<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Uncategorized &#8211; endofroad</title>
	<atom:link href="https://endofroad.blackblogs.org/archive/category/uncategorized/feed" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://endofroad.blackblogs.org</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Thu, 15 Sep 2022 13:02:30 +0000</lastBuildDate>
	<language>de-DE</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=5.7.1</generator>

<image>
	<url>https://endofroad.blackblogs.org/wp-content/uploads/sites/581/2018/04/cropped-freespeech1-32x32.png</url>
	<title>Uncategorized &#8211; endofroad</title>
	<link>https://endofroad.blackblogs.org</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>NEONAZI BRANDSTIFTER</title>
		<link>https://endofroad.blackblogs.org/archive/14782</link>
					<comments>https://endofroad.blackblogs.org/archive/14782#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[endofroad]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Sep 2022 12:59:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://endofroad.blackblogs.org/?p=14782</guid>

					<description><![CDATA[Jan Engelke, Martin Bock, Dave Sanders und Nico Jürgensmeyer haben in der Nacht auf den 16.02.2020 das linke Jugendzentrum die „Friese“ im Bremer Viertel angezündet. Währenddessen fand dort ein Konzert statt. Damit nahmen sie den Tod von Menschen in Kauf. &#8230; <a href="https://endofroad.blackblogs.org/archive/14782">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://de.indymedia.org/sites/default/files/2022/09/86936.png"><img src="https://de.indymedia.org/sites/default/files/styles/medium/public/2022/09/86936.png?itok=myh9tNpf" alt="" /></a></p>
<p>Jan Engelke, Martin Bock, Dave Sanders und Nico Jürgensmeyer haben in der Nacht auf den 16.02.2020 das linke Jugendzentrum die „Friese“ im Bremer Viertel angezündet. Währenddessen fand dort ein Konzert statt. Damit nahmen sie den Tod von Menschen in Kauf. Mehrere Konzertbesucher*innen erlitten Rauchvergiftungen. Die Täter bewegen sich seit Jahren in der militanten Neonaziszene, wie in der Partei die Rechte, NPD und des Umfelds von Phalanx18 und Querdenken.</p>
<p>Mehr Infos unter https://antifa-bremen.org/enemy/nazis-zuendeten-die-friese-an/</p>
<p>Neonazis bekämpfen – mit allen Mitteln, auf allen Ebenen.</p>
<p>siehe auch:<br />
weser-kurier<a href="https://www.weser-kurier.de/bremen/brandanschlag-auf-kulturzentrum-anklage-gegen-drei-maenner-erhoben-doc7mpsl0gkhmo17v9vllpi"> Brandanschlag auf das Jugendzentrum Friesenstraße</a></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://endofroad.blackblogs.org/archive/14782/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Alerta, Alerta! &#8211; Ein weiteres radikales Blogprojekt aus Bremen!</title>
		<link>https://endofroad.blackblogs.org/archive/14737</link>
					<comments>https://endofroad.blackblogs.org/archive/14737#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[endofroad]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Aug 2022 11:12:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[-ZUGESPIELT-]]></category>
		<category><![CDATA[Ankündigungen]]></category>
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://endofroad.blackblogs.org/?p=14737</guid>

					<description><![CDATA[Mit dem heutigen Tag veröffentlichen wir das neue Blog-Projekt tumulte.org. Wir, das ist ein Kollektiv, welches es sich zur Aufgabe gemacht hat, eine digitale Plattform für die antiautoritäre, emanzipatorische, revolutionäre Bewegung in Bremen an den Start zu bringen. Mobi, Analysen, &#8230; <a href="https://endofroad.blackblogs.org/archive/14737">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://tumulte.org/"><img loading="lazy" class="size-full wp-image-14738 aligncenter" src="https://endofroad.blackblogs.org/wp-content/uploads/sites/581/2022/08/header-1.png" alt="" width="1080" height="420" srcset="https://endofroad.blackblogs.org/wp-content/uploads/sites/581/2022/08/header-1.png 1080w, https://endofroad.blackblogs.org/wp-content/uploads/sites/581/2022/08/header-1-300x117.png 300w, https://endofroad.blackblogs.org/wp-content/uploads/sites/581/2022/08/header-1-768x299.png 768w, https://endofroad.blackblogs.org/wp-content/uploads/sites/581/2022/08/header-1-1024x398.png 1024w, https://endofroad.blackblogs.org/wp-content/uploads/sites/581/2022/08/header-1-500x194.png 500w" sizes="(max-width: 1080px) 100vw, 1080px" /></a></p>
<p>Mit dem heutigen Tag veröffentlichen wir das neue Blog-Projekt <a href="https://tumulte.org/">tumulte.org</a>. Wir, das ist ein Kollektiv, welches es sich zur Aufgabe gemacht hat, eine digitale Plattform für die antiautoritäre, emanzipatorische, revolutionäre Bewegung in Bremen an den Start zu bringen. Mobi, Analysen, Recherchen, Tweets, Debatten, News, Pressemitteilungen, Commuiques und Hintergründe &#8211; all das soll auf <a href="https://tumulte.org/">tumulte.org</a> einen Platz finden.<span id="more-14737"></span></p>
<p>Wir, das ist aber zugleich auch ein größeres Netzwerk, welches wir zusammen mit weiteren lokalen Kollektiven im deutschsprachigen Raum gebildet haben. Gemeinsam betreiben wir <a href="https://radikal.news/">radikal.news</a>. Auf diesem Blog werden alle Artikel der beteiligten Projekte veröffentlicht. Hier [<a href="https://radikal.news/about">radikal.news/about</a>] könnt ihr mehr über das Netzwerk erfahren.</p>
<p>Mit unserem Vorhaben wollen wir weder bestehende Medienplattformen wie endofroad.blackblogs.org ersetzen, noch mit ihnen in Konkurrenz stehen. Im Gegenteil, wir sind begeistert, dass ein Blog wie endofroad seit über 10 Jahren immer noch Bestand hat!</p>
<p><strong>5 Jahre Repression gegen linksunten.indymedia</strong></p>
<p>Wir möchten genau heute mit unserem Projekt erstmalig öffentlich auftreten, weil vor 5 Jahren, am 25.08.2017, die Plattform linksunten.indymedia von den deutschen Repressionsbehörden in Folge der G20-Krawalle abgeschaltet wurde.</p>
<p>Wir wollen diesen Moment nutzen um im Angesicht der Repression weiter für die Ideen einzutreten, die hinter linksunten gestanden haben. Wir sind überzeugt von der Notwendigkeit selbstorganisierter radikaler Medien, von einer eigenen unabhängige Infrastruktur für unsere Inhalt und von Medien, die nicht über uns berichten, sondern aus der Bewegung kommen und für die Bewegung arbeiten!</p>
<p><strong>Transparenz und Moderation</strong></p>
<p>Wir haben den Anspruch Texte aus der antiautoritären und radikalen Linken zu veröffentlichen. Uns liegen möglichst genderneutral Sprachpraxen am Herzen. Sprache ist eine machtvolles Instrument in unserer Gesellschaft und als ein Projekt, welches vor allem auf das geschriebene Wort setzt, wollen wir, dass sich die Kritik an den vorheerschenden Verhältnissen in unserer Sprache ausdrückt. Wir schreiben euch aber nicht vor wie ihr zu gerndern habt, weil wir eure Beweggründe nicht kennen und die Sprachpraxis immer auch etwas über die Autor*innen und ihre Politik aussagt. In diesem Sinne stehen wir auch für ein solidarisches Streiten und Fehlerfreundlichkeit im Umgang miteinander. Sollten wir Texte nicht veröffentlichen, werden wir das transparent machen und erklären, warum. Dies wollen wir gesammelt einmal im Monat machen. Nazi-Spam, unverständliches sowie jegliche Patei-Propaganda werden ignoriert.</p>
<p><strong>tumulte.org ist eine Baustelle</strong></p>
<p>Projekte, sind Projekte, weil die Arbeit an ihnen nicht abgeschlossen ist und sie sich weiterentwickeln. tumulte.org ist dabei bewusst keine Ausnahme. Falls eine Funktion noch nicht gänzlich funktionieren sollte, oder der eine oder andere Ablauf unsererseits noch nicht reibungsfrei läuft, habt ein ein wenig Nachsicht mit uns. Nicht nur das, sondern schickt uns darüberhinaus gerne Infos über Dinge, die euch auffallen, die sich vielleicht nicht wie geplant verhalten oder wiederum Funktionen, die ihr gerne als Teil der Plattform haben würdet. tumulte.org lebt nicht nur von euren eingesendeten Postings, sondern ebenso von euren Wünschen und Ideen.</p>
<p>In diesem Sinne:</p>
<p><strong>AUF IN TUMULTE!</strong></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://endofroad.blackblogs.org/archive/14737/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Berlin &#038; Sachsen: GPS Tracker gefunden</title>
		<link>https://endofroad.blackblogs.org/archive/14694</link>
					<comments>https://endofroad.blackblogs.org/archive/14694#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[endofroad]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Aug 2022 20:29:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://endofroad.blackblogs.org/?p=14694</guid>

					<description><![CDATA[Vor kurzem wurden an einem Fahrzeug zwei GPS Tracker gefunden. Nachdem das erste Gerät Mitte vorletzter Woche entdeckt und entfernt wurde, wurde kurz darauf ein baugleiches Gerät an fast derselben Stelle angebracht. Dieses konnte ebenso gefunden und unbrauchbar gemacht werden. &#8230; <a href="https://endofroad.blackblogs.org/archive/14694">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" class="alignnone size-full wp-image-14696" src="https://endofroad.blackblogs.org/wp-content/uploads/sites/581/2022/08/tracker3.cleaned.jpg" alt="" width="4032" height="3024" srcset="https://endofroad.blackblogs.org/wp-content/uploads/sites/581/2022/08/tracker3.cleaned.jpg 4032w, https://endofroad.blackblogs.org/wp-content/uploads/sites/581/2022/08/tracker3.cleaned-300x225.jpg 300w, https://endofroad.blackblogs.org/wp-content/uploads/sites/581/2022/08/tracker3.cleaned-768x576.jpg 768w, https://endofroad.blackblogs.org/wp-content/uploads/sites/581/2022/08/tracker3.cleaned-1024x768.jpg 1024w, https://endofroad.blackblogs.org/wp-content/uploads/sites/581/2022/08/tracker3.cleaned-400x300.jpg 400w" sizes="(max-width: 4032px) 100vw, 4032px" /></p>
<p>Vor kurzem wurden an einem Fahrzeug zwei GPS Tracker gefunden. Nachdem das erste Gerät Mitte vorletzter Woche entdeckt und entfernt wurde, wurde kurz darauf ein baugleiches Gerät an fast derselben Stelle angebracht. Dieses konnte ebenso gefunden und unbrauchbar gemacht werden.<span id="more-14694"></span></p>
<p>Die Geräte wurden in einem Hohlraum zwischen der Plastikverkleidung der Stoßstange und der Karosserie, örtlich hinter dem linken Hinterrad, angebracht. Die Gerätschaften sind mit sogenannten Neodym Magneten, also besonders starken Magneten, ausgestattet, sodass diese ohne Klebstoff oder Klebeband an der Karosserie hafteten.</p>
<p>Die GPS Tracker bestehen aus zwei, mit einem Kabel verbundenen, Metallboxen. Die erste Box beinhaltet ausschließlich ein Akku Pack aus Lithium Polymer Akkumulatoren, an der Stirnseite der Box ist ein dreipoliger Anschluss angebracht. Über diesen Anschluss führt ein Kabel zur zweiten Metallbox, den eigentlichen Tracker.</p>
