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	<title>Lindenstraße &#8211; endofroad</title>
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	<title>Lindenstraße &#8211; endofroad</title>
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		<title>Landesausgrenzungsstelle Lindenstraße sofort auflösen!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[endofroad]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Mar 2020 11:08:08 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Der Zwang, in der Erstaufnahmestelle in der Lindenstraße wohnen zu müssen, war schon vor Corona entwürdigend, ausgrenzend und entrechtend. Die zur Verlangsamung der Verbreitung von Corona beschlossenen Maßnahmen können dort nicht eingehalten werden – auch nicht durch die heute durch &#8230; <a href="https://endofroad.blackblogs.org/archive/9585">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://endofroad.blackblogs.org/wp-content/uploads/sites/581/2020/03/Lindenstraße.jpg"><img loading="lazy" class="aligncenter wp-image-9586 size-full" src="https://endofroad.blackblogs.org/wp-content/uploads/sites/581/2020/03/Lindenstraße.jpg" alt="" width="768" height="576" srcset="https://endofroad.blackblogs.org/wp-content/uploads/sites/581/2020/03/Lindenstraße.jpg 768w, https://endofroad.blackblogs.org/wp-content/uploads/sites/581/2020/03/Lindenstraße-300x225.jpg 300w, https://endofroad.blackblogs.org/wp-content/uploads/sites/581/2020/03/Lindenstraße-400x300.jpg 400w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a><strong>Der Zwang, in der Erstaufnahmestelle in der Lindenstraße wohnen zu müssen, war schon vor Corona entwürdigend, ausgrenzend und entrechtend.</strong> Die zur Verlangsamung der Verbreitung von Corona beschlossenen Maßnahmen können dort nicht eingehalten werden – auch nicht durch die heute durch die Sozialbehörde verkündeten Anpassungen im Alltagsablauf, denn sie sind unzureichend. Der Aufenthalt in der Lindenstraße ist für alle dort wohnenden und insbesondere für Angehörige einer Risikogruppe per se eine Gefährdung ihrer Gesundheit.<span id="more-9585"></span> Aus der Sicht des Infektionsschutzes ist die LASt ein einziger Haushalt mit 700 Menschen. Das Land Bremen unterläuft in der Lindenstraße seine eigenen Regeln, die&nbsp; zum Schutz vor Corona aufgestellt wurden.</p>
<p>Es gibt deshalb keine Alternative zur sofortigen Auflösung der Landesaufnahmestelle. Mehr Informationen hierzu unter der aktuellen Petition: <a class="moz-txt-link-freetext" href="https://weact.campact.de/petitions/schliesst-massenunterkunft-lindenstrasse-schafft-sichere-und-kleine-wohneinheiten-fur-gefluchtete">https://weact.campact.de/petitions/schliesst-massenunterkunft-lindenstrasse-schafft-sichere-und-kleine-wohneinheiten-fur-gefluchtete</a></p>
<p>Wo ein Wille ist, ist ein auch Weg</p>
<p>In der letzten Woche wurde deswegen unter anderem vom Flüchtlingsrat Bremen die Auflösung der Landesaufnahmestelle gefordert. Der Sprecher der Sozialsenatorin sagte dazu, eine Schließung sei rechtlich und tatsächlich nicht möglich. Immerhin wurde damit implizit eingestanden, dass die Schließung notwendig ist. Ansonsten ist die Aussage jedoch falsch. Das Infektionsschutzgesetz (§§ 16,17, 28) bietet die Möglichkeit zu weitgehenden Schließungsanordnungen durch das Gesundheitsamt bzw. den Senat – was in ganz Bremen ja auch flächendeckend genutzt wird.</p>
<p>&#8222;Will der Senat wirklich Menschenansammlungen ab drei Personen verbieten, aber 700 Menschen weiterhin dazu zwingen, gemeinsame Sanitär- Aufenthalts- und Essräume zu benutzen?&#8220; fragt der Flüchtlingsrat.</p>
