<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Werder &#8211; endofroad</title>
	<atom:link href="https://endofroad.blackblogs.org/archive/category/werder/feed" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://endofroad.blackblogs.org</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Thu, 20 Oct 2022 19:57:24 +0000</lastBuildDate>
	<language>de-DE</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=5.7.1</generator>

<image>
	<url>https://endofroad.blackblogs.org/wp-content/uploads/sites/581/2018/04/cropped-freespeech1-32x32.png</url>
	<title>Werder &#8211; endofroad</title>
	<link>https://endofroad.blackblogs.org</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>&#8222;Der Rocker-Freund des Fußball-Stars&#8220;</title>
		<link>https://endofroad.blackblogs.org/archive/14838</link>
					<comments>https://endofroad.blackblogs.org/archive/14838#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[endofroad]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Oct 2022 19:57:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[-ABGESCHRIEBEN-]]></category>
		<category><![CDATA[-ZUGESPIELT-]]></category>
		<category><![CDATA[Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[Werder]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://endofroad.blackblogs.org/?p=14838</guid>

					<description><![CDATA[kopiert aus der taz Neue Fotos zeigen Ex-Werder-Star Tim Wiese mit Szenegröße Stefan Ahrlich. Der Verein distanziert sich deshalb nun von seinem langjährigen Torhüter. Glatze, breite Schultern, aufgepumpte Muskeln, einschlägige Tattoos: Manche Rechtsextreme erfüllen gern rechtsextreme Klischees. In Bremen inszeniert &#8230; <a href="https://endofroad.blackblogs.org/archive/14838">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>kopiert aus der <a href="https://taz.de/Rechter-Kumpel-von-Ex-Werder-Stuermer/!5885591/">taz</a></p>
<blockquote><p><strong>Neue Fotos zeigen Ex-Werder-Star Tim Wiese mit Szenegröße Stefan Ahrlich. Der Verein distanziert sich deshalb nun von seinem langjährigen Torhüter.</strong></p>
<div style="width: 634px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://taz.de/Rechter-Kumpel-von-Ex-Werder-Stuermer/!5885591/"><img loading="lazy" src="https://taz.de/picture/5864100/624/317151104-1.jpg" width="624" height="" alt="Ganz nach rechts gegriffen: Torhüter Tim Wiese beim Abschiedsspiel von Claudio Pizarro im September" class="size-medium" /></a><p class="wp-caption-text">Ganz nach rechts gegriffen: Torhüter Tim Wiese beim Abschiedsspiel von Claudio Pizarro im September</p></div>
<p>Glatze, breite Schultern, aufgepumpte Muskeln, einschlägige Tattoos: Manche Rechtsextreme erfüllen gern rechtsextreme Klischees. <a href="https://taz.de/Verbandelte-Banden/!5025478/">In Bremen inszeniert sich Stefan Ahrlich</a> als harter Kerl mit klarer Meinung. Zu „Odin statt Jesus“ bekennt er sich mit einem tätowierten Schriftzug auf der linken Brustseite. Mit der T-Shirt-Aufschrift „Endstufe-Crew“ zeigt er offen seine Nähe zur Rechtsrockband. Seit Jahren ist Ahrlich, der sich auch „Anders“ nennt, an der Weser eine Größe im Milieu zwischen ­Rockern und Rechtsextremen. Und er scheint <a href="https://www.sueddeutsche.de/sport/tim-wiese-rechte-fotos-stefan-ahrlich-werder-bremen-1.5677412?reduced=true">ein enger Kumpel von Tim Wiese</a> zu sein.</p>
<p><span id="more-14838"></span></p>
<p>Am vergangenen Wochenende schlenderte Wiese mit mehreren Rechtsextremen über den Bremer Freimarkt. Einer von ihnen: die braune Rotlicht-Größe Ahrlich. Schon früher tauchten Bilder von Wiese mit fragwürdigen Freunden auf. Die Vereinslegende des SV Werder Bremen bewegt sich bereits länger in diesem Milieu.</p>