<p>An der Oberseite des Trackers selbst befinden sich zwei abschraubbare Antennen, sowie der Anschluss für das Stromversorgungskabel. Im Inneren befindet sich wieder ein kleinerer Akku (beim zweiten Gerät war der „interne“ Akku des Trackers etwas größer, entsprechend auch die Metallbox), sowie die Chipsätze des eigentlichen Trackers.</p>
<p>Das Gerät empfängt GPS Daten und schickt diese dann über eine Telekommunikationsverbindung an den Server der Ermittlungsbehörden. Die entsprechenden Simkarten, ausgestellt von der Telekom, konnten in den Geräten selbst sichergestellt werden.</p>
<p>Die Geräte werden produziert von der Firma „Deutsche Elektro- und Sicherheitsanlagen GmbH“ – „DESAG“. Die Betriebsstätte „telematic“, die auch die vorliegenden Gerätschaften herstellte, residiert im „Innoviations- und Gründerzentrum“ in Berlin Adlershof.</p>
<p>Die vielsagende Selbstbeschreibung der Firma:</p>
<p>„Willkommen bei der DESAG Telematic Unter dem Namen FUGON entwickeln und fertigen wir seit 1992 innovative Produkte der Telematik.</p>
<p>Am 1. September 2011 wurde unsere Betriebsstätte Berlin durch die DESAG Deutsche</p>
<p>Elektro- und Sicherheitsanlagen GmbH Schwerin übernommen und wird als Betriebsstätte Telematic weitergeführt. Die Entwicklung und Fertigung umfasst alle notwendigen Komponenten für Systeme zur Ortung von mobilen Objekten zur Fahrzeugüberwachung für das Flottenmanagement.“</p>
<p>Ausschließlich für Behörden wird das Gerät mit der Bezeichnung NavKos T angeboten, der Zugang zur Preisliste der Geräte ist passwortgeschützt. Das Akkupack firmiert unter der Typenbezeichnung „AP-3 T“.</p>
<p>Die Seriennummer der Geräte lautet 1401.1 und sie sind fortlaufend nummeriert. Die höchste Nummer wurde mit #40 bezeichnet, während das Akkupack mit der Seriennummer 1404.1 die Nummer #036 erhielt. Bei den im Anschluss verbauten Paketen, lautete die fortlaufende Nummerierung des Akkus #035. Am Tracker selbst war leider keine Nummerierung mehr zu erkennen.</p>
 [<a href="https://endofroad.blackblogs.org/archive/14694">See image gallery at endofroad.blackblogs.org</a>] 
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://endofroad.blackblogs.org/archive/14694/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Info- und Diskussionsveranstaltung zu Preissteigerungen</title>
		<link>https://endofroad.blackblogs.org/archive/14260</link>
					<comments>https://endofroad.blackblogs.org/archive/14260#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[endofroad]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 May 2022 14:12:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://endofroad.blackblogs.org/?p=14260</guid>

					<description><![CDATA[Die Preise explodieren. Ob Döner oder Duschgel, alles wird immer teurer. Bei Öl, Nudeln und Klopapier freuen wir uns inzwischen manchmal sogar, wenn es sie überhaupt noch zu kaufen gibt. Schuld daran soll der Krieg sein, die Corona-Pandemie und natürlich &#8230; <a href="https://endofroad.blackblogs.org/archive/14260">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="moz-quote-pre"><img loading="lazy" class="size-full wp-image-14261 aligncenter" src="https://endofroad.blackblogs.org/wp-content/uploads/sites/581/2022/05/cropped-web2.png" alt="" width="300" height="89">Die Preise explodieren. Ob Döner oder Duschgel, alles wird immer teurer. Bei Öl, Nudeln und Klopapier freuen wir uns inzwischen manchmal sogar, wenn es sie überhaupt noch zu kaufen gibt. Schuld daran soll der Krieg sein, die Corona-Pandemie und natürlich wir: „Hamsterkäufer“ würden die Regale leerkaufen. Aber stimmt das überhaupt? Gemeinsam wollen wir uns nicht nur erklären wieso jetzt alles teurer wird. Gemeinsam wollen wir etwas dagegen unternehmen, denn wir wollen und können uns damit nicht abfinden!</p>
<p class="moz-quote-pre">Komm am 25. Mai um 19 Uhr zu uns in das Solidarische Zentrum in der Lindenstraße 1b. Wir freuen uns auf dich!&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://endofroad.blackblogs.org/archive/14260/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>[HB] Zusammendenken, was zerstört gehört</title>
		<link>https://endofroad.blackblogs.org/archive/14220</link>
					<comments>https://endofroad.blackblogs.org/archive/14220#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[endofroad]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 May 2022 17:13:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://endofroad.blackblogs.org/?p=14220</guid>

					<description><![CDATA[via de.indymedia Das Problem ist nicht nur ein Profitieren von Kriegen im Speziellen, sondern auch alltägliches Profitieren und Verfestigen von kapitalistischen Besitzverhältnissen im Allgemeinen. Kapitalismus bedeutet Normalisierung von Ausbeutung. Wir stören diese Abläufe. Zusammendenken, was zerstört gehört: Das Problem ist &#8230; <a href="https://endofroad.blackblogs.org/archive/14220">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="field field-name-field-abstract field-type-text-long field-label-hidden">
<div class="field-items">
<div class="field-item even">
<p><img loading="lazy" class="alignnone size-full wp-image-13878" src="https://endofroad.blackblogs.org/wp-content/uploads/sites/581/2022/03/Symbolbild.png" alt="" width="528" height="297" srcset="https://endofroad.blackblogs.org/wp-content/uploads/sites/581/2022/03/Symbolbild.png 528w, https://endofroad.blackblogs.org/wp-content/uploads/sites/581/2022/03/Symbolbild-300x169.png 300w, https://endofroad.blackblogs.org/wp-content/uploads/sites/581/2022/03/Symbolbild-500x281.png 500w" sizes="(max-width: 528px) 100vw, 528px" /></p>
<p>via <a href="http://gsxbcjvcrdl66ycimkwra2nxzwvy2idef4twi7elojuzm5ztt5abqyid.onion/node/189728">de.indymedia</a></p>
<p>Das Problem ist nicht nur ein Profitieren von Kriegen im Speziellen, sondern auch alltägliches Profitieren und Verfestigen von kapitalistischen Besitzverhältnissen im Allgemeinen. Kapitalismus bedeutet Normalisierung von Ausbeutung. Wir stören diese Abläufe.</p>
</div>
</div>
</div>
<p><span id="more-14220"></span></p>
<div class="field field-name-body field-type-text-with-summary field-label-hidden">
<div class="field-items">
<div class="field-item even">
<p><strong>Zusammendenken, was zerstört gehört:</strong></p>
<p>Das Problem ist nicht nur ein Profitieren von Kriegen im Speziellen, sondern auch alltägliches Profitieren und Verfestigen von kapitalistischen Besitzverhältnissen im Allgemeinen. Kapitalismus bedeutet Normalisierung von Ausbeutung. Wir stören diese Abläufe.<br />
Ein wenig Sand im Getriebe &#8211; vielleicht ja bald ein Strand.</p>
<p>Getroffen hat es diesmal, in der Nacht vom 2. auf den 3. Mai, ein paar Reifen und damit wenigstens kurzzeitig die Mobilität folgender Firmen:<br />
Spie in der Neustadt<br />
Dussmann in Gröpelingen<br />
Ferchau in Walle<br />
Immobilien Bremen in Walle<br />
Allianz in Walle</p>
<p><strong>Solidarität mit allen Angriffen, die es in der Vergangenheit auf diese und ähnliche Player gab.</strong></p>
<p><strong><em>deserts and desertations</em></strong></p>
</div>
</div>
</div>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://endofroad.blackblogs.org/archive/14220/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Solidarität in Zeiten von Krieg und Vertreibung</title>
		<link>https://endofroad.blackblogs.org/archive/14072</link>
					<comments>https://endofroad.blackblogs.org/archive/14072#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[endofroad]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Apr 2022 11:12:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://endofroad.blackblogs.org/?p=14072</guid>

					<description><![CDATA[via de.crimethinc Anarchist*innen an der polnisch-belarussischen Grenze Seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine sind fast vier Millionen Menschen geflohen. Doch dies sind kaum die einzigen Flüchtlinge, die heute aus kriegsgebeutelten Ländern fliehen. Seit 2021 hat die Regierung von Belarus &#8230; <a href="https://endofroad.blackblogs.org/archive/14072">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" class="aligncenter wp-image-14073" src="https://endofroad.blackblogs.org/wp-content/uploads/sites/581/2022/04/header_ct_soli.jpg" alt="" width="1000" height="668" srcset="https://endofroad.blackblogs.org/wp-content/uploads/sites/581/2022/04/header_ct_soli.jpg 2000w, https://endofroad.blackblogs.org/wp-content/uploads/sites/581/2022/04/header_ct_soli-300x200.jpg 300w, https://endofroad.blackblogs.org/wp-content/uploads/sites/581/2022/04/header_ct_soli-768x513.jpg 768w, https://endofroad.blackblogs.org/wp-content/uploads/sites/581/2022/04/header_ct_soli-1024x684.jpg 1024w, https://endofroad.blackblogs.org/wp-content/uploads/sites/581/2022/04/header_ct_soli-449x300.jpg 449w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" />via <a href="https://de.crimethinc.com/2022/03/29/solidaritat-in-zeiten-von-krieg-und-vertreibung-anarchistinnen-an-der-polnisch-belarussischen-grenze">de.crimethinc</a></p>
<p><em>Anarchist*innen an der polnisch-belarussischen Grenze</em></p>
<div class="e-content">
<p>Seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine sind fast vier Millionen Menschen geflohen. Doch dies sind kaum die einzigen Flüchtlinge, die heute aus kriegsgebeutelten Ländern fliehen. Seit 2021 hat die Regierung von Belarus Tausende von Flüchtlingen, die durch Kriege in Syrien, Afghanistan, Irak, Äthiopien und anderswo vertrieben wurden, zynisch als Druckmittel eingesetzt (einige deutsche Politiker*innen und Journalist*innen haben daraufhin Geflüchtete aus Belarus als »hybride Waffen« bezeichnet), um Druck auf die Europäische Union auszuüben. Die EU-Regierungen haben darauf kaltschnäuzig reagiert, indem sie diese Flüchtlinge in der Vorhölle zwischen zwei militarisierten Grenzen gefangen ließen und eine Sperrzone einrichteten, um sicherzustellen, dass Beobachter*innen sie nicht sterben sehen können. Trotzdem haben sich die im <a href="https://nobordersteam.noblogs.org/">No-Borders-Team</a> organisierten Anarchist*innen den Beschränkungen widersetzt, um den Flüchtlingen im Namen einer Welt ohne Grenzen zu helfen. Wir sprachen mit Anarchist*innen, die an der Grenze zwischen Polen und Belarus aktiv sind, um mehr zu erfahren.</p>
<p><a href="https://zrzutka.pl/rab8e2">Hier</a> könnt ihr für das No Borders Team spenden.<span id="more-14072"></span></p>
