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	<title>Antimilitatrismus &#8211; endofroad</title>
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	<title>Antimilitatrismus &#8211; endofroad</title>
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		<title>&#8222;Zugpartisanen&#8220; in Russland: Den Krieg entgleisen lassen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[endofroad]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Jul 2022 13:36:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[-ABGESCHRIEBEN-]]></category>
		<category><![CDATA[Antimilitatrismus]]></category>
		<category><![CDATA[Auswärtsspiel]]></category>
		<category><![CDATA[Direkte Aktion]]></category>
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					<description><![CDATA[kopiert aus der taz Den Krieg entgleisen lassen Seit dem Überfall auf die Ukraine häufen sich in Russland Anschläge gegen militärische Infrastruktur. Wer genau steckt dahinter? Wieder hat es in Russland einen Zug erwischt: Am vergangenen Samstag haben Unbekannte im &#8230; <a href="https://endofroad.blackblogs.org/archive/14583">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>kopiert aus der <a href="https://taz.de/Zugpartisanen-in-Russland/!5866628/">taz</a></p>
<blockquote><p><strong>Den Krieg entgleisen lassen </p>
<p>Seit dem Überfall auf die Ukraine häufen sich in Russland Anschläge gegen militärische Infrastruktur. Wer genau steckt dahinter?</strong></p>
<div style="width: 634px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://taz.de/Zugpartisanen-in-Russland/!5866628/"><img loading="lazy" src="https://taz.de/picture/5665948/624/imago0160898241h-1.jpg" width="624" height="" class="size-full" /></a><p class="wp-caption-text">Fast jeden Tag entgleisen in Russland Güterzüge</p></div>
<p>Wieder hat es in Russland einen Zug erwischt: Am vergangenen Samstag haben Unbekannte im russischen Gebiet Brjansk einen Sprengstoffanschlag auf einen Güterzug verübt. Dabei entstand nur ein Sachschaden. Dies berichtet das regionale Portal Brjanskie Nowosti unter Berufung auf den Gouverneur des Gebietes, Alexander Bogomas.<br />
<span id="more-14583"></span></p>
<p>Fast jeden Tag entgleisen in Russland Züge. Der Insider, ein oppositionelles russisches Portal, berichtet von 63 Güterzügen, die von März bis Juni 2022 aus den Gleisen gesprungen seien. Seit Ende Februar, so der Insider, gab es in Russland außerdem mindestens 23 Angriffe auf militärische Registrierungs- und Rekrutierungsbüros, 20 davon waren Brandanschläge.</p>
<p>Seit dem russischen Überfall auf die Ukraine ist die Zahl solcher Vorkommnisse sprunghaft angestiegen. Auch Wehrbüros werden zunehmend Ziel von Brandstiftungen. Dies schreibt die „Kampfgruppe Anarcho-Kommunisten“ (Boak) auf ihrem Telegram-Kanal, die auch für diese Anschläge die Verantwortung übernimmt.</p>
<p>Besonders stolz scheint man bei den Anarcho-Kommunisten über eine Sabotageaktion an den Gleisen Richtung Barsowo zu sein, befindet sich doch in Barsowo ein Waffenlager für Artillerie und Raketenmunition. 34 Schrauben habe man in diesen Gleisen lockern können, so die Gruppe. „Je mehr Züge gestoppt werden, desto weniger Granaten fliegen auf friedliche ukrainische Städte“, schreibt Boak auf ihrem Telegram-Kanal.</p>
<p><strong>Kampf „gegen Putins Tyrannei“</strong></p>
<p>Die beteiligten Ak­ti­vis­t:in­nen kennen sich nicht einmal untereinander. Seit dem 24. Februar kämpfen sie „gegen Putins Tyrannei und den von ihm entfachten Krieg“. Und dabei wollen sie die Infrastruktur, die Russland für den Krieg gegen die Ukraine brauche, angreifen und zerstören. Zielscheibe sind neben den Wehrdienstbehörden und dem militärischen Güterverkehr auch russische Polizeidienststellen. Gleichzeitig geben die Aktivisten von Boak an, mit keiner ihrer Aktionen Menschenleben gefährden zu wollen.</p>
<p>Niemand weiß, wie groß die klandestine Bewegung ist, niemand kennt die Struktur, es gibt keine Chefs, keine Pressesprecher:innen, keine offizielle Adresse und natürlich auch keinen Eintrag im Vereinsregister. Mitglied kann nur werden, wer bereits von bewährten Genossen eine Empfehlung hat. Alle anderen Interessenten werden angehalten, selbst eine anarchistische Kleinstgruppe aus vertrauten Aktivisten zu gründen und autonom tätig zu werden. Nur mit dieser Organisa­tions­form, da sind sie sich sicher, kann man als Bewegung im autoritären Russland überleben.</p>
<p>Gleichwohl weiß Boak um das hohe Risiko jedes Einzelnen. Besonders ans Herz legt man allen neuen „Zugpartisanen“ die russische Übersetzung des „Grünen Buches der IRA“, obwohl man die „nationalistische Ideologie“ der IRA ablehne. Kein Werk, so der Telegram-Kanal an seine über 5.000 Abonnenten, beschreibe besser, wie sich ein Aktivist nach einer Festnahme, in der Haft und bei Verhören verhalten solle, als dieses irische Grünbuch.</p>
<p>Wie gefährlich ein derartiger Aktivismus gegen den Krieg in der Ukraine ist, zeigt die belarussische Antikriegsbewegung, die die russischen Anarchisten in­spiriert hat. Dort hatte das belarussische Innenministerium schon am 8. April von 80 „terroristischen Sabotageaktionen gegen das Eisenbahnnetz“ gesprochen. Und all diese Anschläge, so das Ministerium, hätten die gleiche Handschrift.</p>
<p>Inzwischen, so berichtet die belarussische Menschenrechtsorganisation „Spring96“, seien bereits acht „Zugpartisanen“ verhaftet worden. Drei von ihnen soll im Juli der Prozess gemacht werden. Die belarussischen Ermittlungsbehörden werfen Denis Dikun, Dzmitry Ravich und Aleh Molchanau aus der Ortschaft Swetlahorsk in der Region Gomel Terrorismus vor. Und auf den steht in Belarus die Todesstrafe. Die drei hatten am 28. Februar einen Relaisschalter am Gleis so manipuliert, dass Züge auf diesem Gleis stehen bleiben mussten.</p>
<p>Im Gespräch mit „Spring96“ erklärte der Bruder des inhaftierten Denis Dikun, Dmitrij Dikun, sein Bruder sei in der Haft gefoltert worden. Ihn beunruhigt die Schnelligkeit, die die Ermittlungsbehörden im Falle seines Bruders und der beiden Mitangeklagten an den Tag legen. Dafür, so Dmitrij Dikun, gebe es eigentlich nur eine logische Erklärung: Die belarussischen Behörden wollten an den dreien ein Exempel statuieren. Er gehe davon aus, dass die drei ein sehr hartes Urteil erwarte, so Dmitrij Dikun.</p>
<p>Seit dem 6. März sitzt auch Sergej Konowalow aus Witebsk in Haft. Er ist Angestellter der Eisenbahn. Ihm wird, so berichtet das oppositionelle belarussische Portal euroradio.fm, die Planung eines Anschlages auf das Eisenbahnnetz vorgeworfen. Für die Witebsker Gemeinschaft der Eisenbahner ist die Verhaftung ihres Kollegen haltlos.</p></blockquote>
<p>Quelle: <a href="https://taz.de/Zugpartisanen-in-Russland/!5866628/">taz.de</a></p>
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		<title>Rüstungskonzerne stilllegen! Große Antikriegsaktion Anfang September in Kassel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[endofroad]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 Jul 2022 10:03:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[-ABGESCHRIEBEN-]]></category>
		<category><![CDATA[Antimilitatrismus]]></category>
		<category><![CDATA[Auswärtsspiel]]></category>
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					<description><![CDATA[via kontrapolis Wir machen uns auf den Weg. Mit vielen werden wir im Spätsommer in Kassel die Waffenproduktion empfindlich stören. Unser ungehorsamer Widerstand gegen Aufrüstung und Militarisierung ist heute so angebracht wie selten zuvor – und eine Voraussetzung, damit diese &#8230; <a href="https://endofroad.blackblogs.org/archive/14557">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>via <a href="http://kontrpolioglnxrcdwwxfszih4pifyidfjgq4ktfdu6uh4nn35vjtuid.onion/7517/">kontrapolis</a></p>