<p>Zu Jahresbeginn suchte der Verein deshalb das Gespräch mit dem Ex-Torwart, der über 200 Spiele für die Grün-Weißen absolvierte, und erklärte ihm „unmissverständlich“, dass dieser Umgang „nicht mit den Werten des SV Werder Bremen zusammenpassen“ würde. Aus der Fanszene kam zudem immer lauterer Protest. Beim Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach am 1. Oktober stand auf einem Banner in der Ostkurve: „Wer mit Nazis abhängt, hat im Weserstadion nichts zu suchen – keine Bühne für Tim Wiese!“.</p>
<p>Wieses Bekanntschaft zu Ahrlich scheint seit mindestens fünf Jahren zu bestehen. Ahrlich war <a href="https://taz.de/Rechte-Hooligans-kuemmern-sich-um-die-Jugend/!5049361/">beim MC Legion involviert</a>, einer Art Vorgruppe der Hells Angels mit Klubhaus in Stuhr. Er ist seit Jahren <a href="https://taz.de/Bremer-Hooligan-Band-nutzt-Katastrophe/!5781917/">mit Rechtsrocker Hannes Ostendorf</a> von „Kategorie C“ bekannt. Bei der rechtsextremen Hooligan-Gruppe „Standarte 88“ waren sie gemeinsam. 2015 löste sich die Truppe mit dem einschlägigen Zahlencode angeblich auf, wohl um sich einer Strafverfolgung zu entziehen.</p>
<p><strong>„Kopf der Hooliganszene“</strong></p>
<p>Denn immer wieder suchten die rund 30 Männer gern die „dritte Halbzeit“: Beim 100. Nordderby zwischen dem SV Werder und dem Hamburger SV im Jahr 2014 hatten die „Standarte“ sowie „Nordsturm Brema“ und Mitglieder befreundeter Hooligan-Gruppen ein Schiff gemietet. Ahrlich und Ostendorf waren dabei. Von Bord gehend, griffen Standarte-Anhänger Pas­san­t*in­nen und Jour­na­list*in­nen an und jagten sie.</p>
<p>In einem internen Schreiben wurde aus den Reihen des SV Werder Bremen schon 2011 vor Ahrlich gewarnt. Ihn machte der Verein als „Kopf der Hooliganszene“ aus. Schon damals befürchtete der Verein, dass aus der Szene nicht nur „verbale Einschüchterungen“ erfolgen könnten. Der rechte Hooligan ist geschäftlich recht umtriebig. Nach außen hin fällt Ahrlich als Tattoo-Unternehmer und Betreiber eines „Limousinenservice“ auf. Zeitweilig fuhr ein NPD-Aktivist für ihn als Chauffeur.</p>
<p>Die letzten Bilder von Ahrlich und Wiese haben nun Folgen: Der SV Werder Bremen erklärte am Dienstag, dass Wiese künftig nicht mehr zu Veranstaltungen eingeladen wird und auch nicht mehr für die ­Traditionself des Bundesligisten auflaufen soll.</p></blockquote>
<p>Quelle: <a href="https://taz.de/Rechter-Kumpel-von-Ex-Werder-Stuermer/!5885591/">taz.de</a></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://endofroad.blackblogs.org/archive/14838/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>&#8222;Werder-Ultras demonstrieren im Bremer Viertel gegen Repressionen&#8220;</title>
		<link>https://endofroad.blackblogs.org/archive/9348</link>
					<comments>https://endofroad.blackblogs.org/archive/9348#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[endofroad]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Feb 2020 00:09:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[(Anti-) Repression]]></category>
		<category><![CDATA[-ABGESCHRIEBEN-]]></category>
		<category><![CDATA[-ZUGESPIELT-]]></category>
		<category><![CDATA[Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[Werder]]></category>
		<category><![CDATA[Antirepression]]></category>
		<category><![CDATA[Repression]]></category>
		<category><![CDATA[Ultras]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://endofroad.blackblogs.org/?p=9348</guid>