<p><em>Hintergrundinformationen zu den Bemühungen um gegenseitige Hilfe in Polen während der COVID-19-Pandemie findest du <a href="https://crimethinc.com/2020/08/25/doing-what-state-and-market-cannot-the-visible-hand-how-a-mutual-aid-network-serves-tens-of-thousands-in-poland">in diesem Artikel</a>. Wie Freiwillige sich mit Migrant*innen an der Grenze zwischen den Vereinigten Staaten und Mexiko solidarisieren, erfährst du <a href="https://crimethinc.com/books/no-wall-they-can-build">hier</a>. Lies dieses <a href="https://de.crimethinc.com/2022/03/15/die-syrian-cantina-syrische-kantine-in-montreuil-organisieren-im-exil-wie-gefluchtete-den-revolutionaren-kampf-in-der-fremde-fortsetzen-konnen">Interview mit syrischen Exilant*innen</a>, um die Perspektive von Migrant*innen kennenzulernen.</em></p>
<figure class=""><img src="https://cdn.crimethinc.com/assets/articles/2022/03/28/1.jpg"><figcaption>
<ol>
<li>Oktober 2021: Von Flüchtlingen zurückgelassene Gegenstände in Polen. Sie hatten es entweder eilig, den Grenzbeamt*innen zu entkommen, oder konnten ihr Lager nicht auflösen, weil sie verhaftet und nach Belarus zurückgebracht wurden.</li>
</ol>
</figcaption></figure>
<h1 id="eine-geschichte-von-zwei-grenzen">Eine Geschichte von zwei Grenzen</h1>
<p>In den letzten Wochen hat sich die polnische Regierung für die Aufnahme der Millionen von Flüchtlingen gelobt, die vor der russischen Invasion in der Ukraine fliehen. Unzählige Menschen in Polen haben den Müttern, Kindern und älteren Menschen, die Tag für Tag nach Polen kommen, ihre Solidarität bekundet, indem sie den Ankommenden an den Bahnhöfen Transportmöglichkeiten anboten und bereitwillig ihre Häuser für Fremde öffneten. Doch seit Monaten frieren und hungern an der nordöstlichen Grenze Polens Migrant*innen aller Altersgruppen aus dem Irak, Syrien, Afghanistan und anderen kriegszerrütteten Ländern, die in dem Grenzstreifen zwischen Polen und Belarus gestrandet sind. In einer Zeit, in der es weltweit mehr gewaltsam vertriebene Menschen gibt als <a href="https://www.unhcr.org/ua/en/34517-unhcr-world-refugee-day-ukraine.html">je zuvor in der Geschichte</a>, wirft diese Katastrophe ein Schlaglicht auf die Ressentiments der Europäischen Union gegenüber <a href="https://www.theguardian.com/global-development/commentisfree/2022/mar/04/embraced-or-pushed-back-on-the-polish-border-sadly-not-all-refugees-are-welcome">nicht-weißen Migrant*innen</a> und deutet auf eine Zukunft hin, in der Regierungen vertriebene Bevölkerungsgruppen systematisch als politische Druckmittel einsetzen werden.</p>
<p>Gleichzeitig zeigen anarchistische Kollektive in Polen und anderswo in Europa, wie wir einer solchen Zukunft entgegentreten können, indem sie sich – trotz einer Atmosphäre von Angst, Vorurteilen und Gewalt – in Solidarität mit Migrant*innen aus dem Nahen Osten und Afrika organisieren.</p>
<figure class=""><img src="https://cdn.crimethinc.com/assets/articles/2022/03/28/16.jpg"><figcaption><a href="https://www.facebook.com/watch/live/?ref=watch_permalink&amp;v=263178002493014">8. November 2021: </a>: »Wir erhalten beunruhigende Nachrichten von der Grenze. Belarussische Grenzsoldaten haben 2000 Menschen auf die polnische Seite gedrängt. Darunter sind viele Kinder. Wir hören Berichte, dass von Zeit zu Zeit Schüsse über die Köpfe der Flüchtlinge hinweg abgefeuert werden, damit sie schneller werden. Die polnische Armee errichtet bewaffnete Sperren.«</figcaption></figure>
<hr>
<p>Mitte 2021 lockte der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko Menschen, die verzweifelt vor bewaffneten Konflikten in Afghanistan, Syrien, der Demokratischen Republik Kongo und anderen Teilen Asiens und Afrikas flohen, mit dem Versprechen einer sicheren Migrationsroute durch Belarus in die Europäische Union. Bei ihrer Ankunft in Minsk wurden sie von belarussischen Soldat*innen festgehalten und gezwungen, die Grenzen zu Polen, Litauen und Lettland außerhalb der offiziellen Kontrollpunkte zu überqueren.</p>
<p>Seit mehr als sechs Monaten werden nun Tausende von Frauen, Männern und Kindern als Spielfiguren in einem Machtkampf zwischen Lukaschenkos Regierung und der Europäischen Union behandelt, indem sie wiederholt mit Waffengewalt gezwungen werden, abseits der regulären Grenzübergänge in die EU einzureisen, und dann von den Grenzbeamt*innen dieser Länder sofort wieder nach Belarus zurückgeschoben werden. Ihnen wird der Zugang zu Unterkünften, Nahrungsmitteln, medizinischer Behandlung und Rechtsbeistand verweigert. Im Februar wurden in den Wäldern und Sümpfen entlang der polnisch-belarussischen Grenze mindestens <a href="https://www.infomigrants.net/en/post/38698/another-migrant-body-found-near-polandbelarus-border">neunzehn Leichen</a> von mutmaßlichen Migrant*innen gefunden.</p>
<p>Seit den ersten Tagen dieser Krise hat sich ein Netzwerk polnischer anarchistischer Kollektive, das <a href="https://www.facebook.com/nobordersteam">No Borders Team</a> (NBT), mit den Anwohner*innen des Grenzgebiets zusammengetan, um diese Migrant*innen mit Lebensmitteln, Wasser, Decken, medizinischer Versorgung und anderen lebensnotwendigen Gütern durch solidarische Hilfe zu versorgen. Für das No Borders Team sind diese Bemühungen Teil einer langjährigen Zielsetzung, die Grenzen zwischen den Nationen zu beseitigen und ihren schädlichen Auswirkungen entgegenzuwirken.</p>
<figure class=""><img src="https://cdn.crimethinc.com/assets/articles/2022/03/28/12.jpg"><figcaption>»Niemand ist illegal – gegen die Festung Europa«, ein Transparent, das am Provinzbüro in Poznań, Polen, hängt.</figcaption></figure>
<p>»In den letzten Wochen haben wir in Polen einen enormen sozialen Aufruhr erlebt«, sagt J- von NBT. »Tausende von Menschen nahmen ukrainische Familien unter ihrem Dach auf. Eine Zeit lang gab es sogar zu viele Menschen, die helfen wollten, als ob die Pol*innen mit dieser großen Bewegung ihre Passivität gegenüber den Migrant*innen an der belarussischen Grenze abstreifen wollten. Diese aufgehaltenen Familien werden immer noch in den Wald geworfen«.</p>
<p>Es wird vermutet, dass Lukaschenko, der seit 1994 Präsident von Belarus ist, die erzwungene Migration inszeniert hat, um die Spaltung der EU in Bezug auf ihre Migrationspolitik auszunutzen und die Region zu destabilisieren, als eine Art <a href="https://www.npr.org/2021/11/17/1056129127/poland-belarus-eu-migrant-border-crisis">Vergeltung</a> für die Kritik der EU-Regierungen an seinem autoritären Regime und das Verhängen von Sanktionen gegen Belarus. Als erklärt wurde, dass er 2020 eine sechste Amtszeit als Präsident gewinnen würde, lehnten die EU und zahlreiche andere Länder die Ergebnisse ab, da sie weithin der Meinung waren, dass die Wahl manipuliert worden war. Die EU hat auch Wirtschaftssanktionen als Reaktion auf die von Lukaschenkos Regierung begangene Menschenrechtsverletzungen verhängt. So wurde im Mai 2021 ein Ryanair-Passagierflug von Griechenland nach Litauen zur Landung in Minsk gezwungen, um einen Oppositionsaktivisten zu verhaften. Die belarussische Wirtschaft ist weitgehend von Russland abhängig, da das Lukaschenkos einziger verbliebener Verbündeter ist. Als es 2020, als Reaktion auf Lukaschenkos gefälschte Wiederwahl, <a href="https://crimethinc.com/2021/06/30/belarus-when-we-rise-a-critical-analysis-of-the-2020-revolt-against-the-dictatorship">wochenlang zu Protesten kam</a>, bot der russische Präsident Wladimir Putin an, das russische Militär zu schicken, um gegen die Opposition vorzugehen.</p>
<p>2021 reagierte Lukaschenko auf die von der EU nach dem Ryanair-Vorfall verhängten Sanktionen, indem er <a href="https://www.politico.eu/article/belarusian-president-alexander-lukashenko-warns-eu-belarus-wont-stop-migrant-border-surge-lithuania/">drohte</a>, seine Regierung werde Migrant*innen ohne Papiere nicht länger daran hindern, über Belarus nach Litauen zu gelangen.</p>
<p>Es entstand ein klarer Menschenhandel, da staatliche Fluggesellschaften und Reisebüros in Ländern wie dem Irak, der Türkei und Äthiopien mit ermäßigten Preisen für »Touren« nach Belarus warben und Belarus als vermeintlich sichere Route in die EU anpriesen; gleichzeitig begannen belarussische Beamt*innen, mehr Visa auszustellen und ihre Vorschriften zu lockern. Nachdem sie an die Ostgrenze der EU transportiert und in Lagern auf Militärstützpunkten untergebracht worden waren, erhielten die Migrant*innen Drahtscheren und wurden von belarussischen Beamt*innen gezwungen, den Stacheldrahtzaun durchzuschneiden und die Grenze außerhalb der offiziellen Kontrollpunkte zu überqueren. Im Oktober war Belarus dazu übergegangen, Tausende von Migrant*innen <a href="https://www.infomigrants.net/en/post/37994/polish-border-guard-blocks-600-migrants-from-entering-the-country">an die EU-Grenze zu schmuggeln</a>. Dennoch <a href="https://www.politico.eu/article/alexander-lukashenko-migrants-belarus-poland-border/">behauptete</a> Lukaschenko im November 2021, die belarussischen Behörden hätten lediglich aufgehört, Migrant*innen daran zu hindern, die EU-Grenze zu erreichen.</p>
<p>Während westliche Regierungen Lukaschenko vorgeworfen haben, diese Menschen in einem »<a href="https://theconversation.com/is-the-belarus-migrant-crisis-a-new-type-of-war-a-conflict-expert-explains-171739">hybriden Angriff</a>« als Waffen gegen die EU zu benutzen, hat Putin das Vorgehen des belarussischen Präsidenten verteidigt, wie er es in der Vergangenheit oft getan hat. Der Einfluss Russlands auf Belarus zeigt sich seit Februar darin, dass russische Truppen Belarus als Aufmarschgebiet für den Einmarsch in die Ukraine <a href="https://www.npr.org/2022/03/11/1085548867/belarus-ukraine-russia-invasion-lukashenko-putin">nutzen durften</a>.</p>
<figure class=""><img src="https://cdn.crimethinc.com/assets/articles/2022/03/28/11.jpg"></figure>
<p>Die Teilnehmer*innen des No Borders Team vermuten, dass Lukaschenkos strategischer Einsatz von Flüchtlingen zur Destabilisierung der EU von Anfang an mit Putins Machenschaften gegen die Ukraine verbunden war. »Unsere Aktivitäten an der Grenze zu Belarus standen von Anfang an im Zusammenhang mit der politischen Situation in der Ukraine«, sagt J-. »Es war uns bewusst, dass einer der Gründe für die Maßnahmen der belarussischen Behörden die Destabilisierung der Lage in der Region sein könnte, mit dem Ziel, die russischen Militäroperationen in der Ukraine zu erleichtern. Niemand war sich sicher, dass ein solcher Angriff stattfinden würde, und das Ausmaß der Aggression hat die meisten von uns sicherlich überrascht, aber wir haben gesehen, wie die menschliche Tragödie an der Grenze als Teil des Machtspiels in Moskau instrumentalisiert wurde.</p>