<p><a href="https://rheinmetallentwaffnen.noblogs.org/"><img loading="lazy" src="https://endofroad.blackblogs.org/wp-content/uploads/sites/581/2022/07/rme-720x361-e1657447213326.png" alt="" width="500" height="251" class="alignnone size-full wp-image-14558" /></a></p>
<p>Wir machen uns auf den Weg. Mit vielen werden wir im Spätsommer in Kassel die Waffenproduktion empfindlich stören. Unser ungehorsamer Widerstand gegen Aufrüstung und Militarisierung ist heute so angebracht wie selten zuvor – und eine Voraussetzung, damit diese Zeiten zu unseren werden.<span id="more-14557"></span></p>
<p>Es ist Krieg. Unsere Erde steht kurz vor dem Klimakollaps. Die Welt befindet sich in einer ökologischen und sozialen Krise besonderen Ausmaßes. Die Preise explodieren, die Armut steigt, die Lebensmittelversorgung in Teilen der Welt bricht zusammen. Gleichzeitig werden die Reichen immer reicher und die Rüstungskonzerne profitieren wie nie zuvor. Die deutsche Regierung trägt zu diesem Wahnsinn bei: Sie investiert mit neuen LNG-Terminals weiter in fossile Energien und steckt zusätzliche 100 Milliarden in die Hochrüstung der Bundesrepublik zur modernsten Militärmacht in Europa.</p>
<p>Es ist Krieg. Seit Jahren töten deutsche Waffen in Jemen, in Kurdistan und anderen Teilen der Welt. Diese Kriege bedeuten Tod, Gewalt, Armut und Vertreibung sowie sexuelle Gewalt gegen FLINTA*. Das NATO-Land Türkei ist im Begriff einen weiteren Angriffskrieg in Rojava zu beginnen. Erdoğans Kriege – mit Panzern, die in Kassel hergestellt wurden – haben die westlichen Regierungen nicht zu Solidaritätsbekundungen mit den angegriffenen Kurd*innen und mit den Selbstverteidigungs­einheiten YPG/YPJ bewegt. Sowohl der Westen als auch Russland lassen Erdogan gewähren.</p>
<p>Es ist Krieg. Deutschland ist Kriegspartei im russischen Krieg in der Ukraine. Deutschland rüstet beide Seiten auf: mit der Lieferung von schweren Waffen an die Ukraine und mit dem Kauf von Öl und Gas aus Russland. So ergeben sich für eine wirkmächtige Antikriegsbewegung hierzulande zentrale Angriffsziele: Die großen Konzerne, die in Deutschland sowohl für fossile Energien als auch für Rüstung verantwortlich sind: Wintershall Dea, Rheinmetall, Krauss-Maffei Wegmann u.a.. Sie alle haben einen Firmensitz bzw. Produktionsstätten mitten in Kassel.</p>
<p><strong>Die Verhältnisse schreien nach Zuspitzung</strong><br />
Wir haben zuletzt 2020 in Kassel und 2021 in Oberdorf vor den Toren der Rüstungsfirmen gesessen und mit unseren Blockaden dafür gesorgt, dass die Rüstungsproduktion kurzzeitig heruntergefahren werden musste. Die medienscheuen Konzerne hatten den meisten Mitarbeiter*innen für den Tag freigegeben und unsere Präsenz vor den Einfahrten still geduldet. Wir konnten danach ohne Personalienfeststellung abziehen. Alles schien möglich, jedenfalls viel mehr als eine eintägige Sitzblockade. Aus diesen Erfahrungen haben wir gelernt und bauen darauf auf.</p>
<p>Vom 29. August bis 4. September sind wir wieder in Kassel mit Camp und Aktionstagen. Unsere Gegner werden damit rechnen müssen, dass wir in der Woche um den Antikriegstag am 1. September den Ablauf und die Produktion in ihren Werken massiv stören werden.</p>
<p>Die Zeiten sind heute andere als noch zu Beginn unserer Rheinmetall-Entwaffnen-Initiative. Rheinmetall arbeitet derzeit mit Nachdruck an der Modernisierung von Panzern. Einen mehrtägigen Produktionsstopp wird der Konzern nicht einfach dulden können. Mit der Kunstausstellung documenta sind Tausende Menschen vor Ort, die sich wie wir in der Stadt bewegen werden. Diese Gelegenheit lassen wir uns nicht entgehen. Und unsere Antwort wird den katastrophalen kriegerischen Verhältnissen entsprechen. Hierbei können wir von anderen Initiativen wie zum Beispiel unseren Freund*innen von Ende Gelände lernen. Wir verbinden deren Erfahrungen der Besetzungen mit unserer gewohnt frechen Art, Blockaden und Barrikaden wie 2018/19 um die Rheinmetall-Fabrik in Unterlüß zu errichten. So werden wir im Sommer in Kassel gemeinsam die Kriegsproduktion nachhaltig treffen.</p>
<p><strong>Es wird eine Menge passieren</strong><br />
In der Stadt wird wie in vergangenen documenta-Jahren viel los sein. Zahllose Initiativen nutzen die Kunstausstellung, um verschiedene politische Akzente zu setzen. Auch wir leisten unseren Beitrag, um den Rüstungsstandort Kassel aufzumischen.</p>
<p>Während unserer Aktionstage Ende August/Anfang September in Kassel wird es bunte Aktivitäten geben, die ein Bild der Vielfalt und Kreativität vermitteln. Als Menschen aus verschiedenen sozialen Bewegungen und politischen Spektren führen wir darüber hinaus gemeinsam eine massenhafte ungehorsame Aktion durch, die anschlussfähig für alle ist, die sich beteiligen wollen.</p>
<p>Ziel unseres Handelns ist das Lahmlegen der örtlichen Konzerne, nicht einzelne Beschäftigte. Wenn wir in Kassel sind, soll keine Rüstungsproduktion stattfinden. So markieren und sabotieren wir die Waffenfirmen durch originelle und effektive Aktionen mit dem Einsatz unserer Körper und weiterer kreativer Mittel. Dank unserer Aktionstrainings sind wir gut vorbereitet und entschlossen. Wir bilden Bezugsgruppen. Mit vielen Menschen bewegen wir uns wie die Finger einer Hand, die sich auffächern und unterschiedliche Wege einschlagen können, gut organisiert auf unsere Ziele zu. Weder bauliche Barrieren noch Absperrungen der Polizei hindern uns daran. Wenn nötig umfließen wir diese, um zu den Konzernen vorzudringen. Dabei achten wir auf uns und unterstützen uns gegenseitig. Möglichen Rechtsfolgen begegnen wir gemeinsam und solidarisch.</p>
<p><strong>Den Normalzustand durchbrechen</strong><br />
Wir lassen uns nicht einschüchtern, selbst wenn die Polizei ihr gesamtes Repertoire in Kassel stationiert und die Konzerne in diesen sechs Tagen und sechs Nächten wie eine Festung gesichert sein werden. Mit einem massiven Polizeiaufgebot tragen sie selbst zu Störungen und Blockaden bei und verunmöglichen die planmäßige Arbeit in den Betrieben.</p>
<p>Von der Polizeipräsenz in Kassel aber werden die Anwohner*innen und die zahllosen documenta-Besucher*innen entsetzt sein. Gleichzeitig sind sie so unmittelbar mit der Realität der Rüstungsstadt Kassel konfrontiert. Deshalb werden wir und unsere Aktionen von allen verstanden, die mit uns die Auffassung teilen, dass die Welt am Kollabieren ist, dass die soziale Ungerechtigkeit zum Himmel schreit und dass wir unsere praktischen Kämpfe zuspitzen müssen.</p>
<p>Weil wir entschieden und zielstrebig vorgehen und für die Polizei unberechenbar bleiben, wird es uns gelingen, unsere Pläne in die Tat umzusetzen. Wenn wir uns in Bewegung gesetzt haben, wenn wir die Zufahrten versperrt haben, wenn die Maschinen still stehen und die Arbeit und die Produktion nicht wieder aufgenommen werden können, beginnt unsere Zeit.</p>
<p>checkt: <a href="https://rheinmetallentwaffnen.noblogs.org">rheinmetallentwaffnen.noblogs.org</a></p>
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		<title>BLG-Rüstungslogistik angegriffen! Solidarität mit der streikenden Hafenbelegschaft!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[endofroad]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Jun 2022 20:14:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[-ABGESCHRIEBEN-]]></category>
		<category><![CDATA[Antimilitatrismus]]></category>
		<category><![CDATA[Direkte Aktion]]></category>
		<category><![CDATA[Internationalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Kurdistan]]></category>