<p>Die aktuelle Situation ist unhaltbar und gesundheitsgefährdend: In 30-Minuten-Schichten müssen 200 Personen in einem Raum dicht an dicht essen. Bis zu sechs Personen leben und schlafen in einem Raum, die Betten häufig keine anderthalb Meter voreinander entfernt – ohne das Fenster öffnen zu können. „Das Land Bremen hält also seine eigenen, zum Schutz vor Corona aufgestellten Regeln, die überall gelten, in der Lindenstraße nicht ein“, so der Flüchtlingsrat.</p>
<p>„Während wir innerhalb des Gebäudes keinerlei Möglichkeit haben, uns durch Social Distancing zu schützen, dürfen wir das Gebäude nicht einmal zu zweit verlassen. Während wir drinnen dichtgedrängt mit 700 Menschen leben müssen, ist uns das Fußball spielen auf dem Gelände der LASt verboten“, erzählt ein Bewohner der LASt. „Auch die Kinder dürfen nicht mehr raus auf den Hof zum spielen – aber innerhalb des Gebäudes spielen alle zusammen.“</p>
<p>Ganz grundsätzlich halten wir fest: Die Errichtung großer Unterkünfte ist keine Reaktion auf eine vermeintlich große Zahl neu ankommender Menschen, sondern entspringt dem Willen zur Ausgrenzung. Die Rechtfertigung für diesen Entzug von Grundrechten lautete bisher, die Ausreisepflicht müsse kurzfristig durchgesetzt werden können. Das war schon immer falsch – jetzt ist es offenkundig Makulatur:</p>
<p>&#8222;Niemand wird in absehbarer Zeit aus dem Hochrisikogebiet Deutschland ausreisen können,&#8220; stellt der Flüchtlingsrat fest. „Die Auflösung der Einrichtung ist auch praktisch möglich: In Bremen gibt es mehrere tausend Hotelzimmer, die auf absehbare Zeit nicht mit Tourist*innen belegt werden dürfen. Dazu kommen ‚Airbnb‘-Wohnungen und noch nicht abgebaute Containerunterkünfte. Es geht also.“</p>
<p>Weitere Informationen zur aktuellen Situation in der Lindenstraße:<br />
<a class="moz-txt-link-freetext" href="https://togetherwearebremen.org/">https://togetherwearebremen.org/</a></p>
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		<title>Gleiche Rechte beim Schutz vor Corona!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[endofroad]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Mar 2020 16:57:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[-ZUGESPIELT-]]></category>
		<category><![CDATA[Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lindenstraße]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Flüchtlingsrat fordert den Senat dazu auf, im Umgang mit der Corona-Krise die Diskriminierung von geflüchteten Menschen zu beenden: Die Erstaufnahmestelle muss evakuiert werden. Die Gemeinschaftsunterkünfte müssen besser ausgestattet werden. Abschiebungen sind auszusetzen. Duldungen, Aufenthaltserlaunisse, Versicherungskarten und der Bezug sozialer &#8230; <a href="https://endofroad.blackblogs.org/archive/9542">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://endofroad.blackblogs.org/wp-content/uploads/sites/581/2020/03/first_transpi-300x225.jpg"><img loading="lazy" src="https://endofroad.blackblogs.org/wp-content/uploads/sites/581/2020/03/first_transpi-300x225-300x225.jpg" alt="" width="230" height="" class="alignright size-medium wp-image-9547" /></a><strong>Der <a href="https://www.fluechtlingsrat-bremen.de/">Flüchtlingsrat</a> fordert den Senat dazu auf, im Umgang mit der Corona-Krise die Diskriminierung von geflüchteten Menschen zu beenden</strong><strong>:</strong><br />
Die Erstaufnahmestelle muss evakuiert werden. Die Gemeinschaftsunterkünfte müssen besser ausgestattet werden. Abschiebungen sind auszusetzen. Duldungen, Aufenthaltserlaunisse, Versicherungskarten und der Bezug sozialer Leistungen müssen ohne Vorsprache verlängert werden.</p>