<p>Die Tragödie, die sich aus diesem Machtspiel ergibt, ist aber auch das Ergebnis der Strategie, mit der die polnische Regierung reagiert hat – eine Strategie, die der Hohe Kommissar der Vereinten Nationen für Flüchtlinge, der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte und mehrere Menschenrechtsorganisationen <a href="https://www.infomigrants.net/en/post/37885/eu-and-unhcr-raise-alarm-over-pushback-methods-in-poland-latvia-and-lithuania">scharf verurteilt haben</a>. In einer Taktik, die allgemein als »Pushback« bekannt ist, treiben polnische Grenzschutzbeamt*innen, Soldaten und Polizist*innen Menschen zusammen, denen es gelungen ist, die Grenze zu überqueren, und zwingen sie sofort, außerhalb der offiziellen Grenzübergänge wieder nach Belarus einzureisen, ohne ihnen die Möglichkeit zu geben, den Flüchtlingsstatus zu beantragen. Obwohl die polnische Regierung die Vorschriften geändert hat, um dies zu ermöglichen, und das Parlament im Oktober ein Gesetz verabschiedet hat, das diese Abschiebungen angeblich legalisiert, <a href="https://www.ejiltalk.org/polands-power-play-at-its-borders-violates-fundamental-human-rights-law/">verstößt</a> diese Praxis eindeutig gegen internationales und europäisches Recht, da den Menschen das Recht verweigert wird, Asyl zu beantragen.</p>
<figure class=""><img src="https://cdn.crimethinc.com/assets/articles/2022/03/28/3.jpg"><figcaption>»Höchstwahrscheinlich eine kurdische Familie. Ein paar Kinder, Frauen, Männer, eine ältere Person – sie alle wurden noch in derselben Nacht über die Grenze zurückgeschoben.«</figcaption></figure>
<p>Im November eskalierte der polnische Grenzschutz seine Gewalt gegen die Migrant*innen, indem er Wasserwerfer und Tränengas auf Menschen abfeuerte, die versuchten, die Grenze zu überqueren. Viele derjenigen, die nach der Einreise nach Polen aufgegriffen werden, werden in <a href="https://euobserver.com/migration/154320">bewachten Haftanstalten</a> festgehalten, oft monatelang am Stück.</p>
<p>In einem Zentrum in Wędrzyn haben inhaftierte Migrant*innen zwei verschiedene Hungerstreiks gegen die dortigen Bedingungen <a href="https://notesfrompoland.com/2022/02/10/hunger-protest-over-conditions-at-holding-centre-for-refugees-and-migrants-in-poland/">durchgeführt</a> . NBT verfügt über Teams, die in diesen Lagern festgehaltene Menschen mit lebenswichtigen Gütern versorgen und in einigen Fällen Menschen, die einen Asylantrag stellen wollen, mit rechtlichem Beistand in Verbindung bringen konnten.</p>
<p>Der polnische Präsident Andrzej Duda verhängte am 2. September 2021 den Ausnahmezustand über Teile der an Belarus angrenzenden Regionen Podlaskie und Lubelskie. Mit dem Ausnahmezustand wird eine Drei-Kilometer-Zone entlang der Grenze eingerichtet, die niemand legal betreten darf, auch nicht Journalist*innen, Nichtregierungsorganisationen und unabhängige Beobachter*innen. Jede*r, die*der die Sperrzone betritt, um humanitäre Hilfe zu leisten, riskiert, verhaftet oder mit einer Geldstrafe belegt zu werden. »Seit die Zone Anfang September eingerichtet wurde, werden keine Sanitäter*innen mehr hineingelassen«, sagt D. »Selbst wenn jemand im Wald im Sterben lag, ließen die Soldat*innen an der Grenze niemanden hinein.« Während die Grenzbeamt*innen medizinische Nichtregierungsorganisationen wie Ärzte ohne Grenzen <a href="https://www.infomigrants.net/en/post/37738/medics-leave-polandbelarus-border-without-reaching-migrants">abgewiesen haben</a>, konnten einige Mediziner*innen unbemerkt in das Grenzgebiet eindringen, um Migrant*innen zu behandeln, die an Unterkühlung und Verletzungen infolge der gewaltsamen Übergriffe polnischer und belarussischer Beamt*innen leiden.</p>
<figure class="portrait"><img src="https://cdn.crimethinc.com/assets/articles/2022/03/28/13.jpg"><figcaption>»In der Stille der Nacht stirbt jemand im Wald«. Heiligabend, 2021.</figcaption></figure>
<p>F-, eine Aktivistin von NBT, sagt, dass fast alle teilnehmenden Aktivist*innen in Erster Hilfe ausgebildet sind. Wenn sie im Wald auf Menschen treffen, die um Hilfe gebeten haben, kümmern sie sich in der Regel zuerst um deren medizinische Bedürfnisse und geben ihnen dann etwas Warmes zu essen und zu trinken. »Je nach Person, die man antrifft«, sagt sie, »hilft man ihnen manchmal nur beim Wechseln der Klamotten und geht dann, weil sie eigene Pläne haben, aber manchmal verbringt man auch etwas mehr Zeit mit ihnen. Man sitzt zusammen, teilt die Decken, teilt die Kälte. Du trinkst Tee und hörst dir ihre Geschichten an, und sie zeigen dir die Fotos ihrer Kinder und ihrer Familien auf ihren Handys.« F- hat in der Grenzzone viele interessante Menschen kennengelernt, darunter auch einige, die in ihren Herkunftsländern politische Aktivist*innen waren, die sich für Randgruppen einsetzten und sich nun auf der anderen Seite des Prozesses in der EU wiederfinden.</p>
<p>D- sagt, dass sie mehreren Menschen begegnet sind, die in einem so schlechten Zustand waren, dass sie Angst hatten, sie könnten sterben. Obwohl die NBT-Aktivist*innen bei ihrer Arbeit noch keine Toten zu beklagen hatten, sind sie Menschen begegnet, die schwer geschlagen wurden, darunter auch einige Kinder, und Frauen, die wiederholt vergewaltigt wurden, in den meisten Fällen von belarussischen Soldaten, aber auch von polnischen Offizieren. »Es ist erstaunlich, wie sie dort überleben können«, sagt er und merkt an, dass einige Migrant*innen völlig unvorbereitet auf das hiesige Gelände und Wetter waren, da sie aus dem Nahen Osten stammen. Aktivist*innen haben sie mit Planen, Karten, Schlafsäcken und neuer Kleidung versorgt und ihnen manchmal gezeigt, wie man eine provisorische Unterkunft baut.</p>
<p>Die Menschen, die in der Notstandszone entlang der Grenze leben, waren die ersten, die auf die humanitäre Krise vor ihrer Haustür reagierten. »Ein großer Teil der Hilfe für die Menschen, die nach der Einrichtung der No-Go-Zone im Wald festsaßen, wurde von den Einheimischen geleistet«, sagt F-. Trotz der ständigen Bedrohung durch die Polizisten, die mit Hubschraubern in dem Gebiet patrouillieren, haben viele Einwohner*innen von Anfang an riskiert, verhaftet zu werden, indem sie sich in den Wald wagten, um den dort gestrandeten Migrant*innen lebensrettende Hilfe zu bringen, und immer wieder versuchten, den in den Haftanstalten Festgehaltenen Hilfe zu leisten.</p>
<figure class=""><img src="https://cdn.crimethinc.com/assets/articles/2022/03/28/7.jpg"><figcaption>Am 12. Februar 2022 fand in Krosno Odrzańskie eine Demonstration aus Solidarität mit den in den Lagern inhaftierten Menschen statt. Einige hundert Menschen versammelten sich vor dem Tor der örtlichen Grenzschutzeinheit, um auf die Proteste in den so genannten »Zentren für Ausländer« zu reagieren. Damals gab es unter anderem einen Hungerstreik in dem berüchtigten Zentrum in Wędrzyn.</figcaption></figure>
<p>D- spricht über die Verbindungen, die die anarchistischen Aktivist*innen im Laufe der gemeinsamen Arbeit mit den Anwohner*innen aufgebaut haben. »Es war wirklich beeindruckend für uns, weil Polen ein super konservatives Land ist, die Organisierung der Menschen vor Ort zu sehen, die vorher keine Aktivist*innen waren.« Viele von ihnen, sagt er, teilen die Ansicht von NBT über die Regierung, nachdem sie gesehen haben, wie Menschen im Wald starben.</p>
<p>Das Verbot für die Medien, das Grenzgebiet zu betreten, hat es den Grenzbeamt*innen ermöglicht, »wie Cowboys« zu agieren, so F-. Sie sagt, dass auf Menschen, die dort Hilfe leisten, Waffen gerichtet wurden, sie aus ihren Autos gezerrt wurden und ihnen die Wachen ihre Telefone weggenommen haben. »Sie können alles tun«, sagt F-. »Niemand kann sie sehen, niemand kann sie verurteilen, und niemand wird es je erfahren.«</p>
<p>»Es gibt einige verdeckte Polizist*innen, die uns verfolgen«, sagt J-. Die Gruppe glaubt, dass die Polizei den Standort ihrer Basis kennt, wo sie sich treffen und die Gegenstände lagern, die sie verteilen. J- sagt jedoch, dass sie viele Sicherheitsmaßnahmen ergreifen. Er zieht es vor, nicht ins Detail zu gehen, wie die NBT-Freiwilligen ihre Aktivitäten durchführen, aber er sagt, dass es hilfreich ist, dass sie ein großes Netzwerk bilden und Informationen leicht untereinander austauschen können. Die im Wald gestrandeten Migrant*innen wissen, wie sie mit ihnen in Kontakt treten können, und teilen ihnen mit, wo sie sich befinden, so dass die Mitglieder des Netzwerks auf Hilferufe reagieren können. Diejenigen, die auf diese Hilferufe reagieren, reisen in Gruppen und passen aufeinander auf.</p>
<figure class="portrait"><img src="https://cdn.crimethinc.com/assets/articles/2022/03/28/9.jpg"><figcaption>Der Wald.</figcaption></figure>
<p>Der vielleicht eklatanteste Unterschied zwischen den Reaktionen der polnischen Regierung auf die beiden Krisen besteht laut F- darin, dass die Hilfe für Flüchtlinge aus der Ukraine nicht kriminalisiert wird. »Um Menschen aus der Ukraine zu unterstützen, muss man sich nicht im Wald vor den polnischen Behörden verstecken. Man muss zu Hause nicht die Vorhänge zuziehen, wenn man einen Flüchtling aufgenommen hat, man muss nicht befürchten, dass die Polizei oder die Streitkräfte einen auf den Boden werfen, dass sie einen einschüchtern, weil man mit Suppe und einer warmen Jacke zu den Menschen, die auf der Flucht sind, geht.«</p>
<p>»Obwohl wir von dem Ausmaß der von den Pol*innen geleisteten Hilfe beeindruckt sind, können wir nicht übersehen, dass es sich um eine selektive Hilfe handelt«, sagt J-. »Während ukrainische Mütter mit Kindern auf Unterstützung zählen können, haben es Männer und Menschen mit anderer Hautfarbe viel schwerer. Natürlich ist das nicht nur ein polnisches Problem, denn viele Unterstützungsstrukturen aus Westeuropa weigern sich, nicht-weiße Menschen aufzunehmen.«</p>
<p>NBT-Teilnehmer*innen argumentieren, dass der Grund dafür, dass die Krise infolge der Invasion in der Ukraine die Krise an der nordöstlichen Grenze in den Schatten stellt, nicht nur in ihrem Ausmaß liegt, sondern auch in der psychologischen Distanz, die viele Pol*innen gegenüber den Migrant*innen empfinden, die versucht haben, über Belarus in ihr Land zu gelangen – eine Haltung, die durch die Angstmacherei von Staats- und Kapitalinteressen gefördert wird. »Der russische Einmarsch in der Ukraine ist für die polnische Gesellschaft sichtbarer, spürbarer und unkomplizierter als die Bombenangriffe im destabilisierten Syrien, Irak oder Jemen«, sagt F-. »Es ist einfacher für sie zu erkennen, dass sie Kriegsflüchtlinge sind, die Hilfe brauchen. So hat die Propaganda des polnischen Staates funktioniert.«</p>
<figure class="portrait"><img src="https://cdn.crimethinc.com/assets/articles/2022/03/28/4.jpg"><figcaption>»refugees are welcome here«</figcaption></figure>