					<description><![CDATA[kopiert von butenunbinnen.de Werder-Ultras protestieren gegen Repressionen und Überwachung // Massive Verkehrsbehinderungen im Steintor-Viertel // Polizei spricht von &#8222;polizeifeindlichen Parolen&#8220; Im Viertel demonstrierten am Samstagabend nach dem Spiel gegen Borussia Dortmund Werder-Fans. &#160; Im Bremer Steintor-Viertel haben nach der Bundesligapartie &#8230; <a href="https://endofroad.blackblogs.org/archive/9348">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>kopiert von <a href="https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/kurz-notiert/ultras-werder-bremen-demo-100.html">butenunbinnen.de</a></p>
<p><strong>Werder-Ultras protestieren gegen Repressionen und Überwachung // Massive Verkehrsbehinderungen im Steintor-Viertel // Polizei spricht von &#8222;polizeifeindlichen Parolen&#8220;</strong></p>
<p><a href="https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/kurz-notiert/ultras-werder-bremen-demo-100.html"><img src="https://www.butenunbinnen.de/bilder/demonstration-ultras-bremen-werder-100~_v-800x450_c-1582533218899.jpg" alt=" Im Viertel demonstrierten am Samstagabend nach dem Spiel gegen Borussia Dortmund Werder-Fans."></a><br />
<small>Im Viertel demonstrierten am Samstagabend nach dem Spiel gegen Borussia Dortmund Werder-Fans. </small><span id="more-9348"></span></p>
<blockquote><p>&nbsp;</p>
<p>Im Bremer Steintor-Viertel haben nach der Bundesligapartie gegen Borussia Dortmund rund 400 Werder-Fans gegen Repressionen und Überwachung demonstriert. Die Anhänger verschiedener Ultra-Gruppierungen starteten an der Verdener Straße in Richtung Vor dem Steintor. Laut Polizei kam es zu massiven Verkehrsbehinderungen im Steintor-Viertel.</p>
<p>Der Protest unter dem Motto &#8222;United we fight – Schulter an Schulter gegen Repression&#8220; richtete sich der Bremer Ultra-Gruppe &#8222;Infamous Youth&#8220; zufolge gegen &#8222;Law-And-Order-Symbolpolitik&#8220;. Als Beispiele wurden Großkontrollen gegen Drogenkonsumenten im Viertel oder das &#8222;Überstellen minderjähriger Geflüchteter in andere Bundesländer in Handschellen&#8220; genannt.</p>
<p>Angaben der Polizei zufolge wurden bei der Abschlusskundgebung ein Knallkörper gezündet und eine Flasche geworfen. Zudem seien während der Demonstration &#8222;polizeifeindliche Parolen&#8220; skandiert worden.</p></blockquote>
<p>Quelle: <a href="https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/kurz-notiert/ultras-werder-bremen-demo-100.html">butenunbinnen.de</a></p>
<p>siehe auch<br />
Weser Kurier: <a href="https://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-stadt_artikel,-demo-im-viertel-gegen-repression-_arid,1899167.html">Demo im Viertel gegen &#8222;Repression&#8220;</a><br />
Weser Kurier: <a href="https://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-stadt_artikel,-ultras-demonstrieren-gegen-willkuer-und-repression-_arid,1899172.html">Ultras demonstrieren gegen Willkür und Repression</a><br />
Kreiszeitung: <a href="https://www.kreiszeitung.de/lokales/bremen/nach-werder-spiel-demo-gegen-polizei-13554075.html">Nach Werder-Spiel: Demo gegen die Polizei mit fliegenden Flaschen</a></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://endofroad.blackblogs.org/archive/9348/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Sarrazin halt&#8217;s Maul!</title>
		<link>https://endofroad.blackblogs.org/archive/8626</link>
					<comments>https://endofroad.blackblogs.org/archive/8626#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[endofroad]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Nov 2019 07:54:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[-ZUGESPIELT-]]></category>
		<category><![CDATA[Ankündigungen]]></category>
		<category><![CDATA[Aufruf]]></category>
		<category><![CDATA[Nazi Watch]]></category>
		<category><![CDATA[Werder]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://endofroad.blackblogs.org/?p=8626</guid>

