Computer und ein Tablet. „Das müssen wir jetzt auswerten“, sagte Oberstaatsanwalt Frank Passade am Donnerstag. Auf Timkes Facebook-Seite waren Bilder eines Haftbefehls veröffentlicht worden, den das Amtsgericht Chemnitz erlassen hatte. Dieser richtet sich gegen einen der mutmaßlichen Täter des tödlichen Messerangriffs auf einen 35-Jährigen am Wochenende. Das Posting bei Facebook wurde inzwischen gelöscht.

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AfD-Funktionär darf nicht mehr für Radio Bremen arbeiten

kopiert aus dem Weser Kurier

Hinrich Lührssen darf nicht mehr für Radio Bremen arbeiten

Nach seiner Berufung in den AfD-Vorstand darf der Journalist Hinrich Lührssen nicht mehr für Radio Bremen tätig sein. Ein Funktionärsposten sei etwas anderes als ein Parteibuch zu haben, teilte der Sender mit.


Hinrich Lührssen wird zukünftig nicht mehr bei Radio Bremen zu sehen sein

Der Sender Radio Bremen wird TV-Reporter Hinrich Lührssen keine Aufträge mehr geben. Nachdem bekannt geworden war, dass Lührssen in den Landesvorstand der Bremer AfD berufen wurde (wir berichteten), hatte die Rundfunkanstalt den freiberuflichen Journalisten, der neben Radio Bremen bundesweit für TV-Sender wie Stern TV arbeitet, erst zu einem Gespräch gebeten.
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Einen „BAMF-Skandal“ hat es nie gegeben

Stellungnahme des Flüchtlingsrates Bremen
Einen „BAMF-Skandal“ hat es nie gegeben –
doch das mediale Kesseltreiben gegen die Rechte von Geflüchteten wird unbeirrt fortgesetzt

Im April fanden die meisten Medien, es sei ein Skandal, wenn verfolgte Menschen als Flüchtlinge anerkannt werden.
Die Vorwürfe bestätigten sich bekanntlich nicht: Im offiziellen Abschlussbericht ist nun zu lesen, dass lediglich 0,9 % der Bescheide lediglich „zu beanstanden“ seien. Die „Affäre“, der „Skandal“ – eine reine Erfindung. Doch der Patient „Skandal“ darf nach Medienansicht einfach nicht entlassen werden, sondern muss mit aller Macht auf der Skandal-Station behalten und mit immer neu erfundenen, falsch- bzw. nicht-recherchierten Stories aufgepäppelt werden.
Nach einem SPIEGEL-Bericht sieht nun auch der Weser-Kurier „Verwicklungen“ des Bremer Verwaltungsgerichts im „neuen Schauplatz der BAMF-Affäre“, das Bremer Regionalmagazin buten un binnen erzählt mit bedeutungsschwangerer Stimme von „Mauscheleien“ und neuen, „ungeheuerlich klingenden“ Vorwürfen. Die ‚Informationen‘ stammen – offensichtlich ungeprüft – aus dritter Hand: Eine „mutmaßliche Richterin“ hatte laut SPIEGEL anonym beim Bundesinnenministerium angerufen.
„Die neuen Vorwürfe sind überhaupt keine,“ erklärt Marc Millies dazu für den Flüchtlingsrat Bremen. „Das Verwaltungsgericht kann einer Behörde sehr gerne und in völligem Einklang mit dem Gesetz mitteilen, dass es in einem oder auch in 337 Fällen die Ansicht der Behörde nicht teilt und voraussichtlich anders entscheiden wird. Gut, wenn das BAMF dem folgt und den Bescheid korrigiert. Das vermeidet der Behörde und dem Gericht Arbeit und den betroffenen Asylsuchenden Wartezeit auf die ihnen zustehenden Rechte.“ Continue reading

„Mehr verstrahlte Jugendliche“

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Bremen weitet Altersfeststellung aus

Dreifach verstrahlt: Bremen will mehr Röntgen für die Altersschätzung junger Geflüchteter. Ärzt*innen kritisieren das als Gesundheitsrisiko.