<p>Während das NBT seine Arbeit an der polnisch-belarussischen Grenze fortsetzt, zeigt es die gleiche Solidarität mit den aus ihrem Land vertriebenen Menschen in der Ukraine. »Von Beginn des Krieges an waren Menschen, die mit dem No Borders Team verbunden sind, an der Grenze zur Ukraine präsent«, sagt D. »Zunächst leisteten sie unmittelbare Hilfe, z. B. bei der Grenzküche, die von Food Not Bombs-Kollektiven aus ganz Polen organisiert wurde, oder bei der Unterstützung des Transports von Menschen. Mit der Zeit begannen wir mit besser koordinierten Aktivitäten. Gemeinsam mit unseren ukrainischen Genoss*innen starteten wir Hilfstransporte von Polen in die Ukraine und den direkten Transport von Menschen, die vor dem Krieg nach Polen flüchteten.«</p>
<p>»Das Chaos und die Verwirrung, die diese Situation umgeben, stabilisieren sich langsam, so dass sich Möglichkeiten für organisierte Aktionen ergeben«, sagt D-. »Freund*innen aus verschiedenen Ortschaften fahren an die Grenze und helfen beim Aufteilen und Sortieren von Paketen, beim Kochen, beim Transport; wir organisieren Übergaben von Sachen und Geld. Wir arbeiten mit einer anarchistischen Gruppe zusammen, die in der Nähe von Kyjiw kämpft; wir unterstützen sie mit Hilfsgütern. Es wurde auch ein Stützpunkt eingerichtet, zu dem Menschen aus unserem Umfeld kommen können. Wir führen derzeit eine Spendenaktion für einen Lieferwagen durch, der in der Ukraine eingesetzt werden kann.«</p>
<p>Zu der Frage, wie der polnische Staat auf den Zustrom ukrainischer Flüchtlinge reagiert hat, sagt J-: »Es würde genügen zu sagen, dass er überhaupt nicht funktioniert. Für uns als Anarchist*innen ist dieser Satz jedoch nicht besonders aufschlussreich. Praktisch jede Hilfe für die Opfer dieses Krieges wird von unten organisiert. Millionen von Menschen widmen dafür ihre Zeit, ihre Arbeit und ihr Geld. Die Regierung hingegen beschränkt sich auf Pressekonferenzen, auf denen an diese Leistungen appeliert wird. Seit Beginn des Krieges wurde keine kohärente Politik zur Unterstützung der Flüchtlinge geschaffen. Während die polnische Regierung eine 353 Millionen Euro teure Mauer entlang der Grenze <a href="https://www.aljazeera.com/news/2022/1/25/poland-begins-work-on-400m-belarus-border-wall-against-migrants">zu Belarus baut</a>, trotz des heftigen Widerstands von Menschenrechts- und Umweltschützer*innen, sehen die Teilnehmer*innen des NBT diesen reaktiven Ansatz als Symbol für das völlige Fehlen einer tragfähigen Migrationspolitik des Landes.«</p>
<figure class=""><img src="https://cdn.crimethinc.com/assets/articles/2022/03/28/6.jpg"><figcaption>»Keine Mauer.«</figcaption></figure>
<p>F- erklärt: »Die Aktivist*innen und Bewohner*innen des Grenzgebiets, die seit über einem halben Jahr an der polnisch-belarussischen Grenze aktiv sind, nutzen diese Zeit der sozialen Unruhe für die Ukraine auch, um zu betonen, dass alle Flüchtlinge nach Polen kommen können und hier einen Platz zum Leben oder einen sicheren Weg für ihre weitere Reise finden sollten. Unabhängig von Papieren oder Nationalität.«</p>
<p>Während die belarussische Regierung damit begonnen hat, inhaftierte Migrant*innen zurück nach Minsk zu transportieren, damit sie in die Länder, aus denen sie geflohen sind, zurückgeführt werden können, befinden sich immer noch Hunderte in der Grenzzone. Die fortgesetzte Arbeit von NBT zur Unterstützung der dort noch festsitzenden Migrant*innen ist nur ein Teil ihrer Mission, die Migrationspolitik in der Europäischen Union und darüber hinaus zu ändern. Sie argumentieren, dass die Öffnung der Grenzen und die Zusammenarbeit der einzige Weg ist, um uns auf das vorzubereiten, was vor uns liegt, da immer mehr Menschen durch Kriege, politische Umwälzungen, Wirtschaftskrisen und <a href="https://www.theguardian.com/environment/2017/dec/21/devastating-climate-change-could-see-one-million-migrants-a-year-entering-eu-by-2100">Umweltkatastrophen</a> aus ihren Ländern vertrieben werden. Das Kollektiv in Polen ist Teil eines <a href="https://www.facebook.com/freefighters">größeren Netzwerks</a>; es arbeitet mit No Borders-Gruppen aus Deutschland, Frankreich, Italien, der Tschechischen Republik und dem Vereinigten Königreich zusammen.</p>
<p>[[ https://cdn.crimethinc.com/assets/articles/2022/03/28/10.jpg Ein Foto der Demonstration in Krosno Odrzańskie am 12. Februar 2022, aufgenommen von Agata Kubis.]]</p>
<p>»Wir haben eine andere Situation als Gruppen außerhalb Polens«, sagt D-. »Das liegt daran, dass keine dieser Gruppen das Sperrgebiet betritt und unter so schwierigen Bedingungen arbeitet: lange Fahrten in den Wald und die Sümpfe, sowie extrem niedrige Temperaturen. Pol*innen und Litauer*innen sind gezwungen, im Sommer in einem Sperrgebiet Leben zu retten, was in diesen Ländern unter Strafe steht.«</p>
<p>Am 23. März wurden vier Aktivist*innen in Polen, die einer Familie an der Grenze zu Belarus humanitäre Hilfe leisteten, unter dem Verdacht <a href="https://www.theguardian.com/global-development/2022/mar/25/poland-detains-activists-accused-of-smuggling-migrants-over-belarus-border">verhaftet</a>, Menschen über die Grenze zu schmuggeln.</p>
<p>Angesichts dieser Widrigkeiten vertritt die No Borders-Bewegung weiterhin die Idee, dass Grenzkrisen nicht durch Migrant*innen verursacht werden, sondern durch das System der geopolitischen Aufteilung in Nationalstaaten. »Zuallererst«, sagt J-, »müssen wir einfach das tun, was die No Borders-Bewegung schon seit Jahren tut – Menschen auf der Flucht in jeder Hinsicht unterstützen. Wir müssen Unterstützungsnetzwerke schaffen, sichere Häuser eröffnen, den Weg zeigen und täglich echten Widerstand gegen Grenzen leisten.«</p>
<figure class=""><img src="https://cdn.crimethinc.com/assets/articles/2022/03/28/15.jpg"><figcaption>Demonstrant*innen in Polen, die sich gegen den Bau einer Grenzmauer zwischen Polen und Belarus wehren.</figcaption></figure>
<p>»Paradoxerweise hat uns die Situation in der Ukraine die natürliche Nähe und Leichtigkeit vor Augen geführt, wie angesichts von Bedrohungen über Staatsgrenzen hinweg gegenseitige Hilfe geleistet wird«, sagt D-. »Die Beseitigung der Mechanismen zur Entwicklung autoritärer Strukturen ist nur einer der Faktoren, die die Öffnung der Grenzen begünstigen.« Zu den weiteren wichtigen Schritten auf dem Weg zu einer grenzenlosen Welt gehören nach Ansicht der NBT-Aktivist*innen die Entwicklung eines Plans zur langsamen Entmilitarisierung, die Stärkung pro-ökologischer Programme, die gerechte Verteilung und Umverteilung von Ressourcen, die Arbeit zur Beseitigung von Armut und Hunger, die Erziehung zu ethischen Einstellungen und der Aufbau eines Netzwerks sich selbst organisierender und selbst verwaltender lokaler Strukturen.</p>
<p>»Es gibt viel zu tun, aber wir haben nur unsere eigenen Grenzen zu verlieren«, sagt D-.</p>
<figure class="portrait"><img src="https://cdn.crimethinc.com/assets/articles/2022/03/28/14.jpg"></figure>
<hr>
<h1 id="appendix-die-geschichte-eines-fluchtlings">Appendix: Die Geschichte eines Flüchtlings</h1>
<p><em>Der folgende Bericht erschien auf der <a href="https://facebook.com/nobordersteam/">Facebook-Seite des No Borders Teams</a> am 23. Februar 2022.</em></p>
<p>Um denen eine Stimme zu geben, die die Welt nicht hören will, veröffentlichen wir die Geschichte eines Menschen, der sich entschlossen hat, ein großes Risiko einzugehen und sich auf den Weg nach Europa zu machen:</p>
<p>»Ich komme aus Syrien, bin 33 Jahre alt und Ingenieur. Ich habe Syrien vor etwa neun Jahren verlassen und bin in den Libanon gereist – unter anderem wegen Magenproblemen, die ich behandeln musste. Eines Tages sagte jemand zu mir:</p>
<p>»Wenn du nach Europa gehen willst, gibt es einen einfachen Weg. Gib mir einfach Geld, und ich gebe dir ein Ticket und ein Visum für Belarus, dann kannst du überall hingehen. Es ist ein wirklich einfacher Weg…«</p>
<p>Ich will nicht zurück nach Syrien, wegen des Krieges und meiner Religion. Wenn ich erzähle, was mein Glaube ist, kann ich getötet werden. Es gibt einen Zweig des Christentums in Syrien, zu dem sich nur wenige Menschen bekennen. 2018 hat die ISIS mein Dorf angegriffen und etwa 300 Menschen getötet: Kinder, Frauen und Männer.</p>
<p>…Und so kam es, dass ich diesem Mann 4000 Dollar gab, damit er mir ein Visum und eine Hotelreservierung besorgt. Wir hatten einen Direktflug vom Libanon nach Minsk. Als unsere achtköpfige Gruppe ankam, holte uns ein Mann ab, brachte uns in ein Hotel und sagte, dass wir uns zwei Tage lang gut ausruhen sollten.</p>
<p>Er sagte uns auch:</p>
<p>»Wenn ihr nach Europa wollt, müsst ihr 3000 Euro in Bar bezahlen. Ein Auto bringt euch zur Grenze, ihr geht ein oder zwei Kilometer zu Fuß, und auf der anderen Seite (der Grenze) wartet ein Auto, das euch hinbringt, wohin ihr wollt. Deutschland, Belgien…«</p>
<p>Vielleicht sind wir alle dumm, denn wir haben ihm geglaubt.</p>
<p>Nach zwei Tagen kam das Auto tatsächlich und brachte uns zur Grenze. Aber es waren keine zwei Kilometer, es waren etwa 30. Da wir nicht zurückgehen konnten, beschlossen wir, diese schreckliche Reise anzutreten. Wir waren etwa drei Tage lang zu Fuß unterwegs. Eine Person in der Gruppe hatte ein Telefon mit Internetanschluss. Ein Mann, an dessen Namen ich mich nicht erinnere, gab uns eine Wegbeschreibung: »Geht hier … geht dort …« Als wir am Zaun in Belarus ankamen, gab es keine Möglichkeit, hindurchzugehen. Der Mann sagte, wir müssten ein Loch im Zaun finden, aber das fanden wir nicht, also krochen wir unter dem Zaun durch. Dann liefen wir etwa 20 Stunden lang durch den Wald und kamen in eine Stadt. Der Mann, der uns navigierte, sagte immer wieder: »Ihr müsst 5 Kilometer hierher laufen, 6 Kilometer dorthin, wieder 5 Kilometer, 12 Kilometer…« und so weiter und so fort.</p>
<p>Als wir am letzten Punkt ankamen, war es ein anderer Tag. Dort wurden wir von der polnischen Polizei aufgegriffen. Sie gaben uns Wasser und sagten nichts weiter, als dass wir nach Belarus zurückkehren müssten. Der Wachmann brachte uns zur Grenze. Später, auf der anderen Seite, wurden wir von einem belarussischen Soldaten aufgegriffen. Wir sagten, wir wollten zurück nach Minsk, in den Irak, nach Syrien oder sonst wohin. Der Soldat lachte und sagte:</p>
<p>»Ihr geht nicht zurück nach Minsk. Ihr werdet eher sterben. Ihr habt zwei Möglichkeiten: Ihr könnt hier sterben oder versuchen, nach Polen zu gehen.«</p>
<p>Und sie brachten uns, acht Personen, zu einer anderen Gruppe von Menschen, einer Gruppe von etwa 200 Personen, in ein Lager, aber mit nichts zum Leben. Sie gaben uns weder Wasser noch Essen. Sie sagten: »Ihr seid keine Menschen. Ihr seid Tiere.«</p>
<figure class=""><img src="https://cdn.crimethinc.com/assets/articles/2022/03/28/5.jpg"><figcaption>Urteile nicht über einen Menschen, bevor du nicht eine Meile in seinen Schuhen gelaufen bist. Da Kriege, Umweltkatastrophen und andere Krisen Menschen auf der ganzen Welt vertreiben, wirst du vielleicht eines Tages selbst ein Flüchtling sein.</figcaption></figure>