					<description><![CDATA[Antifademo gegen Sarrazin &#38; Havanna Lounge Mittwoch, 10. Dezember 2019 &#124; 17 Uhr &#124; Ziegenmarkt Am 10. Dezember lädt die Havanna Lounge Bremen das SPD-Mitglied Thilo Sarrazin zu einer Lesung ein. Die Havanna Lounge bezeichnet sich selbst als &#8222;Wirtschafts- und &#8230; <a href="https://endofroad.blackblogs.org/archive/8626">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Antifademo gegen Sarrazin &amp; Havanna Lounge </strong></p>
<p>Mittwoch, 10. Dezember 2019 | 17 Uhr | Ziegenmarkt</p>
<p><iframe loading="lazy" width="584" height="329" src="https://www.youtube.com/embed/gAjHly8VCOI?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Am 10. Dezember lädt die Havanna Lounge Bremen das SPD-Mitglied Thilo Sarrazin zu einer Lesung ein. Die Havanna Lounge bezeichnet sich selbst als &#8222;Wirtschafts- und Gesellschaftsclub&#8220;. Die Clubräume befinden sich eine halbe Gehminute vom Rathaus und der Bremischen Bürgerschaft entfernt. 700 Mitglieder zahlen einen Jahresbeitrag von je 1000€ um in Sichtweite des Doms Zigarren zu rauchen und &#8222;Kontakte mit Entscheider*innen aus Bremen und der Nordwestregion&#8220; zu knüpfen. Mit von der Partie sind Rechtsanwält*innen, Notar*innen, Makler*innen für Transportversicherungen, Logistik- und Bau-Unternehmer*innen, Hafenwirtschaft und Technologieberater*innen, selbsternannte &#8222;Think Tanks&#8220;, der Golf Club Syke, Sparkasse, OHB, Volksbank, Werder Bremen und viele Andere. Das heißt, hier kuscheln Wirtschaftsgrößen, &#8222;Entscheider*innen&#8220; und bürgerliche Vorstandsmitglieder gesellschaftlich relevanter Institutionen miteinander.</p>
<p><span id="more-8626"></span></p>
<p><strong>Die Grenze verläuft nicht zwischen den Kulturen, sondern zwischen Antifa und Havanna Lounge</strong></p>
<p>Sarrazin – der ehemalige Berliner Finanzsenator und spätere Vorstand der deutschen Bundesbank – schaffte es 2010 mit seinem Buch &#8222;Deutschland schafft sich ab&#8220; die Debatte um Migration, Bildung und Teilhabe nachhaltig nach rechts zu verschieben. In seinen Veröffentlichungen formulierte er völkisch-rassistische Thesen über den Zusammenhang von vermeintlicher Herkunft, Genen und Bildungschancen von Migrant*innen. Er bezieht sich dabei auf rassistische Biologen und Eugeniker des frühen 20. Jahrhunderts. Neben seinen rassistischen Ausführungen geht es Sarrazin im Kern darum, Menschen nach einer strikt ökonomischen Kosten-Nutzen-Rechnung zu kategorisieren und die vermeintlich Leistungsunwilligen und Leistungsunfähigen von der Teilhabe an Rechten und Ressourcen noch weiter auszuschließen.<br />
In den Folgejahren wurde Sarrazin zum lautstarken Wegbereiter neurechter Diskurse und half dabei ein Klima zu schaffen, in dem Anschläge auf Geflüchtetenunterkünfte und extrem rechte Wahlerfolge zur Normalität wurden. Er machte es sich im Milieu der neuen Rechten bequem. So redete er u.a. auf der Compact-Konferenz 2013 in Leipzig und gehörte Anfang 2018 zu den Erstunterzeichnern einer AfD-nahen und nationalistischen „Gemeinsamen Erklärung 2018“, in welcher vor einer angeblichen &#8222;Beschädigung Deutschlands durch Masseneinwanderung&#8220; schwadroniert wurde. Im Sommer des selben Jahres veröffentlichte er sein neues Buch &#8222;Feindliche Übernahme&#8220;, in welchem er sich zum Islamwissenschaftler aufschwingt, indem er glaubt erklären zu können, was der Islam ist. Der liberale Tagesspiegel bescheinigt in einer Rezension zu diesem Buch, dass er dabei unverändert &#8222;verletzend, grenz-rassistisch und manipulativ&#8220; vorgeht. Während in der Öffentlichkeit vielfach behauptet wird, dass Rassismus ein Problem der Deklassierten sei, wird dies durch die Person Sarrazin widerlegt. Seine Einladung durch die Havanna Lounge zeigt: auch das Bremische Kapital phantasiert vom &#8222;Krieg der Kulturen&#8220;.</p>