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					<description><![CDATA[In der Nacht vom 21. auf den 22. Juni haben wir in der Bremer Innenstadt das Logistikunternehmen BLG mit Farbe und Steinen angegriffen. Unser Ziel war es die BLG als Kriegsprofiteur zu kennzeichnen und uns solidarisch mit den Streikenden zu &#8230; <a href="https://endofroad.blackblogs.org/archive/14479">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" class="aligncenter wp-image-13878 size-full" src="https://endofroad.blackblogs.org/wp-content/uploads/sites/581/2022/03/Symbolbild.png" alt="" width="528" height="297" srcset="https://endofroad.blackblogs.org/wp-content/uploads/sites/581/2022/03/Symbolbild.png 528w, https://endofroad.blackblogs.org/wp-content/uploads/sites/581/2022/03/Symbolbild-300x169.png 300w, https://endofroad.blackblogs.org/wp-content/uploads/sites/581/2022/03/Symbolbild-500x281.png 500w" sizes="(max-width: 528px) 100vw, 528px" />In der Nacht vom 21. auf den 22. Juni haben wir in der Bremer Innenstadt das Logistikunternehmen BLG mit Farbe und Steinen angegriffen. Unser Ziel war es die BLG als Kriegsprofiteur zu kennzeichnen und uns solidarisch mit den Streikenden zu zeigen!</p>
<p><strong>Wer ist die BLG?</strong></p>
<p>Die Bremer Lagerhaus-Gesellschaft ist ein global agierendes Seehafen- und Logistikunternehmen mit 100 Niederlassungen in 12 Ländern. Der Hauptsitz der Firma befindet sich in Bremen, genauer gesagt in einem Gebäudekomplex in Mitte, zu welchem auch das Gebäude des ehemaligen amerikanischen Generalkonsulats am Präsident-Kennedy-Platz zählt. Die BLG befindet sich mehrheitlich in der Hand der Stadt Bremen und ist mit 6000 Angestellten das Größte hiesige Logistikunternehmen.<span id="more-14479"></span><br />
Das Unternehmen kümmert sich insbesondere um den Transport von Automobilen und Containern, die über die Häfen in Bremen und Bremerhaven verschifft werden. Darüber hinaus transportiert die BLG Munition für Kriegswaffen in Hochseecontainern in die ganze Welt, bspw. in die Vereinigten Arabischen Emirate, Mexiko, Marokko und die USA. 2019 allein waren es 736 Container (rund 14 Mio. Tonnen) mit Munition, die verschifft wurden.</p>
<p>Damit profitiert die BLG – und mit ihr die Stadt Bremen – nicht nur von der viel zu geringen Bezahlung der hiesigen Hafenbelegschaft, sondern auch direkt von der Aufrechterhaltung von Krieg und Ausbeutung in vielen anderen Ländern.</p>
<p><strong>Gegen die demokratische Heuchelei</strong></p>
<p>Gegenwärtig inszeniert sich der deutsche Staat an der Seite der NATO als politische und militärische Kraft auf der Seite des moralisch Richtigen, Guten, Demokratischen und Freiheitlichen. Im Gegensatz zu Putins faschistischer und genozidaler Großraumpolitik, ist dass aber auch nicht so schwer.</p>
<p>Selbstverständlich wird Putins Eroberungsfeldzug ohne Waffen nicht aufzuhalten sein. Das Deutschland die Ukraine militärisch Unterstützt, kann aber nicht verdecken, dass die selben Politiker*innen, die das vorgehen Putins verurteilen, von den „legitimen Sicherheitsinteressen“ des NATO-Mitgliedsstaates Türkei gegenüber der kurdischen Selbstverwaltung sprechen. Was verurteilt wird und was unterstützt, darüber entscheiden machtpolitische und finanzielle Interessen. Menschenrechte und Kriegsverbrechen werden selektiv beachtet oder ignoriert. Die selbe Heuchelei zeichnet auch die deutsche Rüstungspolitik aus.</p>
<p>Gegenwärtig intensiviert der türkische Staat seine Bemühungen für ein neo-osmanisches Expansionsprojekt. Gleichzeitig bleibt die Türkei seit Jahren der größte Importeur deutscher Waffen. Dabei steigt das Volumen der Exporte, trotz des offiziell verhängten “teilweisen Rüstungsexportstopps“, immer weiter. 2019 allein waren es – bei einem Gesamtvolumen der Exporte von 823,6 Mio. Euro – 344,6 Mio. Euro Rüstungsgüter die an die Türkei verkauft wurden.</p>
<p>Westeuropäische Demokratien präsentieren sich gern als Bollwerk gegen Krieg und Diktaturen, spielen aber etwa dem türkischen Staat bei der Verfolgung kurdischer Aktivist*innen innerhalb der EU in die Hände. Deutsche Rüstungskonzerne liefern Waffen die direkt für extra-legale Hinrichtungen und Massaker benutzt werden. Nachweislich etwa MAM-L-Raketen die von Drohnen aus abgefeuert werden können und von der türkischen Armee z.B. in Rojava und Südkurdistan eingesetzt wurden.</p>
<p>Rüstungsindustrie und damit auch Rüstungslogistik ist ein mächtiges machtpolitisches Tool für den deutschen Staat und folgt niemals den tatsächlichen Bedürfnissen von Menschen, die sich gegen Invasionen zur Wehr setzen. Vielmehr zielt sie ausschließlich auf die Ausweitung der eigenen Macht. Das, ist deutsche Rüstungspolitik und sie basiert auf ganz gemütlicher Schreibtischarbeit – wie in den Büros der BLG – mit Blick auf die Wallanlagen …</p>
<p><strong>Solidarität mit der streikenden Hafenbelegschaft!</strong></p>
<p><strong>Mut und Kraft für allen Mitstreiter*innen im Widerstand gegen den Krieg!</strong></p>
<p><strong>Kämpfe verbinden!</strong></p>
<hr>
<p><strong>Standorte der BLG in Deutschland:</strong></p>
<p>Berlin, Böblingen, Bremen, Bremerhaven, Butzbach, Cuxhaven, Dodendorf, Düsseldorf, Duisburg, Eisenach, Elsdorf, Emmerich, Erfurt, Falkenberg, Falkensee, Frankfurt, Hamburg, Hörsel, Kelheim, Koblenz, Krefeld, Leipzig, Ludwigsfelde, Melle, Neuss, Offenburg, Remshalden, Sindelfingen, Wackersdorf</p>
<p><strong>Standorte der BLG International:</strong></p>
<p>China, Indien, Italien, Malaysia, Polen, Russland, Slowenien, Südafrika, Türkei, Ukraine, USA</p>
<p><strong>Aktienanteile:</strong></p>
<p>Freie Hansestadt Bremen, Stadtgemeinde (50,4 %)<br />
Finanzholding der Sparkasse in Bremen (12,6 %)<br />
Panta Re AG (12,6 %)<br />
Waldemar-Koch-Stiftung (5,9 %)</p>
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			</item>
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		<title>&#8222;Bundeswehr-Satellit aus Bremen ins All gestartet&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[endofroad]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Jun 2022 08:49:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[-ABGESCHRIEBEN-]]></category>
		<category><![CDATA[-ZUGESPIELT-]]></category>
		<category><![CDATA[Antimilitatrismus]]></category>
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					<description><![CDATA[kopiert von butenunbinnen.de Bundeswehr schickt OHB-Satelliten ins All // Das System soll bei fast jeder Wetterlage hochauflösende Bilder von der Erde machen // Auftrag hat einen Wert von 800 Millionen Euro Im US-Bundestaat Kalifornien ist der erste von drei neuen &#8230; <a href="https://endofroad.blackblogs.org/archive/14463">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>kopiert von <a href="https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/bundeswehr-satellit-aus-bremen-ins-all-100.html">butenunbinnen.de</a></p>
<blockquote><p><strong>Bundeswehr schickt OHB-Satelliten ins All // Das System soll bei fast jeder Wetterlage hochauflösende Bilder von der Erde machen // Auftrag hat einen Wert von 800 Millionen Euro</strong></p>
<p><a href="https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/bundeswehr-satellit-aus-bremen-ins-all-100.html"><img loading="lazy" src="https://www.butenunbinnen.de/bilder/satellit-ohb-100~_v-1280x720_c-1655539786570.jpg" width="1280" height="720" class="alignnone size-medium" /></a></p>
<p>Im US-Bundestaat Kalifornien ist der erste von drei neuen Aufklärungssatelliten für die Bundeswehr ins All geschossen worden. Das sogenannte SARah-System wurde maßgeblich vom Bremer Unternehmen OHB entwickelt und gebaut. Das Vertragsvolumen wird in Branchenkreisen mit rund 800 Millionen Euro beziffert. OHB selbst äußert sich mit Hinweis auf entsprechende Vereinbarungen mit der Bundeswehr nicht zu dem Projekt. <span id="more-14463"></span></p>