<p>Wir blieben dort fünf Tage lang. Wir baten jeden Tag um Wasser. Wir haben es nicht bekommen. Ein Soldat kam und sagte, wenn wir Wasser bräuchten, könne er es uns für 100 Dollar pro Flasche [sic!] geben. Das Wasser war nicht trinkbar, es war grün und kam aus einer Pfütze. Aber ohne Wasser kann man nicht leben… also habe ich ihn jeden Tag bezahlt. Eines Tages stahlen die Soldaten die Powerbank meines Freundes, eine Schachtel Zigaretten und das Telefon des anderen. Sie benahmen sich wie die Mafia.</p>
<p>Ich weiß nicht, warum sie uns als Propaganda benutzen. Sie sammelten uns jede Nacht ein und fuhren zur polnischen Grenze. Sie (die belarussischen »Sicherheitskräfte«) versteckten sich unter den Menschen und trugen normale Zivilkleidung. Sie nahmen Steine und warfen sie in Richtung der polnischen Seite, wobei sie gleichzeitig »Yalla« riefen, um die anderen glauben zu machen, dass die »Araber« Steine warfen. Das waren Provokationen. Als wir es nicht über den polnischen Zaun schafften, schlugen sie uns und sagten:</p>
<p>»Ihr müsst gehen!«</p>
<p>Nach fünf Tagen wurden wir abgeholt und an einen anderen Ort gebracht. Ein belarussischer Soldat schnitt den Zaun durch, so dass wir nach Polen gehen konnten. Wir liefen etwa fünf Tage ohne Wasser und Essen. Wir schliefen im Schnee, wir waren sehr müde. Schließlich beschlossen meine Kolleg*innen und ich, auf die Hauptstraße zu gehen, weil es uns nicht mehr interessierte, was passierte, wir waren so erschöpft…</p>
<p>Nach einer Weile hielt eine Frau im Auto an. Wir sagten einfach zu ihr: »Bitte helfen Sie uns.«</p>
<p>Sie nahm uns mit, aber nach fünfzehn Minuten hielt die Polizei das Auto am Kontrollpunkt an. Ich fiel auf den Boden und sagte:</p>
<p>»Bitte bringen Sie mich in ein Krankenhaus.«</p>
<figure class=""><img src="https://cdn.crimethinc.com/assets/articles/2022/03/28/8.jpg"></figure>
<p>Sie brachten mich zu einem Ort, an dem ein kurdischer Arzt arbeitete, ein sehr guter Mann. Er erzählte uns von den Organisationen, die helfen, und gab uns die Papiere, die wir unterschreiben mussten.</p>
<p>Wir können nicht zurück nach Belarus gehen. Wenn sie uns in Polen töten wollen, nur zu, es ist uns egal. Aber wir wollen nicht zurück nach Belarus. Schließlich kamen Leute aus eurer Gruppe ins Krankenhaus und beschützten uns. Und wir danken Gott für diese Hilfe. Nach zwei Tagen im Krankenhaus brachten uns die Wachen zur Polizeiwache, um die Dokumente vorzulegen, und brachten mich auf einen offenen Platz. Dies ist meine Geschichte. Ich habe sehr, sehr schlimme Dinge gesehen. Ich sah einen Mann neben mir im Wald sterben, und ich konnte nichts tun…</p>
<p>Wenn ich zwischen dem Leben und Europa wählen müsste, würde ich das Leben wählen.</p>
<p>Ich habe Glück, dass ich Menschen wie euch getroffen habe, die wissen, was Menschlichkeit ist.</p>
<hr>
<figure class=""><img src="https://cdn.crimethinc.com/assets/articles/2022/03/28/2.jpg"><figcaption>Eine Solidaritätsdemo in Michałów: “Mothers to the border.”</figcaption></figure>
</div>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://endofroad.blackblogs.org/archive/14072/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Bremer Afghan*innen – wie weiter?</title>
		<link>https://endofroad.blackblogs.org/archive/13273</link>
					<comments>https://endofroad.blackblogs.org/archive/13273#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[endofroad]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Nov 2021 18:04:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[-ZUGESPIELT-]]></category>
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://endofroad.blackblogs.org/?p=13273</guid>

					<description><![CDATA[Infoveranstaltung Dienstag, 9.November 2021 &#124; 18 Uhr DGB-Haus, Bahnhofsvorplatz 22-28, Tivoli Saal &#8220; order_by=&#8220;sortorder&#8220; order_direction=&#8220;ASC&#8220; returns=&#8220;included&#8220; maximum_entity_count=&#8220;500&#8243;] &#160;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Infoveranstaltung</strong><br />
Dienstag, 9.November 2021 | 18 Uhr<br />
DGB-Haus, Bahnhofsvorplatz 22-28, Tivoli Saal</p>
 [<a href="https://endofroad.blackblogs.org/archive/13273">See image gallery at endofroad.blackblogs.org</a>] 
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://endofroad.blackblogs.org/archive/13273/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Anmerkungen zur Verfolgung von Antifaschist*innen durch den Bundesgerichtshof</title>
		<link>https://endofroad.blackblogs.org/archive/13055</link>
					<comments>https://endofroad.blackblogs.org/archive/13055#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[endofroad]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Sep 2021 11:25:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[(Anti-) Repression]]></category>
		<category><![CDATA[-ABGESCHRIEBEN-]]></category>
		<category><![CDATA[Anti-Knast]]></category>
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://endofroad.blackblogs.org/?p=13055</guid>

					<description><![CDATA[kopiert von de.indymedia.org Am 8. September hat vor dem Oberlandesgericht Dresden der Prozess gegen vier Antifaschist*innen begonnen. Lina E. wird Rädelsführerschaft vorgeworfen. Sie sitzt seit dem November 2020 in Untersuchungshaft. Hierzu einige Ausführungen. Prämisse staatlichen Handelns ist nicht der Antifaschismus &#8230; <a href="https://endofroad.blackblogs.org/archive/13055">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-13056" src="https://endofroad.blackblogs.org/wp-content/uploads/sites/581/2021/09/linafree.cleaned.jpeg" alt="" width="1536" height="1152" srcset="https://endofroad.blackblogs.org/wp-content/uploads/sites/581/2021/09/linafree.cleaned.jpeg 1536w, https://endofroad.blackblogs.org/wp-content/uploads/sites/581/2021/09/linafree.cleaned-300x225.jpeg 300w, https://endofroad.blackblogs.org/wp-content/uploads/sites/581/2021/09/linafree.cleaned-768x576.jpeg 768w, https://endofroad.blackblogs.org/wp-content/uploads/sites/581/2021/09/linafree.cleaned-1024x768.jpeg 1024w, https://endofroad.blackblogs.org/wp-content/uploads/sites/581/2021/09/linafree.cleaned-400x300.jpeg 400w" sizes="(max-width: 1536px) 100vw, 1536px" />kopiert von <a href="http://de.indymedia.org">de.indymedia.org</a></p>
<p>Am 8. September hat vor dem Oberlandesgericht Dresden der Prozess gegen vier Antifaschist*innen begonnen. Lina E. wird Rädelsführerschaft vorgeworfen. Sie sitzt seit dem November 2020 in Untersuchungshaft. Hierzu einige Ausführungen.</p>
<p><strong>Prämisse staatlichen Handelns ist nicht der Antifaschismus</strong></p>
<p>Seit dem Gründungstag der Bundesrepublik Deutschland, dem 23. Mai 1949 ist wohl jede antifaschistische Generation permanent daran erinnert worden, dass die Mitte der Gesellschaft eine wesentliche Verantwortung für rechte Gewalt trägt. Antifaschismus hat deshalb die Aufgabe, sich mit der Entstehung rechter Weltbilder und ihrer praktischen Umsetzung, ganzheitlich auseinanderzusetzen. Staatsdoktrin ist die wissenschaftlich längst widerlegte Extremismustheorie, die die Mitte der Gesellschaft von ihrer Verantwortung für rechte Gewalt entlastet. Aber es wäre zu vereinfachend, dem Staat nur lapidar Fahrlässigkeit im Umgang mit Rechtsextremismus vorzuwerfen. So naiv ist er nicht.<span id="more-13055"></span></p>
<p><strong>Nationalsozialistische Einflussnahme – die Gründungjahre der Bundesrepublik</strong></p>
<p>Für Antifaschist*innen müssen die Anfänge der Bundesrepublik Deutschland schmerzhaft gewesen sein. Sie bekamen die verheerenden Auswirkungen zu spüren, als Nationalsozialist*innen ihre Karrieren fortsetzen konnten und besaßen damit gehörigen Einfluss. Die Geschichte von Behörden, der Justiz, von Konzernen, des Bildungswesens, des Militärs, der Kirche und politischer Entscheidungsträger ist eine unheilvolle. Häufig weiter ihrem totalitären Denken verfallen, wurde sich um Straffreiheit für Verantwortliche des NS Regimes und verurteilte Kriegsverbrecher*innen bemüht. Es gab Nazis in politischer Verantwortung, die aktiv daran arbeiteten, durch einen Umsturz die NS-Zeit wiederzubeleben. Der Bundesgerichtshof sprach sie frei. Eine wichtige Rolle spielte die FDP als Sammelbecken ehemaliger Nazis. Vor allem in konservativen Volksparteien brachten es ehemalige Mitglieder der NSDAP zu hohen Positionen, ohne dass sie von ihrer Vergangenheit abzugrenzen brauchten. Sie waren willkommen.</p>
<p><strong>Kurzer Einwand</strong></p>
<p>Im Rahmen dieses Artikels ist es nur möglich einige wenige Episoden hervorzuheben. Es gibt so vieles, was aufzeigt, dass die propagierte Extremismustheorie zu keinem Zeitpunkt Gültigkeit besaß. Noch kurz vor dem Tod besuchte Konrad Adenauer in Spanien, Francisco Franco. Laut Medienberichterstattung nannte er den faschistischen Diktator, der so viel Menschenleben auf dem Gewissen hat, einen ehrenwerten Mann. Die Beziehung der demokratischen Bundesrepublik Deutschland zur Diktatur Pinochets und Verantwortung für das Leid in der Colonia Dignidad hätte ein eigenes Kapitel verdient gehabt. Wie vieles Andere, was ungenannt bleiben, aber vielleicht auch den Rahmen sprengen würde.</p>
<p><strong>Das Attentat auf das Oktoberfest</strong></p>
<p>Im Jahre 1980 tötete ein von Nazis verübter Bombenanschlag auf das Oktoberfest, 13 Menschen. Die Justiz behinderte die Aufklärung erfolgreich, so dass wir immer noch nicht wissen, wer alles die Verantwortung für diese Tat trägt. Zunächst wurde in die in die falsche Richtung ermittelt. Als eine rechte Urheberschaft nicht mehr abgestritten konnte, wurde Gundolf Köhler, ein Mitglied der Wehrsportgruppe Hoffmann, der durch den Spengsatzt getötet wurde, der Alleintäteschaft bezichtigt. Es wäre unredlich, dem Staat Versagen bei den Ermittlungsarbeiten vorzuwerfen. Durch aktive Behinderung, wie nicht Ernstnehmen von Zeugenaussagen, Geständnissen und der Vernichtung von Beweisstücken, wird dieser Fall wohl niemals aufgeklärt werden.</p>
<p><strong>Die 90er – Antifaschist*innen umgeben vom Hass</strong></p>