<p><strong>Havanna bleibt rot</strong></p>
<p>Wir werten Sarrazin&#8217;s Auftritt als Angriff auf uns und unsere Klasse. Wo sich wirtschaftliche Interessen und rassistische Ausbeutungslegitimierungen vereinen, geht die autoritäre Formierung der Gesellschaft in großen Schritten voran. Dies kann auch anhand der AfD gezeigt werden: ein Blick auf Unterstützer*innen und Wähler*innen der Partei zeigt, dass die AfD von großen Teilen der Mittelschicht, von Kleinunternehmer*innen und Selbstständigen getragen wird. Und dies ganz im Gegensatz zum vielfach postulierten &#8222;kleinen&#8220; Mann und wirtschaftlichen Verlierer, welche angeblich die Unterstützer*innen dieser Partei seien. Die wirtschaftsliberale Stoßrichtung der AfD, mit der einst Bernd Lucke die Partei ins Leben rief, wurde lediglich durch den völkischen Kurs der letzten Jahre ergänzt: im Wahlprogramm geht die Entrechtung von Migrant*innen einher mit Arbeitszwang und dem Abbau von Arbeitnehmer*innenrechten.</p>
<p>Auch bei Sarrazin ist die Kombination aus wirtschaftlicher Elite und blankem Rassismus weder Zufall noch Widerspruch. Ganz im Gegenteil: hier passt Arsch auf Eimer. Für sein Publikum heißt dies: Wer eintausend Euro im Jahr für eine Clubmitglischaft zahlt und bei OHB Weltraumtechnik im Vorstand sitzt, kann sich am Feierabend Sarrazins Thesen über den Islam bei einem guten Glas Wein anhören und am nächsten Morgen wieder Leiharbeiter*innen gegen Stammbelegschaft ausspielen.<br />
Ob die Veranstaltung stattfindet oder die Herren &#8222;Entscheider&#8220; noch einen Rückzieher machen &#8211; wir werden am 10. Dezember zeigen, dass wir uns nicht spalten lassen. Die Politik der Rassisten und Wirtschaftschauvis betrifft uns alle und verdient eine wütende Antwort.</p>
<p><strong>Sarrazin halt&#8217;s Maul!<br />
Havanna Lounge dicht machen!<br />
Für einen klassenkämpferischen Antifaschismus!</strong></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://endofroad.blackblogs.org/archive/8626/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wohnungskampf im Stadion</title>
		<link>https://endofroad.blackblogs.org/archive/8426</link>
					<comments>https://endofroad.blackblogs.org/archive/8426#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[endofroad]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Nov 2019 11:51:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[(Anti-) Repression]]></category>
		<category><![CDATA[-ABGESCHRIEBEN-]]></category>
		<category><![CDATA[Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[Cop Watch]]></category>
		<category><![CDATA[Werder]]></category>
		<category><![CDATA[Wohnungskampf]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://endofroad.blackblogs.org/?p=8426</guid>

					<description><![CDATA[Letzten Mittwoch kam es während des Pokalspiels zu einem brutalen und rechtswidrigen Polizeieinsatz gegen Gentrifizierungskritiker_innen in der Ostkurve des Weserstadions Erklärung der Grün-Weißen Hilfe: Zu Beginn des heutigen Pokalspiels gegen den FC Heidenheim kam es zu einem fragwürdigen Einsatz von &#8230; <a href="https://endofroad.blackblogs.org/archive/8426">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Letzten Mittwoch kam es während des Pokalspiels zu einem brutalen und rechtswidrigen Polizeieinsatz gegen Gentrifizierungskritiker_innen in der Ostkurve des Weserstadions</strong></p>