<p>Die mit 700 Menschen überbelegte Landesaufnahmestelle in der Lindenstraße ermöglicht schon jetzt kein menschenwürdiges Leben. Dies wird sich im weiteren Verlauf der Krise verschlechtern. Sie muss deshalb sofort geschlossen und die Menschen an anderen Orten der Stadt dezentral untergebracht werden. Gesundheitlich besonders gefährdete Menschen benötigen Unterkünfte mit eigenem Koch- und Sanitärbereich. „In ganz Bremen stehen derzeit Hotels, Hostels und Ferienappartements leer. Diese kann die Sozialbehörde anmieten, leergezogene Unterkünfte können reaktiviert werden“, erläutert der Flüchtlingsrat Bremen. „Wer in Lagern leben muss, das eigene Leben nicht selbst bestimmen kann, vom Zugang zu Informationen und der regulären gesundheitlichen Versorgung abgeschnitten ist, hat eine geringere Chance gesund zu bleiben – oder auch zu überleben. Hier muss die Behörde sofort handeln.“ <span id="more-9542"></span></p>
<p>In Verdachtsfällen ist für Bewohner*innen von Sammelunterkünften der sofortige Zugang zur Testung sicherzustellen. Nicht-Betroffenen sind schnellstmöglich andere  Unterkünfte bereit zu stellen. Sollte eine Quarantäne nötig werden, muss für eine adäquate soziale, medizinische und psychologische Betreuung der betroffenen Menschen gesorgt werden.</p>
<p>„Wir befürchten, dass die Behörde die Situation eskalieren lässt, bis nur noch die repressive Abriegelung durch  Polizei und Security als Lösung erscheint. Das wäre kein Schutz, sondern Freiheitsentzug im Internierungslager. Die Erfahrungen, wie jüngst in Thüringen, zeigen, dass es dabei zu Gewalt gegen die Bewohner*innen kommt“, erklärt der Flüchtlingsrat.<br />
Außerdem muss der Zugang zu umfassenden, verlässlichen, tagesaktuellen mehrsprachigen Nachrichten und Informationen sichergestellt werden. Unerlässlich ist dafür die Installation kostenfreien WLANs in allen Wohnräumen von Sammelunterkünften (nicht nur im Eingangsbereich), der Zugang zu PCs in den Unterkünften, sowie die Einrichtung mehrsprachiger Telefon-Hotlines für Flüchtlinge und Migrant*innen „Unter den Menschen in der EAE und den Übergangswohnheimen gibt es ein großes Informationsbedürfnis, seriöse Informationen in den benötigten Sprachen fehlen flächendeckend“.</p>
<p>Die Reinigungsfrequenz in Sammelunterkünften für Gemeinschaftsflächen, Küchen, Sanitärräume muss erhöht, Desinfektionsmittelspender müssen  bereitgestellt werden. In gemeinschaftlichen WC-Anlagen und Küchen müssen Desinfektionsmittelspender, Papierhandtücher, Flüssigseife in ausreichendem Umfang zur Verfügung stehen.</p>
<p>Um persönliche Vorsprachen in den Behörden zu vermeiden, muss das Migrationsamt außerdem verlässlich  Aufenthaltsdokumente und Duldungen verlängern und diese per Post zustellen. Ein Prozedere bei Erstausstellungen und Ersterteilungen muss erarbeitet und Transparenz darüber sichergestellt werden. Die Sozialbehörde muss Sozialleistungen von Amts wegen verlängern, auch wenn die entsprechenden Aufenthaltstitel oder Duldungen aufgrund der Corona-Krise (noch) nicht vorliegen. Fristsetzungen müssen  aufgehoben und die Menschen tagesaktuell in den jeweiligen Sprachen informiert werden.</p>
<p>Schließlich muss der gleichberechtigte Zugang geflüchteter Menschen zu Arztpraxen und allen notwendigen Medikamenten sichergestellt werden. Für Menschen ohne Papiere und von Sozialleistungen ausgeschlossene EU-Bürger*innen muss der Zugang zum regulären Gesundheitssystem und zu Corona-Tests ermöglicht werden – unter der Zusicherung, dass keine Informationen an die Ausländerbehörden oder die Polizei weitergegeben werden. Die Schließung der Humanitären Sprechstunde durch das Gesundheitsamt darf die bestehende Versorgungslücke nicht noch vergrößern.</p>