<p>Später erfuhren Antifaschist*innen auf welche Art und Weise, Anfang der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts, Menschen ums Leben gekommen sind. Einfach, weil sie nicht dem Weltbild nazistischer Mörderbanden entsprachen. Als Antifaschist*innen standen wir der Übermacht der Nazis und ihrer geistigen Brandstifter häufig ohnmächtig gegenüber. Wir sahen uns eine Mitte der Gesellschaft aus einer Melange der politischen Verantwortlichen und breiten Teile der Bevölkerung gegenüber, die viel zu passiv blieb, wenn nicht sogar sympathisierte.&nbsp;Auch Massenmedien&nbsp; machten sich mitschuldig, weil sie eine widerwärtige Kampagne gegen das Asylrecht führten, die vor allem männliche junge Rechte zu ihren mörderischen Gewalttaten anstiftete. Von 1991 bis 1993 verging kaum ein Tag, an dem nicht Flüchtlinge angegriffen, auf Unterkünfte Molotow-Cocktails geworfen, Menschen niedergeschlagen, mit Messern angegriffen oder in einigen Fällen auch beschossen wurden.&nbsp; Vieles von dem was damals passiert ist, ist heute nicht mehr präsent. Wer erinnert sich z.B. noch daran, dass in Lampertheim am 31. Januar 1992 drei Menschen nach einem Brandanschlag ihr Leben verloren. Vieles wird aber auch ewig in die bundesrepublikanische Geschichte eingebrannt bleiben.&nbsp; Der Staat hat den braunen Mob vielfach gewähren lassen, wobei Politiker*innen Verständnis äußerten. Akzeptierende Sozialarbeit trug ihren Teil dazu bei, dass rechtsextreme Jugendliche in einigen Landesteilen ihre Hegemonie ausweiten konnten. Mehrtägige Pogrome gab es ab 1991 u.a. in Hoyerswerda, wo bis zu fünfhundert Personen, sich an Angriffen auf ein Wohnheim für Vertragsarbeiter*innen und ein Flüchtlingsheim beteiligten. In Mannheim, griffen vierhundert Bewohner*innen eine Flüchtlingsunterkunft an. Als nach einer Woche eine antifaschistische Demo veranstaltet wurde, war die polizeiliche Repression stark. Es kam zu einhundertneununchachtzig Festnahmen. In Quedlinburg waren es wiederum bis zu vierhundert Angreifer, die unter dem Beifall von Bürger*innen, eine Woche lang das Asylbewerberheim mit Steinen und Molotowcocktails attackierten.&nbsp; In Rostock Lichtenhagen griff die Polizei erst an dem Tag massiv ein, als die Antifa eine Demo organisierte, die gestoppt werden musste. Linke Gewalt musste verhindert werden.&nbsp; Die Justiz fällte milde Urteile gegen diejenigen, die sich am Pogrom in Rostock-Lichtenhagen beteiligten und vollkommen unbehelligt blieb die Masse von 3000 Sympathisierenden, die lautstark applaudierten, als der Wohnblock vietnamesischer Vertragsarbeiter angezündet wurde, indem sich zahreiche Menschen befanden.&nbsp; &nbsp;</p>
<p>Als 1993 in Solingen fünf Menschen durch einen Brandanschlag aus der Nazi-Szene ums Leben kamen, ist im Laufe des Prozesses herausgekommen, dass Bernd Schmidt, der rassistische Eigentümer der Solinger Sportschule „Hak Pao“ mindestens mit vier der fünf später verurteilten jungen Täter im engen Kontakt stand. Das, was lokale Antifa-Kreise über Bernd Schmitt wussten, widerlegt seine Rolle als verlässlichen Informanten des Verfassungsschutzes. Wobei natürlich grundsätzlich zu klären ist, was von einer solchen Behörde zu halten ist, die es zu verantworten hat, dass unter rechtstaatlicher Aufsicht, junge Rechte mit organisierten langjährigen Nazis zusammenkommen und in Straßenkampf trainiert werden.</p>
<p>Es ist veständlich wenn Antifaschist*innen, die diese Jahre erlebten, niemals vergessen können, welche Verantwortung der deutsche Staat für die vollkommen entfesselte rechtsextreme Gewalt trägt. Die Mehrheit der politischen Mitte schafft, demokratisch legitimiert, Ende 1993 faktisch das Asylrecht ab. Dem Druck auf der Straße wurde nachgegeben. Befriedet wurde dadurch die Bundesrepublik Deutschland jedoch nicht.</p>
<p>Der Staat zeigt bis heute kein Interesse, den Brandanschlag von Lübeck mit zehn Toten aus dem Jahre 1996 aufzuklären. Obwohl zwei der in dringenden Tatverdacht stehenden Nazis aus Grevensmühlen bekundet haben sollen, die Tat begangen zu haben, ist bisher nur eines der Opfer verantwortlich gemacht und in mehrmonatige Untersuchungshaft genommen worden. Trotz großem Engagement der Staatsanwaltschaft für eine Verurteilung, musste der Bewohner Safwan Eid aufgrund mangelnder Beweise freigesprochen werden. Auch damals, sind wichtige Beweismittel mutwillig vernichtet wurden, die für eine rechtsextremistische Tatbeteiligung sprachen.&nbsp; Es wurden ein fachlich fehlerhaftes Brandgutachten erstellt und kaum Engagement gezeigt, die wahren Täter zu überführen.</p>
<p><strong>Ein neues Jahrtausend, alte Prozedur&#8230;</strong></p>
<p>Trotz dringenden Tatverdachts der rechten Szene, gibt es bis heute keine Ermittlung der Täter*innen des Sprengstoffanschlags am Eingang des S-Bahnhofs Düsseldorf-Wehrhahn, der sich im Jahre 2000 ereignete. Ein ungeborenes Kind ist ums Leben gekommen, zehn Menschen wurden zum Teil lebensgefährlich verletzt. Muss es eigentlich noch besonders erwähnt werden, dass ein Zeuge auch hier behauptet, dass ein früh verdächtiger Rechtsextremist, die Tat eingestanden haben soll. Zudem soll ein VS-Mann für den Verdächtigen gearbeitet haben. Erst im Jahr 2021 schloss der Bundesgerichtshof den Fall mit der Begründung ab, es gebe keinen dringenden Tatverdacht gegen den Verdächtigen. Ein weiterer Fall, der wohl niemals aufgeklärt wird.</p>
<p><strong>Der Staat zählt andes….und verharmlost damit die Auswirkungen des Rechtsextremismus</strong></p>
<p>Die Antonio Amadeu Stiftung zählt bereits seit einiger Zeit die Todesopfer rechtsextremer oder rassistischer Gewalt und kommt inzwischen auf 213 Fälle. Staatliche Stellen mussten ihre Zahlen kürzlich erheblich nach oben korrigieren, erkennen aber nur 106 Fälle an. Technisch bedingt ist zur Ansicht nur die nicht ganz aktuelle Liste zu empfehlen, die das Online Magazine Belltower News veröffentlich hat.</p>
<p><a href="https://www.belltower.news/die-liste-193-todesopfer-rechtsextremer-und-rassistischer-gewalt-seit-1990-36796/">https://www.belltower.news/die-liste-193-todesopfer-rechtsextremer-und-rassistischer-gewalt-seit-1990-36796/</a></p>
<p><strong>Erschüttert der NSU wirklich bis heute die Republik, wie er es eigentlich müsste?</strong></p>
<p>Ab dem 4. 11.2011 herrscht Gewissheit, dass es der NSU gewesen ist, der sieben Jahre lang, mindestens zehn Menschen ermordete. Die von den Ermittler*innen erwarteten (und wohl auch erhofften) türkischen Mafiastrukturen konnten nicht mehr verdächtig werden. Niemand sollte sich wundern, dass dem Staat bis heute nicht daran gelegen ist, die gesamten Strukturen und das Umfeld hinter dieser Mordserie aufzudecken. Nachvollziehbarer Weise besteht kein Interesse, sich mit der eigenen Verantwortung zu beschäftigen.</p>
<p><strong>Keine neue Dimension? – der Staat als beständiges Teil des Problems &#8222;Rechtsextremismus&#8220;.</strong></p>
<p>Heute ist bekannt, dass staatliche Strukturen rechte Kreise noch zusätzlich mit Waffen ausrüsten und sich gemeinsam auf einen Tax-X verschwören, an dem mit ihren Feinden abgerechnet werden kann. Bereits vorher sollten Todeslisten abgearbeitet werden. Die gesellschaftliche Skandalisierung bleibt weitgehend aus. Rechtsextremistische Waffenfunde und Organisierung bleiben eine Randnotiz. &nbsp;</p>
<p><strong>Die vielbeschworene Mitte im erfolgreichen Kampf gegen Extremismus?</strong></p>
<p>Behörden, wie Polizei, Verfassungsschutz und das Militär sind kein Spiegelbild der Gesellschaft. In der Theorie soll es sich um tief verankerte, demokratische Strukturen handeln, die sich der Einflussnahme linker und rechtsextremer Unterwanderung erfolgreich zur Wehr setzen. Die realen Verhältnisse widersprechen dem. Das Fahndungsdruck, Verurteilungswille und auch die mediale Aufarbeitung hinsichtlich rechtsextremer Bestrebungen in diesen Organen gering sind, sollte uns nicht überraschen. Es gibt eine Kontinuität, die sich nicht nur durch die wenigen genannten Beispiele belegen ist. Es geht um das alltägliche Handeln.</p>
<p><strong>Überleitung zum aktuellen Prozess vor dem Oberlandesgericht in Dresden. Die Konstruktion einer neuen Dimension der Gewalt.</strong></p>
<p>Das besondere Band zwischen Nazis und Behörden scheint nicht nur in Sachsen ungebrochen. Das Compact Magazin, das erfolgreich selbständig zur Ermittlungsarbeit gegen die angeklagten Antifaschist*innen beiträgt, kann stolz interne Ermittlungsergebnisse und Fotos präsentieren. Interessieren sich wirklich nur Antifa-Kreise für die Herkunft dieser Quellen? Wo ist der Verfolgungswille des Staates für dieser rechten Umtriebe in den eigenen Strukturen? Ach so, das muss er doch überhaupt nicht, weil die Mitte der Gesellschaft, dem eigenen Verständnis nach, keine Verantwortung trägt.</p>
<p>AVOS TV, ein rechtextremes Videoformat, zeigt sich in ihrem recht professionell aufgezogenen Beitrag „Linker Terrorismus in Deutschland“. (Teil 1) solidarisch mit verschiedenen Opfern, für die sie u.a. die „Gruppe um die Rädelsführerin Lina E. verantwortlich machen. Im Interview liefert Alexander Kurth, ein aufgrund von Gewalttaten zu viereinhalb Jahren Gefängnis verurteilter, ehemalige NPD Kader und mehrjähriger Landesvorsitzender der Partei &#8222;Die Rechte&#8220;, unfreiwillig ein hervorragendes Argument, gegen eine im Film verbreitete These: Angeblich wäre die „BRD auf dem linken Auge blind“.&nbsp; Kurth verweist ausgerechnet auf Hans-Georg-Maßen als Beispiel für vermeintliches, staatliches Umdenken in den letzten Monaten. Der rechte Gewalttäter vertritt die Meinung, dass sich die Situation inzwischen für die Rechte bessere, weil linke Gewalt endlich die staatliche Aufmerksamkeit bekäme, die sie verdient. Mit Maaßen würde sogar ein ehemaliger Repräsentant mit dem Thema „Terror von links“ „an die Öffentlichkeit gehen, sich nicht verstecken, einigeln und gradlinig bleiben“. Es sollte allgemein bekannt sein, dass, der hier als Gesinnungsgenosse vorgestellte, Hans-Georg-Maaßen von 2012 bis zum Jahr 2018 Verfassungsschutzpräsident der Bundesrepublik Deutschland gewesen ist.</p>
<p>Es wäre ein Fehler, sich im Fall des aktuellen Prozesses gegen Antifaschist*innen nur auf Sachsen zu konzentrieren. Viel ist von sächsischen Zuständen die Rede. Es ist aber die Bundesanwaltschaft, die sich des Falles angenommen hat und sich auf sächsische Ermittlungsarbeit beruft. Bewusst wurde ein Bild erzeugt, als Lina von vermummten Beamten in Karlsruhe einem Hubschrauber entsteigt. Der Prozess findet vor dem Oberlandesgericht in Dresden statt, es wurden Termine bis März 2021 angesetzt. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass hier Hand in Hand versucht wird, das aktuelle Ungleichgewicht hinsichtlich der Gewalt zwischen „Linksextremismus“ und „Rechtsextremismus“ künstlich aufzulösen. Für den Staat macht es keinen Unterschied, ob rechte militante Kader die Opfer von Antifaschist*innen sind oder willkürlich nicht ins Weltbild passende Menschen, die durch die Nazis schwer verletzt oder getötet werden.&nbsp; Das soll der Bevölkerung auch vermittelt werden. Die „Linke“, gilt es so zu präsentieren, als ob sie sich radikalisiert und zur Schwelle zum Terrorismus befinden würde bzw. bereits überschritten hat. Dazu braucht es eine imaginäre „neue Dimension“ antifaschistischer Gewalt. Wenn im Focus zu lesen ist „Deutschlands gefährlichste Straftäterinnen. Frauenknast extrem: NSU-Killerin Zschäpe und Gewalt-Linke Lina E. unter einem Dach“ ist das sicherlich Grund, sich zu empören. Aber, es ist auch wichtig, sich zu vergewissern, dass es der repressive Staat ist, der zu verantworten hat, dass Massenmedien diese abstruse Parallele ziehen.</p>