<p><img loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-8427" src="https://endofroad.blackblogs.org/wp-content/uploads/sites/581/2019/11/immobilienhaiestadion.png" alt="" width="1280" height="853" srcset="https://endofroad.blackblogs.org/wp-content/uploads/sites/581/2019/11/immobilienhaiestadion.png 1280w, https://endofroad.blackblogs.org/wp-content/uploads/sites/581/2019/11/immobilienhaiestadion-300x200.png 300w, https://endofroad.blackblogs.org/wp-content/uploads/sites/581/2019/11/immobilienhaiestadion-768x512.png 768w, https://endofroad.blackblogs.org/wp-content/uploads/sites/581/2019/11/immobilienhaiestadion-1024x682.png 1024w, https://endofroad.blackblogs.org/wp-content/uploads/sites/581/2019/11/immobilienhaiestadion-450x300.png 450w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" /></p>
<p>Erklärung der Grün-Weißen Hilfe:</p>
<blockquote><p>
Zu Beginn des heutigen Pokalspiels gegen den FC Heidenheim kam es zu einem fragwürdigen Einsatz von Polizei und Ordnungsdienst. Ziel des Einsatzes waren zwei Spruchbänder, die vorab für das Aufhängen in der Ostkurve angemeldet und genehmigt waren. Sie wurden an beiden Enden der Ostkurve aufgehangen, genauer gesagt über den Blöcken 142 und 122 bzw. unter den Blöcken 1 und 53. All diese Blöcke zählten laut <a href="https://www.stadionwelt.de/sw_stadien/index.php?folder=sites&amp;site=stadionplan_d&amp;id=179">Stadionplan</a> eindeutig zur Ostkurve.&nbsp;Vor diesem Hintergrund ist bereits unverständlich, warum die Banner entfernt wurden.</p>
<p>Entgegen der Darstellung von Polizei und SV Werder kam es nach unseren Informationen zu keinen körperlichen Angriffen gegen Polizei- oder Ordnungskräfte. Vielmehr wurden einzelne Werder-Fans bei dem Einsatz verletzt und befinden sich teilweise in ärztlicher Behandlung.<br />
<span id="more-8426"></span></p>
<p>Wir rufen alle Fans, die das zweifelhafte Agieren der „Sicherheits-“Kräfte beobachtet oder gar dokumentiert haben, dazu auf, sich bei uns zu melden. Wir werden ggf. auf Grundlage dieser Informationen in den kommenden Tagen ausführlicher Stellung nehmen.</p>
<p>Unabhängig von der Frage, ob die Banner an der korrekten Stelle hingen, ist keinerlei Grundlage für den Einsatz der Polizei erkennbar. Es ist keine polizeiliche Aufgabe, das Hausrecht des Vereins oder gar die Interessen eines Stadionsponsors durchzusetzen. Die Reaktion unseres Vereins, der das Vorgehen der Polizei auf Twitter rechtfertigt, ist daher sehr enttäuschend.
</p></blockquote>
<p><img loading="lazy" src="https://endofroad.blackblogs.org/wp-content/uploads/sites/581/2019/11/grünehilfe.png" alt="" width="1280" height="853" class="aligncenter size-full wp-image-8428" srcset="https://endofroad.blackblogs.org/wp-content/uploads/sites/581/2019/11/grünehilfe.png 1280w, https://endofroad.blackblogs.org/wp-content/uploads/sites/581/2019/11/grünehilfe-300x200.png 300w, https://endofroad.blackblogs.org/wp-content/uploads/sites/581/2019/11/grünehilfe-768x512.png 768w, https://endofroad.blackblogs.org/wp-content/uploads/sites/581/2019/11/grünehilfe-1024x682.png 1024w, https://endofroad.blackblogs.org/wp-content/uploads/sites/581/2019/11/grünehilfe-450x300.png 450w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" /></p>
<p>Weserkurier:</p>
<blockquote><p>Die Werder-Spieler bekamen es nicht mit, höchstens am Rande. „Ich war zu fokussiert auf das Spiel“, sagte etwa Milos Veljkovic. Im restlichen Weserstadion machte sich während des Pokalspiels gegen Heidenheim dagegen zunächst Ratlosigkeit breit. Rund eine halbe Stunde war vorüber, Werder führte souverän mit 3:0, und trotzdem verließen Teile der Ultras das Weserstadion. Sie packten ihre Fahnen und Banner zusammen, kletterten über die Balustrade der Ostkurve und gingen nach draußen. Dieses merkwürdige Schauspiel trug sich direkt hinter dem Tor von Jiri Pavlenka zu.</p>