Sollte man lieber die Finger von lassen, wenn man gesund ist: Röntgenuntersuchung der Hand

Schon der Begriff ist irreführend und ungenau: Altersfeststellung. Das Geburtsdatum von jungen Geflüchteten per Röntgenuntersuchungen der Zähne oder Handwurzeln zu ermitteln, ist medizinisch umstritten. Schätzen und eingrenzen könne man es höchstens, sagen Mediziner*innen in der Regel. Aber auch das sei naturgemäß fehlerbehaftet. Ganz zu schweigen davon, dass eine nicht medizinisch indizierte Röntgenuntersuchung nach gültiger Rechtslage unter Umständen sogar eine Körperverletzung sein kann. Continue reading

„Wegducken funktioniert nicht“

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Ein Kommentar zum Fall Lührssen, die Medien und AfD

Vor einer Woche war die Welt beim Sender Radio Bremen noch in Ordnung. Unterstützer der extremen Rechten waren irgendwo außerhalb des Senders zu finden, nicht im Sender. Nachdem sich wohl der erste Schock über die Mitteilung gelegt hat, Hinrich Lührssen arbeite nicht nur für die Presse, sondern fortan ausgerechnet mit denen die propagandistisch gegen sie arbeiten, wird es Zeit einen sachlichen Blick auf den Fall zu werfen und Fragen zu stellen.

Eines gleich vorweg: JournalistInnen haben selbstverständlich das Recht auf eine eigene politische Meinung und ein Privatleben. Dies gilt auch für Hinrich Lührssen, der aktuell für Buten un Binnen und stern TV als freier Mitarbeiter tätig ist. Doch als Parteivorstand der AfD gestaltet Lührssen die Politik der Partei aktiv mit und ist für diese mitverantwortlich. Die Fragen, die sich die Redaktionen denen Lührssen angehört, nun stellen müssen sind:

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„TV-Journalist äußert sich zu Engagement in Partei“

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Der Bremer TV-Reporter Hinrich Lührssen hat sich erstmals zu seinem Engagement im Landesvorstand der AfD geäußert. Demnach will er sich für eine Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks einsetzen.


Hat sich der Bremer AfD angeschlossen: Hinrich Lührssen.

Nachdem der TV-Reporter Hinrich Lührssen in den Landesvorstand der Bremer AfD berufen wurde (wir berichteten), hat sich der Journalist, der auch für Radio Bremen arbeitet, am Montag erstmals selbst zu Wort gemeldet. „Unsere Heimatstädte Bremen und Bremerhaven brauchen eine starke konservative Kraft“, begründet Lührssen in einer schriftlichen Stellungnahme. Continue reading

„Landesvorstand formiert sich“

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AfD Landesverband beruft Radio Bremen Journalisten und Tochter des Landeschefs in den Vorstand

Kurz war es auf der Seite des Landesverbandes der Bremer AfD zu lesen, bevor die Mitteilung wieder zurückgezogen wurde. Der Vorstand des Landesverbandes habe die Tochter von Frank Magnitz, Landeschef und Bundestagsabgeordneter der AfD in Bremen, Ann-Katrin Magnitz “via Kooptierung in den Landesvorstand berufen“, schreibt der Verband. – Die eigene Tochter an den steuerfinanzierten Tisch zu holen täuscht fortan zumindest Beteiligung von Frauen in der patriarchalen Führungsspitze an, birgt für sich selbst aber wenig überraschendes. Ann-Katrin Magnitz war schon des Öfteren an der Seite ihres Vaters öffentlich aufgetreten. In Bremen zuletzt gemeinsam mit der vom Verfassungsschutz beobachteten Bremer “Identitären Bewegung“. Zusammen mit Magnitz soll auch Uwe Feigenträger in den Vorstand gewählt worden sein.

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„Wagenburg in der Neustadt muss umziehen“

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Die Wagenplatz-Projektgruppe Oelhafen hat eine Fläche in der Neustadt besetzt. Dennoch muss sie demnächst wieder umziehen – wohin, das steht derzeit noch nicht fest. Doch Ideen haben die Aktivisten.


Seit Kurzem gibt es in der Richard-Dunkel-Straße in der Neustadt eine Wagenburg.

Vor wenigen Tagen rollten sie an, die Mitglieder der Wagenplatz-Projektgruppe Oelhafen. Mit ihren großen Wohnmobilen besetzten sie eine leer stehende Fläche in der Richard-Dunkel-Straße in der Neustadt. Nachdem sie gut acht Monate auf dem Wagenplatz Querlenker hinter dem Güterbahnhof gelebt hatte, entschloss sich die Gruppe, weiterzuziehen. Damit möglichst viele Menschen an ihrem Projekt teilhaben können, wollen die Aktivisten an mehreren Orten auf leerstehenden Flächen wohnen. Continue reading

„Starkes Signal aus Bremen“

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Wenn es um Solidarität mit Geflüchteten geht, sind Bremens Einwohner häufig weit vorne. Bremen sollte dem Forum der „solidarischen Städte“ beitreten, meint Kristin Hermann.


Zur Demonstration aufgerufen hatte die Bewegung „Seebrücke“, die sich mit verschiedenen Aktionen in vielen Städten für Rechte von Geflüchteten einsetzt.

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