<p>Die Satelliten sollen dem deutschen Militär unter anderem hochauflösende Bilder von der Erdoberfläche liefern – und das selbst bei Dunkelheit und schlechter Witterung.  Eine Trägerrakete des amerikanischen Konzerns Space X brachte den ersten Satelliten mit einer Geschwindigkeit von zeitweise mehr als 3.000 Stundenkilometern am Nachmittag vom kalifornischen Weltraumbahnhof Vandenberg aus ins All. Der Start und die fast genau acht Minuten später erfolgte Landung der Trägerrakete war im Internet live zu sehen.</p>
<p>SARah soll das bisherige Aufklärungssystem SAR-Lupe ersetzen, das ebenfalls aus dem Hause OHB stammt.</p></blockquote>
<p>Quelle: <a href="https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/bundeswehr-satellit-aus-bremen-ins-all-100.html">butenunbinnen.de</a></p>
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		<item>
		<title>VA: &#8222;Stoppt den Krieg!&#8220;</title>
		<link>https://endofroad.blackblogs.org/archive/14451</link>
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		<dc:creator><![CDATA[endofroad]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Jun 2022 21:26:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[-ZUGESPIELT-]]></category>
		<category><![CDATA[Ankündigungen]]></category>
		<category><![CDATA[Antimilitatrismus]]></category>
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					<description><![CDATA[Gewerkschaftlicher Aktivismus gegen Waffenlieferungen Freitag, 24. Juni 2022 &#124; 19 Uhr &#124; DGB-Haus Hafenarbeiter aus Genua (Italien) berichten über Streiks und Blockaden. Freitag, 24. Juni 2022 &#124; 22:30 Uhr &#124; BDP-Haus Im Anschluss Soli Kneipe für Antirepressionskosten des autonomen Hafenarbeiterkollektivs &#8230; <a href="https://endofroad.blackblogs.org/archive/14451">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Gewerkschaftlicher Aktivismus gegen Waffenlieferungen</strong></p>
<p>Freitag, 24. Juni 2022 | 19 Uhr | DGB-Haus<br />
Hafenarbeiter aus Genua (Italien) berichten über Streiks und Blockaden.</p>
<p>Freitag, 24. Juni 2022 | 22:30 Uhr | <a href="http://bdp-hulsberg.de/">BDP-Haus</a><br />
Im Anschluss Soli Kneipe für Antirepressionskosten des autonomen Hafenarbeiterkollektivs C.A.L.P. ab 22.30 Uhr im BDP Haus.</p>

<a href='https://endofroad.blackblogs.org/wp-content/uploads/sites/581/2022/06/FUvAy_xXEAA_Ws5.jpeg'><img width="214" height="300" src="https://endofroad.blackblogs.org/wp-content/uploads/sites/581/2022/06/FUvAy_xXEAA_Ws5-214x300.jpeg" class="attachment-medium size-medium" alt="" loading="lazy" srcset="https://endofroad.blackblogs.org/wp-content/uploads/sites/581/2022/06/FUvAy_xXEAA_Ws5-214x300.jpeg 214w, https://endofroad.blackblogs.org/wp-content/uploads/sites/581/2022/06/FUvAy_xXEAA_Ws5.jpeg 641w" sizes="(max-width: 214px) 100vw, 214px" /></a>
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<p><span id="more-14451"></span></p>
<p>Am 20. Mai 2019 verhinderten Hafenarbeiter:innen im italienischen Genua die Verladung von Generatoren für das saudische Militär auf den saudi-arabischen Frachter »Bahri Yanbu« und machten damit deutlich, dass Arbeiterinnen und Arbeiter ganze Lieferketten lahmlegen können, wenn sie zusammenstehen.</p>
<p>Ihr Boykott war Teil einer Welle von Aktivismus von Hafenbeschäftigten gegen Militärtransporte, die sich seit 2017 in europäischen Häfen entwickelt hatte. Unter anderem gab es in den Häfen von Bilbao, Le Havre, Santander, Genua, Fos sur Mer, Antwerpen, Tilbury und Cherbourg Blockade- und Streikaktionen in den Häfen gegen Waffentransporte.</p>
<p>Auch wenn diese Aktionen die Waffentransporte nicht immer vollständig verhindern konnten, üben sie massiven Druck auf die Kriegstreiber aller Länder aus. Während der italienischer Staat die Aktivist:innen mit Ermittlungen und Verfahren überzieht, um durch die Repression weitere Blockaden zu verhindern, erhalten sie internationnale Solidarität von Gewerkschafter:innen und sozialen Bewegungen aus aller Welt und sogar vom Papst.</p>
<p>Wir wollen mit Vertretern des Hafenarbeiterkollektivs Colletivo Autonomo Lavoratori Portuali (CALP) (Autonomes Hafenarbeiterkollektiv) über ihre Aktivitäten sprechen und darüber diskutieren, wie Protest über die Ländergrenzen hinaus gegen Krieg und Militarismus möglich ist und welche Rolle die Häfen dabei spielen.</p>
<p>Eine Veranstaltung des Bremer Bündnis gegen Krieg und Aufrüstung</p>
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		<title>Demo gegen Aufrüstungspaket</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Jun 2022 12:09:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[-ABGESCHRIEBEN-]]></category>
		<category><![CDATA[-ZUGESPIELT-]]></category>
		<category><![CDATA[Ankündigungen]]></category>
		<category><![CDATA[Antimilitatrismus]]></category>
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					<description><![CDATA[Freitag, 03.06.2022 &#124; 19:00 Uhr &#124; Am Brill Bremer Bündnis gegen Krieg und Aufrüstung fordert: 100 Milliarden für Klima, Pflege &#38; Bildung statt für Aufrüstung Anlässlich der geplanten Aufstockung des Bundeswehretats um 100 Milliarden Euro („Sondervermögen Bundeswehr“), veranstaltet das Bremer &#8230; <a href="https://endofroad.blackblogs.org/archive/14339">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" src="https://endofroad.blackblogs.org/wp-content/uploads/sites/581/2022/06/Bremer_Bündnis_gegen_Krieg_und_Aufrüstung-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" class="alignleft size-medium wp-image-14340" srcset="https://endofroad.blackblogs.org/wp-content/uploads/sites/581/2022/06/Bremer_Bündnis_gegen_Krieg_und_Aufrüstung-300x300.jpg 300w, https://endofroad.blackblogs.org/wp-content/uploads/sites/581/2022/06/Bremer_Bündnis_gegen_Krieg_und_Aufrüstung-150x150.jpg 150w, https://endofroad.blackblogs.org/wp-content/uploads/sites/581/2022/06/Bremer_Bündnis_gegen_Krieg_und_Aufrüstung.jpg 400w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p>Freitag, 03.06.2022 | 19:00 Uhr | Am Brill</p>
<p>Bremer Bündnis gegen Krieg und Aufrüstung fordert: 100 Milliarden für Klima, Pflege &amp; Bildung statt für Aufrüstung   Anlässlich der geplanten Aufstockung des Bundeswehretats um 100 Milliarden Euro („Sondervermögen Bundeswehr“), veranstaltet das Bremer Bündnis gegen Krieg und Aufrüstung am Freitagabend eine Demonstration mit anschließender Kundgebung in der Bremer Innenstadt. Ziel des Demonstrationszuges sind dabei die Büros der Parteien SPD, CDU, Bündnis 90/Die Grünen und FDP.<span id="more-14339"></span></p>
<p>Bereits seit einigen Monaten wird in Deutschland über das sogenannte „Sondervermögen Bundeswehr“ diskutiert, durch welches der Verteidigungshaushalt der deutschen Armee um 100 Milliarden Euro aufgestockt werden soll. Über diese Pläne soll in naher Zukunft im deutschen Bundestag abgestimmt werden. Bundesregierungsparteien und weite Teile der Opposition sind sich im Grundlegenden darüber einig, dass der Bundeswehr dieses enorme Zusatzbudget gewährt werden soll. Meinungsverschiedenheiten beschränken sich eher auf Detail- als auf Grundsatzfragen. Diese Einigkeit ist für den Erfolg des Gesetzentwurfs unerlässlich, da durch die in der Verfassung festgeschriebene Schuldenbremse eine Grundgesetzänderung (und damit eine 2/3-Mehrheit im Bundestag) vonnöten ist. Begründet wird die Aufrüstung der deutschen Armee mit Putins Invasion der Ukraine. Das Vorgehen der Bundesregierung und der deutschen Politik im Allgemeinen ist dabei ein Faustschlag ins Gesicht all jener, die in den letzten Jahrzehnten und besonders während der Coronakrise unter der Vernachlässigung durch die öffentliche Hand litten. Der drohende Klimakollaps, marode Schulen und überarbeitete Pflegekräfte sind dabei nur die Spitze des Eisbergs neoliberaler Politik der letzten Jahrzehnte. Die Corona-Krise verschärfte dabei u.A. die Situation von Lehrer*innen, Pfleger*innen und Kulturschaffenden und schuf existenzielle Bedrohungen. Versprochene Hilfen durch die Bundesregierung kamen dabei nicht nur häufig zu spät, sondern waren nicht mehr als ein Tropfen auf dem heißen Stein. Die enorme Inflation der letzten Monate sorgt für zusätzliche Belastung großer Teile der Bevölkerung, oft weit über das ertragbare Maß hinweg.   