<p>Auch in seriöseren, vorgeblich investigativen Berichten über die behauptete“ Brutalisierungstendenz der Linken Szene“ wird immer wieder Bezug genommen zu verschiedenen stehenden militanten „autonomen“ Aktionen in Leipzig. Davon stehen nur einige im Zusammenhang mit antifaschistischen Aktionen, wie Brandanschläge auf verschiedene Immobilien, die den Nazis als Rückzugsraum und zur einigen Mobilisierung dienen. Das auf Indymedia schnell gelöschte Bekenner*innenschreiben zu einem körperlichen Angriff auf die Mitarbeiterin einer Immobilienfirma, darf hier dann natürlich nicht fehlen. Die Präsentation von Bildern von zwei besonders stark verletzten Opfer, für die die Gruppe um die „Rädelsführerin Lina E“ beschuldigt wird, soll suggerieren, dass Gewalt durch Extremist*innen nicht unterscheidbar wäre. Antifaschist*innen wenden sozusagen Nazi-Methoden an, so der Vorwurf. Eine Diskussion zwischen Antifaschist*innen um die Verhältnismäßigkeit der Mittel ist sicherlich immer empfehlenswert. Vor dem geistigen Auge entstehen aber eigene Bilder, die nicht medial präsentiert werden. Es sind Bilder der Opfer von Nazis, die weder publiziert werden müssen, um die besondere Brutalität aufzuzeigen, noch den Zuschauer*innen zugemutet werden könnten. &nbsp;&nbsp;</p>
<p>Für viele bleibt es wohl unverständlich, weshalb Antifaschist*innen ihre Solidarität für junge Menschen, wie Lina E. &nbsp;ausdrücken, an die der deutsche Staat ein Exempel statuieren will. Damit das einfach gestrickte Weltbild von einer Demokratie, die von Links und Rechts gleichermaßen gefährdet ist, niemals Risse bekommt und alles so bleibt, wie es ist. Für Antifaschist*innen ist es nicht unerheblich, gegen wen Gewalt ausgeübt wird. Wer sind die vermeintlichen Opfer, was ist über sie bekannt?&nbsp; Das bedeutet nicht, keine Gnade zeigen zu können und dass jede Brutalität zu rechtfertigen sei. Wenn organisierte, „stahlhart“ trainierte Kampfmaschinen, die erneut den NS-Staat aufbauen wollen, ihre befreiten Zonen schaffen wollen, ist es sehr schwierig ihnen rein argumentativ zu begegnen. Aber Antifaschismus kann nicht bedeuten, sich alleine auf das staatliche zugewiesene Terrain des Straßenkampfes zu konzentrieren. &nbsp;Die Lage ist viel ernster. Staaten sind allgemein keine geeigneten Bündnispartner, um Totalitarismus und rechtsextreme Bestrebungen erfolgreich zu bekämpfen.</p>
<p>Aktuell sitzt unsere Gefährt*in Lina in Untersuchungshaft und mit großem Eifer und Akribie bemüht sich die Justiz darum, sie noch lange wegzusperren. Der Wille zur Verurteilung zu langen Haftstrafen ist vorhanden.</p>
<p><strong>Nichts läuft ohne Gegeninformation&#8230;</strong></p>
<p>Um der Repression etwas entgegen setzten zu können, ist antifaschistische Gegeninformation, dringend erforderlich. Es wäre allzu leicht, es dem Staat zu überlassen, dass er sich ohne Widerspruch, strategisch, auf die eskalierende Gewaltspirale der beiden gleichgemachten Extreme berufen kann. Der Staat ist seit dem Entstehen der Bundesrepublik politisch verantwortlich für das Wiedererstarken faschistischer Gewalt, der Bekämpfung antifaschistischer Anstrengungen&nbsp; damit kein geeigneter Bündnispartner für erfolgreichen Antifaschismus.</p>
<p>Quellen, um den häufig entpolitisierenden Medienberichten über die „neue Dimension linker Gewalt“ etwas entgegensetzen zu können, sind unabängig recherchierte Artikel, wie sie z.B. im&nbsp; Antifaschistischen Infoblatt zu finden sind. <a href="https://www.antifainfoblatt.de/tags/leipzig">https://www.antifainfoblatt.de/tags/leipzig</a>.</p>
<p>Magazine, wie „Blick nach rechts“, „Der Rechte Rand“ die „Lotta“, aber auch das Online-Magazin „Belltower News“ der Antonio-Amadeo-Stiftung betreiben wertvolle antifaschistische Aufklärungsarbeit und verdienen, dass sich mit ihnen beschäftigt wird.</p>
<p>Wertvoll, um sich über den Prozess zu informieren ist die Seite <a href="http://www.soli-antifa-ost.org">www.soli-antifa-ost.org</a>., &nbsp;Neben aktualisierten Prozessberichten werden auch die rechten Opfer vorgestellt, die die angeklagten Antifaschist*innen körperlich angegriffen haben sollen. &nbsp;Aus Solidarität mit Lina wurde bereits vor einigen Monaten die Seite <a href="https://freiheitfuerlina.noblogs.org/">https://freiheitfuerlina.noblogs.org/</a> von solidarischen Menschen gestaltet.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://endofroad.blackblogs.org/archive/13055/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Solidarität mit der Buchte. Freiheit Für Lina!</title>
		<link>https://endofroad.blackblogs.org/archive/13022</link>
					<comments>https://endofroad.blackblogs.org/archive/13022#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[endofroad]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Sep 2021 20:44:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://endofroad.blackblogs.org/?p=13022</guid>

					<description><![CDATA[Der Reaktionär und&#160;Hufeisentheoretiker&#160; Ralf Altenhof, Leiter des Politischen Bildungsforums und Landesbeauftragter der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) in Bremen, schwurbelt zu dem Transparent an der Buchte: &#8222;Während es in Bremen in den vergangenen Jahren zu zahlreichen Anschlägen auf Polizei, Bundeswehr, Immobilienfirmen und Religionsgemeinschaften &#8230; <a href="https://endofroad.blackblogs.org/archive/13022">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Reaktionär und&nbsp;<b>Hufeisentheoretiker</b>&nbsp; Ralf Altenhof, Leiter des Politischen Bildungsforums und Landesbeauftragter der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) in Bremen, schwurbelt zu dem Transparent an der Buchte:</p>
<p>&#8222;Während es in Bremen in den vergangenen Jahren zu zahlreichen Anschlägen auf Polizei, Bundeswehr, Immobilienfirmen und Religionsgemeinschaften kam, wirbt ein Banner am Bremer Jugendhaus Buchte seit einiger Zeit für Spenden für die gewaltorientierte, eindeutig verfassungsfeindliche Rote Hilfe &#8211; bisher unwidersprochen von der Bremer Öffentlichkeit. (&#8230;)</p>
<p>&#8222;(&#8230;) Wer &#8218;Freiheit für Lina!&#8216; fordert, muss angesichts der Schwere der Anschuldigungen die Frage nach dem Warum beantworten. Damit Lina E. weitere Gewalttaten begehen kann? Diese Aktion ist ein Schlag ins Gesicht der Opfer extremistischer Gewalttaten. (..)</p>
<p><strong>endofroad sagt: Solidarität ist der Hammer und reproduzieren das Transparent zum Prozess Beginn!<br />
</strong></p>
<p><img loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-13023" src="https://endofroad.blackblogs.org/wp-content/uploads/sites/581/2021/09/Lina.png" alt="" width="1366" height="768" srcset="https://endofroad.blackblogs.org/wp-content/uploads/sites/581/2021/09/Lina.png 1366w, https://endofroad.blackblogs.org/wp-content/uploads/sites/581/2021/09/Lina-300x169.png 300w, https://endofroad.blackblogs.org/wp-content/uploads/sites/581/2021/09/Lina-768x432.png 768w, https://endofroad.blackblogs.org/wp-content/uploads/sites/581/2021/09/Lina-1024x576.png 1024w, https://endofroad.blackblogs.org/wp-content/uploads/sites/581/2021/09/Lina-500x281.png 500w" sizes="(max-width: 1366px) 100vw, 1366px" /></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://endofroad.blackblogs.org/archive/13022/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Vortrags- und Diskussionsveranstaltung: Die Polizei: Weder Freund noch Helfer</title>
		<link>https://endofroad.blackblogs.org/archive/12528</link>
					<comments>https://endofroad.blackblogs.org/archive/12528#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[endofroad]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Jun 2021 19:21:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://endofroad.blackblogs.org/?p=12528</guid>

					<description><![CDATA[Mittwoch, 9. Juni 2021 &#124; 18 Uhr &#124; Online Seit einiger Zeit stellen nicht nur Linke fest, dass es in der Polizei nur so vor Rassist:innen wimmelt. Auch Bürgerliche und sogar Teile der Polizei selbst geben nach zahlreichen Enthüllungen rechter &#8230; <a href="https://endofroad.blackblogs.org/archive/12528">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mittwoch, 9. Juni 2021 | 18 Uhr | Online  </p>
<p>Seit einiger Zeit stellen nicht nur Linke fest, dass es in der Polizei nur so vor Rassist:innen wimmelt. Auch Bürgerliche und sogar Teile der Polizei selbst geben nach zahlreichen Enthüllungen rechter und rechtsradikaler Strukturen zu, dass die deutsche Polizei vielleicht nicht gleich ein Rassismusproblem, aber jedenfalls einige „faule Äpfel“ in ihren Reihen hat.<br />
<span id="more-12528"></span></p>
<p>Erstaunlich ist, dass trotzdem kaum eine:r darauf kommen will, dass 1000 bedenkliche Einzelfälle eben keine Einzelfälle sind, sondern ihre Ursachen in der Institution Polizei selbst haben müssen. Das ideologische Bild vom Polizisten als Freund und Helfer, die „unsere“ Gesellschaft gegen die Störer:innen verteidigt, wird von klein auf vermittelt, muss abgelegt werden, um Rassismus in der Polizei be- und angreifen zu können.</p>
<p>Bei Rassist:innen handelt es sich keineswegs um Einzelpersonen, die mit ihren ewiggestrigen Werten eigentlich nicht in die Institution Polizei hineinpassen, bei Polizeigewalt gegen POC, Obdachlose oder Demonstrant:innen nicht um menschliches Versagen der:des einzelnen Beamt:in. </p>
<p>Im Gegenteil: Die Polizei ist eine rassistische, nationalistische und sozialchauvinistische Institution, und das nicht nur durch ihre Beamt:innen faktisch, sondern ihrer Funktion und ihrem Zweck im Staat nach notwendigerweise. Verwunderlich ist das nicht, ist doch die Gesellschaft, die sie beschützen soll, selbst rassistisch, nationalistisch und sozialchauvinistisch. Jede:r Polizist:in unterstützt dies jeden Tag, im Zweifel selbst unter Gefährdung der eigenen körperlichen Unversehrtheit. Eine:n antirassistische:n Polizist:in wird es schon dem Grundsatz nach nie geben, mögen einige sich auch den Irrtum leisten, sich dafür zu halten. </p>
<p>Diese grundlegenden Überlegungen zur Polizei wollen wir im Rahmen eines Online-Vortrags mit anschließender Diskussion mit euch besprechen. Den Link zum Besprechungsraum findet ihr ab dem 07.06.2021 auf unseren Kanälen.<br />
&gt;&gt; Wer Interesse an der Veranstaltung hat, kann sich vorher auch bei antifa@asta.uni-bremen.de melden und bekommt dann einen Einladungslink.</p>
<p>Die Veranstaltung wird online über Jitsi stattfinden.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://endofroad.blackblogs.org/archive/12528/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