<p>Inzwischen sind einige Hintergründe bekannt. Die Aussagen der Polizei und des Vereins sowie der Ultras decken sich jedoch in manchen Punkten nicht. Klar ist, dass sich der Konflikt in erster Linie um ein Banner drehte, das schon seit Saisonbeginn bei Heimspielen im Weserstadion zu sehen war. Darauf steht: „Immobilienhaie. Vorsicht, bissig!“ Es richtet sich gegen Wohninvest, seit Saisonbeginn Namenssponsor des Weserstadions, und hing oberhalb der Loge der Immobilienfirma.</p>
<p>Warum gab es nun plötzlich Probleme? Laut Werder wurde das Banner genehmigt, aber nur für die Ostkurve. Es sei jedoch im Bereich der Nordtribüne angebracht worden. Auch ein zweites Banner soll an unerlaubter Stelle gehangen haben. Laut einer Stellungnahme der „Grün-Weißen Hilfe“, einem Unterstützerverein für Fans, der diese in Rechtsfragen berät, hingen die Spruchbänder unter den Blöcken 1 und 53. Diese zählten laut Stadionplan noch zur Ostkurve, heißt es weiter. Werder sieht das anders und verweist darauf, dass dies den Fans auch im Vorfeld mitgeteilt worden sei.</p>
<p>Um das Anti-Wohninvest-Banner entbrannte ein handfester Streit. „Ordner wollten es entfernen und wurden von Werder-Fans attackiert. Ebenso unbeteiligte Besucher“, teilte der Verein mit. Die Polizei unterstützte daraufhin den Ordnungsdienst. Auf einem Video, das dem WESER-KURIER vorliegt, ist zu sehen, wie ein Ordner das Banner herunterreißt. Etwa zehn Polizisten in voller Montur geben ihm dabei Rückendeckung. Zehn bis 15 Fans geraten mit den Beamten aneinander, unbeteiligte Zuschauer stehen mitten im Geschehen. Es gibt eine kurze Rangelei mit Fußtritten und Faustschlägen, dann beruhigt sich die Situation schnell wieder.</p>
<p>Die Polizei stellte den Vorfall wie folgt dar: „Während der ersten Halbzeit wurde der Ordnungsdienst des Stadions beim Entfernen eines Banners körperlich angegriffen. Daraufhin haben Einsatzkräfte der Polizei Bremen unterstützend eingegriffen und wurden ebenfalls angegangen. Strafanzeigen werden gefertigt.“ Weder Pfefferspray noch Schlagstöcke seien eingesetzt worden.</p>
<p>Die „Grün-Weiße Hilfe“ schrieb derweil, es habe keine Angriffe gegen Polizei- und Ordnungskräfte gegeben. Fans seien bei dem Einsatz verletzt worden. Weiter heißt es: „Unabhängig von der Frage, ob die Banner an der korrekten Stelle hingen, ist keinerlei Grundlage für den Einsatz der Polizei erkennbar. Es ist keine polizeiliche Aufgabe, das Hausrecht des Vereins oder gar die Interessen eines Stadionsponsors durchzusetzen. Die Reaktion unseren Vereins, der das Vorgehen der Polizei rechtfertigt, ist daher sehr enttäuschend.“</p>
<p>Aus Protest gegen den Polizeieinsatz verließen Teile der Ultras das Stadion. Andere Fans bejubelten ihren Abzug, was zeigt, dass durch die Werder-Fanszene ein Riss geht. Stadionsprecher Arnd Zeigler forderte die verbliebenen Bremer Anhänger in der Halbzeit auf, zu zeigen, wie gut sie Stimmung machen können. In der zweiten Hälfte schwappte dann die La-Ola-Welle immer wieder durch das Stadion.</p>
<p>Das Verhältnis zwischen Werder und Teilen der Ultras hat nun einen neuen Tiefpunkt erreicht. Wie explosiv die Stimmung ist, zeigte sich bereits nach dem Erstrundenspiel im Pokal gegen Atlas Delmenhorst im August. Ein Ultra soll einen Polizisten damals im Viertel gegen den Kopf getreten haben. Werder verurteilte diesen Gewaltakt aufs Schärfste. Gegen Heidenheim kam es nun sogar im Stadion zu Auseinandersetzungen zwischen Ultras und der Polizei. Werder will die Geschehnisse in den kommenden Tagen aufarbeiten. Immerhin: Ernsthaft verletzt wurden am Mittwoch nach bisherigen Erkenntnissen weder Polizisten noch Fans.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://endofroad.blackblogs.org/archive/8426/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