Das „Sondervermögen Bundeswehr“ zeigt, dass die Bundesregierung die Gunst der Stunde nutzt, um Deutschland wieder aufzurüsten. Währenddessen führt der NATO-Partner einen Angriffskrieg auf kurdische Gebiete. Ein fatales Signal geht hingen an die eigene Bevölkerung, von der seit Jahren gefordert wird, den Gürtel enger zu schnallen. Um Deutschland wieder zu einer militärischen Großmacht zu machen, ist der Bundesregierung keine Ausgabe zu hoch. Die schwarze Null spielt nur dann eine Rolle, wenn gegen sinnvolle Ausgaben argumentiert werden soll. Dass diese nur ein künstlich geschaffenes Druckmittel war, wird in diesen Tagen so deutlich wie noch nie. Daher fordert das Bremer Bündnis gegen Krieg und Aufrüstung einen sofortigen Stopp der Aufstockung des Bundeswehretats. Stattdessen fordert das Bündnis weitreichende Investitionen in die Bekämpfung des Klimawandels, menschenwürdige Arbeitsbedingungen in der Pflege und zukunftsfähige Bildung für unsere Jugend.   Die Informationen im Überblick: Datum: 03.06.2022 Uhrzeit: 19:00 Uhr Treffpunkt: Am Brill Route: Am Brill – Sögestraße – Am Wall – Schüsselkorb – Altenwall – Tiefer &#8211; Domshof   Über das Bremer Bündnis gegen Krieg und Aufrüstung Das Bremer Bündnis gegen Krieg und Aufrüstung gründete sich 2022, um ein Gegengewicht gegen imperialistische Kriegshetze zu bilden. Dabei steht das Bündnis für eine sozialistische Perspektive unter dem Motto „Klassenkampf statt Aufrüstung“ ein.</p>
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		<title>Inge Viett ist im alter von 78 Jahren gestorben!</title>
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		<pubDate>Thu, 12 May 2022 09:50:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[-ABGESCHRIEBEN-]]></category>
		<category><![CDATA[Anti-Knast]]></category>
		<category><![CDATA[Antimilitatrismus]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Autorin und Aktivistin Inge Viett ist tot. Sie starb am 9. Mai, 2022 im alter von 78 Jahren. Am 12. Januar 1944 geboren und in Schleswig-Holstein aufgewachsen, zog sie 1969 nach Westberlin. Sie schloss sich dem bewaffneten Kampf der &#8230; <a href="https://endofroad.blackblogs.org/archive/14204">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Autorin und Aktivistin <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Inge_Viett">Inge Viett</a> ist tot. Sie starb am 9. Mai, 2022 im alter von 78 Jahren. Am 12. Januar 1944 geboren und in Schleswig-Holstein aufgewachsen, zog sie 1969 nach Westberlin. Sie schloss sich dem bewaffneten Kampf der »Bewegung 2. Juni« an und wurde 1972 und 1975 verhaftet. Beide Male gelang ihr der Gefängnisausbruch. 1980 schloss sich Viett der <a href="https://politik-mv.de/wp-content/uploads/2020/06/0000-BildAnfangFahndungsplakat-scaled.jpg">RAF</a> an und übersiedelte zwei Jahre später in die DDR. 1990 in Magdeburg verhaftet, wurde sie 1992 wegen versuchten Mordes zu 13 Jahren Haft verurteilt. Nach ihrer Entlassung 1997 blieb sie in der antikapitalistischen Linken aktiv und veröffentlichte diverse autobiographische und politische Schriften.</p>
<div style="width: 316px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" class="shrinkToFit" src="https://portal.dnb.de/opac/mvb/cover?isbn=978-3-89401-460-5" alt="https://portal.dnb.de/opac/mvb/cover?isbn=978-3-89401-460-5" width="306" height="500"><p class="wp-caption-text">ISBN: 978-3-89401-460-: EUR 14.90</p></div>
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		<title>Es wird immer Kriege geben, solange das Patriarchat existiert: Über Krieg – Patriarchat – Zurichtung- und Männlichkeitskonzepte</title>
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		<pubDate>Wed, 11 May 2022 11:12:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[-ZUGESPIELT-]]></category>
		<category><![CDATA[Antimilitatrismus]]></category>
		<category><![CDATA[Direkte Aktion]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Internationalismus]]></category>
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					<description><![CDATA[Es wird immer Kriege geben, solange das Patriarchat existiert: Über Krieg – Patriarchat – Zurichtung- und Männlichkeitskonzepte Wenn die Hinweise stimmen, steht Russland vor einer Generalmobilmachung. Das bedeutet, die russische Gesellschaft unter Kriegsrecht zu stellen und offiziell von einer „Spezialoperation“ &#8230; <a href="https://endofroad.blackblogs.org/archive/14197">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" class="aligncenter wp-image-13997 size-full" src="https://endofroad.blackblogs.org/wp-content/uploads/sites/581/2022/03/3078140465.thumbnail.jpg" alt="" width="145" height="200"><em> Es wird immer Kriege geben, solange das Patriarchat existiert: </em><br />
<em>Über Krieg – Patriarchat – Zurichtung- und Männlichkeitskonzepte</em></p>
<p>Wenn die Hinweise stimmen, steht Russland vor einer Generalmobilmachung. Das bedeutet, die russische Gesellschaft unter Kriegsrecht zu stellen und offiziell von einer „Spezialoperation“ in einen Krieg einzutreten. Das bedeutet vor allem auch, hunderttausende Reservisten mobilisieren zu können. Weite Teile der russischen männlichen Bevölkerung können in Uniform gesteckt und (re-)militarisiert werden, um als Soldaten in Kampfhandlungen zu landen. Oder Deserteure und Kriegsgegner*innen im eigenen Land zu jagen. Schon jetzt sterben auf russischer Seite viele zwangsrekrutierte wehrpflichtige junge Männer. Auf der „Moskowa“ waren nach bisherigen Informationen vor allem Wehrpflichtige eingesetzt. Die Berufssoldaten waren auf dem Raketenkreuzer nur in jener Anzahl vorhanden, die gebraucht wurde, um die Rekruten zu überwachen und zu befehlen. Mütter suchen ihre jungen Söhne und stoßen auf eine Mauer des Schweigens, weil Russland offiziell keine Wehrpflichtigen in die aktuelle „militärische Spezialoperation“ in die Ukraine schickt. Wer in Russland das Geld und die Beziehungen hat, kann seinen Sohn freikaufen, die Ärmsten landen beim Militär. Selbst viele Männer, die sich dem Militär verpflichten, tun dies aus wirtschaftlicher Not. Der Soldatentod ist für die Armen gedacht.<span id="more-14197"></span></p>
<p>Auch in der Ukraine ist die Ausreise für die männlich gelesene Bevölkerung im wehrfähigen Alter verboten. Sie müssen bereitstehen, um jederzeit in eine militärische Formation einberufen werden zu können und zu kämpfen, ob sie wollen oder nicht. Transsexuelle, die nicht als Frau* anerkannt sind, dürfen als „Männer“ nicht ausreisen. Mit den schrecklichen Folgen, eingezogen zu werden oder in den Knast zu müssen. Auf beiden Seiten des Krieges herrschen Propaganda und Desinformation, es existieren nur unzureichende Informationen. Beide Seiten haben kein Interesse, über Deserteure, Zwangsverpflichtete und Wehrpflichtige und deren Nöte zu berichten. So fehlen belastbare Informationen, um an dieser Stelle mehr Aussagen zu treffen. Fest steht, es gibt eine hohe Anzahl ermordeter Soldaten auf beiden Seiten, die über die Zahl 30.000 geht, darunter eine hohe Anzahl ermordeter russischer Rekruten. Willkommen im Patriarchat.</p>