<p>Abschiebungen in alle Länder sind sofort offiziell auszusetzen. Abschiebungen bedeuten nicht nur die Gefahr einer Infektion zwischen Abgeschobenen, Polizei und Flugpersonal, sondern auch der weltweiten Verbreitung des Virus. „Die Bundesrepublik ist ein Hochrisikogebiet“, so der Flüchtlingsrat. „Die Betroffenen müssen daher unverzüglich Duldungen bis zum Jahresende ausgestellt bekommen.“</p>
<p>checkt <a href="https://www.fluechtlingsrat-bremen.de/">fluechtlingsrat-bremen.de</a></p>
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		<title>&#8222;Ungesunde Unterkunft: Geflüchtete im Heim alleine gelassen&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[endofroad]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Mar 2020 16:54:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[-ABGESCHRIEBEN-]]></category>
		<category><![CDATA[Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lindenstraße]]></category>
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					<description><![CDATA[kopiert aus der taz 700 Menschen leben dicht gedrängt in der Erstaufnahmeeinrichtung Lindenstraße in Bremen. Sie fürchten um ihre Gesundheit und wollen verlegt werden. In vielen Unterkünften leben Geflüchtete dicht an dicht Die Bewohner:innen in der Geflüchteten-Erstaufnahmeeinrichtung Lindenstraße (EAE) wollen &#8230; <a href="https://endofroad.blackblogs.org/archive/9544">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>kopiert aus der <a href="https://taz.de/Gefluechtete-im-Heim-alleine-gelassen/!5668846/">taz</a></p>
<blockquote><p><strong>700 Menschen leben dicht gedrängt in der Erstaufnahmeeinrichtung Lindenstraße in Bremen. Sie fürchten um ihre Gesundheit und wollen verlegt werden.</strong></p>
<p><a href="https://taz.de/Gefluechtete-im-Heim-alleine-gelassen/!5668846/"><img src="https://taz.de/picture/4041027/624/alina-1.jpeg" alt="" /></a><br />
<small>In vielen Unterkünften leben Geflüchtete dicht an dicht </small></p>
<p>Die Bewohner:innen in der <a href="https://taz.de/Kindeswohlgefaehrdung-in-Bremen/!5653928/">Geflüchteten-Erstaufnahmeeinrichtung</a> Lindenstraße (EAE) wollen evakuiert werden. Denn hier fühlen sie sich nicht mehr sicher: Sollte in der Unterkunft eine Person mit dem Corona-Virus infiziert werden, sagt ein Bewohner besorgt, ist das Risiko hoch, dass es alle bekommen.</p>
<p><span id="more-9544"></span></p>
<p>„Wenn wir zum Essen gehen, stehen wir dicht in einer Schlange beisammen.“ Das gesamte Besteck liege in einem Kasten, das Brot nehme man sich mit der Hand. „Alle fassen alles an.“ Erst vor zwei Tagen­ habe die Sozialbehörde die Bewohner:innen erstmalig kontaktiert.­</p>
<p>„Das ist fahrlässige Nicht-­Informationspolitik“, sagt Gundula Oerter vom <a href="https://www.fluechtlingsrat-bremen.de/">Flüchtlingsrat Bremen</a>. In der EAE leben rund 700 Menschen auf engstem Raum zusammen. „Alles, was den Menschen außerhalb der Lager jetzt dringend zu vermeiden­ geraten wird, ist in der EAE System.“­ Erst am Dienstagnachmittag habe die Sozialbehörde Informationen­ zum Corona-­Virus an die Bewohner:innen verteilt. Vorher soll es keine Kommunikation gegeben haben – geschweige denn Desinfektionsmittel. „Es herrschen miserable hygienische Zustände“, sagt Oerter, deren Verein mit einigen Bewohner:innen gesprochen hat.</p>