<p>Das Militär in der ganzen Welt greift auf Männer, also männlich gelesene und sozialisierte Menschen zurück, auch wenn in einigen Armeen Frauen dienen dürfen oder müssen. Es ist sicherlich nicht verkehrt, sich zu vergegenwärtigen: Die Wehrpflicht ist in Deutschland nur ausgesetzt! Wer die Tabubrüche auf allen Seiten der Kriegsparteien einschließlich der deutschen Regierung und der Nato in den letzten Monate verfolgt hat, sollte sich auch hinsichtlich der Aussetzung der Wehrpflicht nicht auf der sicheren Seite sehen. Nicht umsonst hat der rechte Rand zu Beginn des Angriffs Russlands auf die Ukraine einen Testballon steigen lassen und die Wiedereinführung der Wehrpflicht gefordert. Während die Rechten in Deutschland die Aktivierung der Wehrpflicht mit männlich gelesenen Menschen koppeln, würden die Grünen noch eins oben drauf setzen und um der Gleichberechtigung willen eine Wehrpflicht für Frauen* und Männer* einführen. Doch noch macht es die schwere Haubitze, die, gleich einem Phallus, ausgeliefert wird um noch mehr Menschen zu zerfetzen.</p>
<p>Wir haben mit Erstaunen eine Anschlagserklärung von 1991 auf eine Bundeswehreinrichtung in einem Buch gefunden, die den Zusammenhang von Wehrpflicht, Männlichkeit und Patriarchat untersucht. Laut Chronik in dem Buch brechen die „Flammenden Herzen“ 1994 in eine weitere Bundeswehreinrichtung ein und legen Feuer, stehlen Akten und verschicken Briefe an Wehrpflichtige. Wir halten viele Aussagen der Erklärung von 1991 selbst nach 30 Jahren noch für aktuell, auch wenn zu jener Zeit noch keine gendergerechte Sprache entwickelt war. Wenn wir „Männer“ und „Frauen“ in dieser Erklärung der „Flammenden Herzen“ lesen, dann als einen politischen Begriff, mit dem eine patriarchale Zuschreibung von Menschen in Männer oder Frauen und deren zugeschriebenen Rollen ausgedrückt wird. Viele Teile scheinen uns hochaktuell und sollten Niederschlag in gegenwärtigen Diskursen finden. Bemerkenswert ist die Analyse von Militär und Herstellung von „Männlichkeit“. Um zu verstehen, wieso toxische Männlichkeit Bedingung ist, um auf andere zu schießen, warum Männer vergewaltigen oder bereit sind für eine „Sache“ in den Tod zu marschieren, ist diese Anschlagserklärung hilfreich.</p>
<p>Uns hat der Ansatz gefallen, dass die „Demontage des soldatischen Mannes“ ein erster Schritt hin zur Entwaffnung des historischen weißen Mannes werden kann. Und dass dieser Ansatz mit einem Angriff auf Produktionsstätten von toxischer Männlichkeit, den Orten der „patriarchalen Zurichtung“, einhergehen sollte. Es ist anzumerken, dass es einen militanten Widerstand von Männern gegen das Patriarchat nachweislich kaum in der militanten Geschichte der deutschen Linken gegeben hat und dass die Initiative der „Flammenden Herzen“ im Kontext der Zeit zu lesen ist (Irakkrieg, Deserteure, Totalverweigerungsinitiativen, militanter Frauenwiderstand/„Roten Zora“, versuchte Sprengung der Siegessäule in Berlin durch die „Revolutionären Zellen“, weltweite antikoloniale und antirassistischer Kämpfe/Südafrika, Fluchtbewegungen etc.). Wir dokumentieren den Text als Ganzes. Dieser Text ist dem Buch „Herzschläge – Gespräch mit Ex-Militanten der Revolutionären Zellen“ entnommen, das wir insgesamt empfehlenswert finden, weil es historische Erfahrungen angenehm transparent in ihrer Qualität und Widersprüchlichkeit beleuchtet.</p>
<p><strong><em>revolutionäre leseratten*</em> </strong></p>
<hr>
<p><strong>Dokumentation:</strong></p>
<p><strong>Flammende Herzen</strong></p>
<p><em>Heute 24.2.1991 haben wir eine Bombe am Kreiswehrersatzamt Oldenburg gezündet!!</em></p>
<p><strong>Antipatriarchaler Widerstand gegen den deutschen Nationalchauvinismus und Rassismus und den Krieg am Golf!<br />
Kampf jeglicher patriarchalen Zurichtung in der Bundeswehr und Anderswo!!</strong></p>
<p>Die Herrschenden dieser Welt eint der Drang ihre Machtbereiche zu sichern und auszubauen. Ob die BRD deutsche Soldaten an den Golf verlegt oder ob die Menschen dort an deutschen Waffen krepieren, ob die deutsche Wirtschaft den Feldzug mit der harten D-Mark gen Osten vollenden will oder ob die nato und usa als Sheriff am Golf vorgeben, in unserem Interesse zu handeln, ob der lange lange Zeit vom Westen gestützte Irak kurzerhand Kuwait einkassiert…es ist die Herrschaft des Patriarchats, welche gebrochen werden muss !!</p>
<p><strong>Es wird immer Kriege geben, solange das Patriarchat existiert, auch wenn sie sagen, es sei Frieden !!!</strong></p>
<p>Dass jeder Mann Teil der weltweiten Herrschaft des Patriarchats ausdrückt, wird von Männern ignoriert. Auf die Existenz von Frauenwiderstand haben Männer aller Schattierungen mit Ignoranz, Hilflosigkeit, Lamorjanz, Abwehrkämpfen und Vereinnahmungen reagiert.<br />
Wir wollen uns der verinnerlichten Rolle als herrschender Mann verweigern und einen eigenständigen Kampf gegen Staat und Patriarchat diskutieren und entwickeln.<br />
Unsere Rollenfestlegung, Männerherrschaft zu tragen, manifestieren und auszuüben, ist verbunden mit Privilegien gegenüber weißen Frauen, und farbigen Frauen und Männern. Sie ist verknüpft mit der Disziplinierung und Zurichtung unseres Geschlechts an vielen Orten und Institutionen. Indem wir einen Begriff der eigenen Zerstörtheit und Deformation bekommen und unsere gesamte wut auf die Ursachen richten, wird es möglich, einen antipatriarchalen Widerstand zu entwickeln. Widerstand erscheint uns dort sinnvoll, wo Männer entsprechend ihrer gesellschaftlichen Rolle zugerichtet werden. Diese Orte und Institutionen der Zurichtung zu erkennen und zu bekämpfen, uns und anderen bewusst zu machen,, was dort mit uns passiert, halten wir für die Aufgabe von Männern und Schwulen, die mit der Eingebundenheit in die patriarchale Herrschaft brechen wollen. Ziel eines solchen Widerstandes ist die Verweigerung von Mitarbeit an und in den Orten und Institutionen patriarchaler Gewaltherrschaft und der aktive Kampf gegen die Strukturen und Träger dieser „Ordnung“!!<br />
Dabei muss der Bezugspunkt für Männer und Schwule der revolutionäre Frauen/Lesbenwiderstand sein und werden!<br />
Der Kampf um eine herrschaftsfreie Gesellschaft hat sich an der Befreiung der Frauen und Farbigen weltweit zu orientieren!</p>
<p><strong>Die Institution Armee</strong><br />
Armeen sind die weltweit größten Männerzuchtanstalten und Männerbünde. Sie sind Teil der Aufrechterhaltung patriarchaler Herrschaft. Männern wird dort ein Wissen weitergegeben, welches in der Geschichte des Patriarchats angehäuft wurde, damit Männer den Fortbestand der Gewaltherrschaft sichern. Das diese Armeen verschiedener Nationen in einem Konkurrenzverhältnis stehen und sich immer wieder bekriegen, ist kein Widerspruch sondern patriarchale Logik. Dieses Beschützerprinzip, das in Abgrenzung zu anderen patriarchalen Systemen vorgibt, mit Staat und Armee das „Volk“ zu beschützen ( wie der Ehemann die im „zugestellte“ Ehefrau), ist nur ein Vorwand Herrschaft nach innen ausüben und zu sicher und auszubauen !</p>
<p><strong>Zurichtung am Beispiel der „Schule der Nation“</strong></p>
<p>Mit 17 Jahren flattert uns der erste Bescheid des Kreiswehrersatzamtes in‘s Haus, um uns mitzuteilen, dass wir mit Kopf und Herz dem „Vaterland“ gehören sollen. Ein kurzer Ausflug in die Geschichte zeigt,, das die Wehrerfassung und das stehende Heer auf den preußischen Herrscher, Friedrich den Großen; zurückgeht. 1792 wurden bereits alle männlichen Kinder wehrerfasst! Die Wehrpflicht wurde 1814 in Preußen eingeführt.<br />
Die unter zwang gehaltenen Bauern waren als Soldaten nur schwer bei der Fahne ihrer todbringenden Regimenter zu halten. Tausende türmten bei jeder nur erdenklichen Möglichkeit. Oder drehten im Gefecht die Waffen gegen die befehlenden Offiziere um sich Vorteile bei der Flucht im Schlachtgetümmel zu verschaffen.<br />
Um die Bauern zu Soldaten machen zu können, wurde ihnen die Angst vor Befehlsverweigerung, Desertion und Selbstverstümmelung eingeprügelt. Spießrutenlaufen war nie bloße Willkür, sondern Züchtigungsmittel und Abschreckung, damit die zu soldatischen Männern geprügelten im verlässlichen Gleichschritt die Fahnentreue hielten.<br />
Mit kurzen Unterbrechungen der Wehrpflicht, welche zuletzt durch den kalten Krieger K. Adenauer 1957 wieder eingeführt wurde, werden bis zum heutigen Tag an die ½ Millionen (BRD-)Männer jährlich im Alter von ca. 17 Jahren durch die Ordnungsämter und Melderämter vorerfasst und den Kreiswehrersatzämter überstellt. Hinzu kommen nun auch die Männer der wiedereinverleibten DDR.<br />
Die Erfassung und Musterung ist total, denn an dieser Instanz führt für Männer kein Weg vorbei! Der Besitzanspruch des Staates an einen jeden von uns wird in der vollen Schärfe dann sicht- und spürbar, wenn es um die Auswahl der Körper auf Tauglichkeit als weißer Krieger geht. Verkrüppelte, Behinderte und körperlich schwache Männer werden ausgesiebt und als „untauglich“ und somit „unmännlich“ und „unbrauchbar“ ausgemustert. „Männlichkeit“ wird im Patriarchat unter anderem in körperlicher Kraft, „Potenz“ und Leistungsfähigkeit gemessen. Wer dem Zwang nicht nachkommen kann oder will ist kein „richtiger“ Mann.<br />
Kommt der Mann in die Kaserne, wird ihm der Privatbereich entzogen. Selbst seine Kleidung wird gegen die Uniform eingetauscht. Dort treten sie nicht nur an ihn heran, sondern in ihn herein. So erfährt der Mann eine für ihn bestimmte Zurichtung, die über die Leistungsgrenzen hinaus geht. Diese Überschreitung der Grenzen werden bis zur Besinnungslosigkeit praktiziert.<br />
Den Druck, die Entmenschlichung und Entwürdigung, in der allgemeinen Ausbildung zum soldatischen Mann vordergründig ertragen zu können, gilt als „mannhaft“ und ist somit positiv besetzt. Dieses Ertragen ist jedoch nur die Fassade, hinter der der unerbittliche Kampf gegen die eigenen Schwächen und alles „unmännlichen“ geführt wird! Die Verinnerlichung dieser kaputten Selbstdiziplinierung und Unterwerfung funktioniert bei auch noch so weit unten stehenden weißen Männern in der Gesellschaft darüber, dass ihnen Macht über Frauen und Farbigen zugestanden wird, Herr über die eigene Person und Schwachheit zu sein. Mit anderen Worten: Die männlichen weißen „Sklaven“ akzeptieren die Existenz von Hierarchisierung und patriarchalen Gewaltstrukturen insofern, als dass sie selbst Herr sein wollen oder können!<br />
Diese Akzeptanz macht jeden Mann zum permanenten Täter !!<br />
Die Disziplinierung der Männer mündet nicht nur in der Gewalt gegen Frauen Mit der Zurichtung zum herrschenden Mann werden Männer kumpelhaft und kameradschaftliche Verkehrs- und Kommunikationsformen aufgezwungen und ihnen wird von früh auf beigebracht, daß es sich dabei um wahre Männerfreundschaft handele.<br />
Zu diesem Verhalten gehört sowohl der distanziert geregelte Umgang der Männer miteinander, als auch der gewalttätige Umgang mit Frauen. Die Übertretung und Abweichungen von der (zwangsheterosexuellen) Umgangsforme(l)n werden von der Männergesellschaft verschiedentlich sanktioniert und geächtet. Selbst der beste Freund wird in Gestalt des Kumpels und Kameraden zum Kontrolleur dieser erbärmlichen Zustände. Nur die kumpelhaften Umgangsformen und der Selbsthass ermöglichen Männern, bzw. herrschenden Institutionen den Zugriff auf die Köpfe „abtrünniger“ Männer, um diese ständig einfangen zu können und für das System der Herrschaft funktionalisieren zu können. Zurichtung zielt nicht nur auf die zwanghafte Unterwerfung von Frauen, Kindern und Farbigen durch den weißen Mann, sondern verunmöglicht auch Männerliebe und Freundschaften durch die Vorgaben und gegenseitigen Disziplinierungen wie ein Mann zu sein hat. Darüber wird unsere Fähigkeit zur Liebe zerstört, sowohl zu Frauen wie Männern, wie zu uns selbst.<br />
Zurichtung ist die Zerstörung eigener Persönlichkeit und Unterwerfung unter die Herrschaft des Patriarchats um unter dieser wieder in Gleichförmigkeit neu zusammengesetzt zu werden. Für unsere gebrochene Identität als Individuen wird uns die Ideologie von Männerherrschaft (z.B. in Form von Patriotismus) an die Hand gegeben. Die Unterwerfung unter die Hierarchie findet ihren Ausgleich in der Unterwerfung von Frauen, AusländerInnen und anderen vermeintlich schwächeren Menschen und Gesellschaftsgruppen. Anstelle von Freundschaften und Zärtlichkeit steht der Kumpel, der Kamerad. Wenn Männer ihre Beziehungen nicht untereinander in Frage stellen, wird der Befreiungskampf zu hohlen Phrase, weil er an den eigenen Widersprüchen zerschellen wird!!<br />
Die Erfassungsstellen in den Kreiswehrersatzämtern erschließen täglich ein neues Potential an zukünftigen Staatsdienern in und ohne sichtbare Uniform. Sie organisieren auch die Verteilung auf die einzelnen Orte der Männerdisziplinierungsanstalten. Somit wird die erste Vorarbeit für den vorerst letzten Schliff geleistet. Auch wenn dieses Stadium des letzten Schliff‘s nicht mehr von allen Männern durchlaufen werden muss und wir als ziviles Heer an der „sozialen Front“ unseren unterbezahlten Zwangsdienst ableisten „dürfen“, hat sich im Kern männlicher Zurichtung nichts verändert. Im Gegenteil!<br />
Unsere Zurichtung und Konditionierung auf unsere herrschende Rolle beginnt bereits mit dem Schnuller im Mund, und setzt sich über Schule/Lehre/Arbeit und Studium fort. Spießrutenlauf als Disziplinierungsmaßnahme gegen sich verweigernde Männer ist darum heutzutage nicht mehr notwendig, weil die Männer ihre Lektion bereits gelernt haben. Hinzu kommt, dass ein Teil von militärisch auf Befehl und Gehorsam gedrillter Männer ausreicht, damit diese auch nach der Entlassung den patriarchalen Alltag wissentlich oder unbewusst weiter prägen und gestalten.<br />
Sowohl der einfache Soldat als auch der Offizier werden keine Mühe haben, den ihnen zugewiesenen Platz als Arbeiter und Vorgesetzter so auszufüllen wie die „Schule der Nation“ es ihnen beibrachte. Über jeden Mann bleibt der Einfluss in allen gesellschaftlichen Bereichen erhalten.<br />
Firmen, Konzerne, Parlamente, Ämter; Verwaltungen, Justiz und Bullerei, sie alle eint die gleiche Struktur wie der hierarchische Aufbau und der formalgeregelte Umgang beim Militär.<br />
Der soldatische Mann, hart gegen andere und sich, wo immer auch zugerichtet, ist gesellschaftliches Leitbild. An diesem Leitbild vom Täter und Herrscher verlaufen die Orientierungen von Jungen und Männern!<br />
Die Demontage des soldatischen Mannes kann ein erster Schritt in der Entwaffnung des historischen weißen Mannes werden!</p>
<p>Schwächt Militär ideologisch und materiell!</p>
<p>Sabotiert den Krieg am Golf!</p>
<p>Propagiert die Desertion!</p>
<p>Besetzt Kreiswehrersatzämter !</p>
<p>Verweigert Euch der patriarchalen Gefolgschaft Total!</p>
<p>Bekämpfen wir die patriarchale Zurichtung an jeden Ort, zerreißen wir unsere innere Uniformierungen, verweigern wir jede Teilhabe an der patriarchalen Macht. Und brechen wir ständig und kollektiv im Alltag mit der Männerkumpanei gegen Frauen und Farbige!!<br />
<strong><br />
ENTZÜNDEN WIR UNSERE HERZEN MIT DER SEHNSUCHT NACH FREIHEIT UND BRENNEN WIR DIE ORTE UNSERER PATRIARCHALEN ZURICHTUNG NIEDER !!! </strong></p>
<p><strong>FLAMMENDE HERZEN</strong></p>
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		<title>Bremer Stadtmusikanten protestieren gegen Bundeswehrkonzert in der Glocke</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Apr 2022 11:48:20 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Antimilitatrismus]]></category>
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					<description><![CDATA[(Bremen) Einen Tag vor dem Konzert des Musikkorps der Bundeswehr in der Bremer Glocke hat die Künstler*innengruppe MoM &#8222;Musik ohne Militär&#8220; den Bremer Stadtmusikanten vor dem Rathaus zwei Sprechblasen umgehängt. Die Stadtmusikanten in Form der Skulptur von Gerhard Marcks positionieren &#8230; <a href="https://endofroad.blackblogs.org/archive/14125">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" src="https://endofroad.blackblogs.org/wp-content/uploads/sites/581/2022/04/MoM-e1651319257533.jpg" alt="" width="500" height="504" class="aligncenter size-full wp-image-14126" /></p>