<p>Desinfektionsmittel ist derzeit bundesweit knapp, sagt Bernd Schneider, Sprecher der Sozialsenatorin: „Selbst in Kliniken­ gibt es Engpässe.“ Inzwischen gebe es die Zusage des Bundes, solche Mittel beschleunigt­ zu beschaffen. Bei der Verteilung aber hätten die Einrichtungen des medizinischen Betriebs Vorrang.</p>
<p>Auf den inzwischen in der EAE verteilten Informationszetteln stehe, sagt der Bewohner, der anonym bleiben möchte, wie das Virus übertragen werden kann, was Symptome sind und an wen man sich wenden muss, sollte man Symptome haben. Auch sei den Bewohner:innen inzwischen persönlich erklärt worden, was zu beachten sei. „Uns wurde gesagt, wir sollen nur in wichtigen Fällen rausgehen.“ Andere Vorsichtsmaßnahmen gebe es nicht.</p>
<p>„Wir brauchen mehr Abstand beim Essen und Desinfektionsmittel an den Eingängen“, sagt der Bewohner. Und einen sichereren Ort zum Leben als diesen: „Wir sind alle in einem Gebäude eingeschlossen.“ In den Schlafräumen ohne Fenster leben rund sechs Personen, sagt er, die Betten stehen dicht an dicht. Lüften sei sehr schwierig.</p>
<p>Schneider widerspricht: „Die Erstaufnahme wird von einer zentralen Belüftungsanlage versorgt, wie das in großen Immobilien üblich ist; in den Fluren­ lassen sich darüber hinaus auch Fenster öffnen.“</p>
<p>Bereits am 28. Februar sei die Einrichtung zudem mit einem strikten Besuchsverbot belegt worden, sagt er. Auch seien vor zwei Wochen die Reinigungsintervalle verdoppelt worden. „Oberflächen und Türklinken werden regelmäßig desinfiziert, und auf die erforderliche Handhygiene wird zudem ausdrücklich hingewiesen.“ Es gebe, so Schneider, überdies Aushänge vom Robert-Koch-Institut in zahlreichen Sprachen, die ausdrücklich für den Aushang in Flüchtlingseinrichtungen vorgesehen seien.</p>
<p>Der Flüchtlingsrat fordert die Evakuierung der Einrichtung. „Es gibt freie Kapazitäten in Übergangswohnheimen und leerstehenden Containern“, sagt Oerter.„Wir befürchten, dass die EAE als nächstes dichtgemacht wird. Das wäre fatal.“ Es sei nicht auszuschließen, dass dort dann aufgrund der „unerträglichen Gesamtsituation“ Panik ausbricht.</p>
<p>Ob die EAE dichtgemacht wird, sei eine Entscheidung des Ordnungsamts, sagt Schneider.Außerdem gebe es „keine freien Einrichtungen in Bremen, die sich für die Erstaufnahme eignen.“ Bremen habe sich von allen Einrichtungen getrennt, die für die Versorgung von Geflüchteten­ perspektivisch nicht mehr erforderlich gewesen seien. „Der Ausbruch der Pandemie gehört zu den Jahrhundertereignissen, dafür lässt sich eine ständige Vorsorge kaum treffen“, sagt er.</p>
<p>Linke fordert Schließung</p>
<p>Die Bremer Linke fordert indes ebenfalls die sofortige Schließung der EAE und die Verteilung der Menschen auf bessere Unterkünfte oder Hotels. „Auch für Bewohner*innen von Geflüchteten-Unterkünften­ muss soziale Distanzierung möglich sein“, sagt Anna Fischer, Sprecherin für Flucht und Migration im Linken-­Landesvorstand. Es müsse die Möglichkeit geben, alles tun zu können, um sich zu schützen – „wie alle anderen Menschen auch.“</p>
<p>Gerade aufgrund der Nicht-Absehbarkeit der Situation sei die Unterkunft zu schließen. Die „massiven Eingriffe in die Lebensumstände“, die in der EAE ohnehin schon „mehr als grenzwertig sind“, so Fischer, seien, auf einen längeren Zeitraum gesehen, unzumutbar. „Eine Schließung der Erstaufnahme ist rechtlich und faktisch nicht möglich“, heißt es dazu aus der Sozialbehörde.</p></blockquote>
<p>kopiert aus der <a href="https://taz.de/Gefluechtete-im-Heim-alleine-gelassen/!5668846/">taz</a></p>
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