<p>(Bremen) Einen Tag vor dem Konzert des Musikkorps der Bundeswehr in der Bremer Glocke hat die Künstler*innengruppe MoM &#8222;Musik ohne Militär&#8220; den Bremer Stadtmusikanten vor dem Rathaus zwei Sprechblasen umgehängt. Die Stadtmusikanten in Form der Skulptur von Gerhard Marcks positionieren sich darin gegen das für den 28. April geplante Benefizkonzert für den &#8222;Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge&#8220;. In der ersten Sprechblase kräht der obenstehende Hahn den bekannten Spruch aus dem Märchen: &#8222;Etwas Besseres als den Tod findest du überall&#8230;&#8220; Der untenstehende Esel anwortet darauf in einer zweiten Sprechblase: &#8222;Nicht in Bremen. Die Bundeswehr macht morgen Musik in der Glocke, damit das Morden weitergeht!&#8220; Mit dem Statement machen die Bremer Stadtmusikanten ihre entschlossene Ablehnung der durch den russischen Angriffskrieg in der Ukraine beschleunigten gesellschaftlichen Militarisierung deutlich. Diese Sprechblasen treffen nicht überall auf Zustimmung. Noch bevor ein Foto von der Installation geknipst werden konnte, hatten ordnungsliebende Bürger*innen sie entfernt und zerrissen. Die Aktionsgruppe MoM fordert gerade deshalb selbstbewusst: „Statt die Bundeswehr mit 100 Mrd. weiter aufzurüsten – Bundeswehr abschaffen!“<span id="more-14125"></span></p>
<p><strong>Zu den Hintergründen</strong></p>
<p><strong>Die militärmusikalische Tradition Bremens</strong></p>
<p>Das für den 28. April geplante Benefizkonzert für den &#8222;Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge&#8220; mit dem Musikkorps der Bundeswehr ist nicht das erste im Bremer Konzerthaus Glocke. Seit 2018 finden diese Benefizkonzerte jährlich statt. Die Stadt Bremen ist ein Ort mit langjähriger militär-musikalischer Tradition. Von 1965 bis 2017 fand hier die vom &#8222;Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge&#8220; organisierte und von der Bundeswehr unterstützte &#8222;Musikschau der Nationen&#8220; statt. Als Nachfolger der Musikschau wurde einerseits &#8222;Bremen Tattoo&#8220; als Militärmusikfestival in der ÖVB-Arena geschaffen. Zum anderen stellte sich der Volksbund die Frage, wie die verlorenen Einnahmen und öffentliche Sichtbarkeit kompensiert werden können. Hier sprang seit 2018 die Glocke ein, indem sie den &#8222;für Sänger besten Konzertsaal der Welt&#8220; (Dame Margaret Price) für die Benefizkonzerte mit dem Musikkorps der Bundeswehr zur Vefügung stellte.</p>
<p>Gefragt nach dem Verhältnis von Militär und Musik sagt Anja Katz, die Sprecherin der Aktionsgruppe MoM: &#8222;Die Stadtmusikanten haben mit ihrem Gesang die Räuber vertrieben, um dem sicheren Tod zu entgehen. Die Bundeswehr dagegen macht Musik, um nach dem Afghanistan-Debakel endlich wieder morden zu dürfen.&#8220; Die Bremer Kulturszene dürfe sich nicht dazu instrumentalisieren lassen, die Anwesenheit von Mörder*innen zu normalisieren, so Katz. Das gelte auch dann, wenn die Militärmärsche noch fürchterlicher klingen als das Geschrei mit dem die Bremer Stadtmusikanten im Märchen die Räuber vertrieben.</p>
<p><strong>Der Volksbund und das Gedenken in der Bundesrepublik</strong></p>
<p>Die Einnahmen des Konzerts sollen zugunsten des &#8222;Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge&#8220; verwendet werden. Mit diesem ist die Glocke seit Jahrzehnten eng verbunden. Ab 1951 fanden die durch den Volksbund organisierten offiziellen Gedenkveranstaltungen vor dem Volkstrauertag in den Räumlichkeiten der Glocke statt, bis diese 1995 ins Rathaus verlegt wurden.</p>
<p>Der &#8222;Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge&#8220; wurde nach dem ersten Weltkrieg gegründet, mit dem Ziel den deutschen Soldaten zu gedenken, die in überschäumendem Nationalismus für den Kaiser ins große Gemetzel gezogen und dabei selbst gestorben waren. In seinen ersten Jahren zeichnete sich der Volksbund durch nationalistische, völkische und revanchistische Positionen aus, die dem preußisch-deutschen Militarismus wieder zu alter Größe verhelfen wollten. Nicht wenige Mitglieder sannen darauf, sich so schnell wie möglich am Erzfeind Frankreich für die Kriegsniederlage zu rächen. Entsprechend schnell gelang es dem Volksbund unter nationalsozialistischer Herrschaft den Volkstrauertag in den &#8222;Heldengedenktag&#8220; zu verwandeln. Die Heldenehrung wurde unter Führung des Volksbunds zu einem zentralen Stützpfeiler der nationalsozialistischen Heimatfront. Diese Form der Sinnstiftung, in der das massenweise Sterben als &#8222;Kriegsheldentum&#8220; umgedeutet wird, gilt heute als eine der nötigen Voraussetzungen für die von den Deutschen mit unvorstellbarer Grausamkeit geführten Vernichtungskriege.</p>
<p>Nach der erneuten Kriegsniederlage gab es lediglich sechs Jahre, in denen es der Volksbund nicht wagte, ein offenes Gedenken an die faschistischen Mörderbanden zu organisieren. Ab 1952 jedoch ging es ohne jegliche Aufarbeitung der eigenen Beteiligung am Nationalsozialismus weiter. Seit den 80ern hat sich beim Volksbund und im staatlichen Gedenken die Formel &#8222;Den Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft&#8220; durchgesetzt. Die Sprecherin der Gruppe MoM findet: &#8222;Damit werden alle Unterschiede zwischen Täter*innen und Opfern gleichgemacht. Antisemitische SS-Massenmörder, deutsche Soldaten im Vernichtungskrieg für neuen Lebensraum im Osten und die von ihnen ermordeten Millionen von Jüd*innen und sowjetischen ermordeten Zivilist*innen &#8211; für diese Leute ist da keinen Unterschied: alle sind gleichermaßen einfach nur Opfer.&#8220; Das überrasche wenig, schließlich gehe es darum, die Verantwortung für die eigenen Taten zu relativieren, um so persönliche Macht und Weltanschauung auch unter demokratischer Herrschaft erhalten zu können, so Anja Katz.</p>
<p><strong>Die Bundeswehr im Krieg</strong></p>
<p>Inzwischen haben sowohl der Volksbund als auch die Bundeswehr verstanden, dass sich die Zeiten geändert haben. Deutsche Soldaten dürfen &#8211; wie es auf dem Ehrenmal der Bundeswehr in Berlin heißt &#8211; nur noch &#8222;für Frieden Recht und Freiheit&#8220; statt im Namen von Volk, Nation und Führer in den Krieg ziehen. Anja Katz erklärt, dass auch der Volksbund neben der scheinbaren Sinnstiftung für das Sterben vor allem daran arbeite, der Bundeswehr den freiheitlich-demokratischen Anstrich einer Armee zu geben, die ganz anders funktioniere als die Wehrmacht. Da sich so grundsätzlich, seit die Bundeswehr 1955 von alten Nazi-Generälen aufgebaut wurde, an ihren Strukturen nichts geändert hat, werden dort auch heute noch massenweise rechte Weltbilder (re-)produziert. Anja Katz fordert daher: &#8222;In der Bundeswehr wird alles was nicht niet- und nagelfest ist, von den Nazi-Preppern nach Hause geschleppt. Statt solchen Leuten in der Glocke eine Bühne zu bieten, sollten wir die Bundeswehr abschaffen und die Menschen unterstützen, die sich gegen den Krieg wehren.&#8220; Das könne beispielsweise heißen: ziviler Widerstand, Flucht oder Desertion.</p>
<p>Mit dem Benefizkonzert versucht sich die Bundeswehr als selbstverständlichen und alltäglichen Teil der Gesellschaft in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Erst durch jahrelanges Werben, wie am Tag der Bundeswehr, durch Kulturveranstaltungen und Konzerte sowie durch Einsätze im kaputtgesparten Gesundheitssystem in Zeiten der Pandemie, gelingt es der Bundeswehr eine Militarisierung des Denkens zu erzeugen, die sie für ihre Fortexistenz brauche, analysiert die Gruppe MoM. All das können zivile Organisationen jedoch viel besser erledigen. &#8222;Die Gedenkveranstaltungen von Bundeswehr und Volksbund sind dabei besonders perfide&#8220; so Anja Katz. &#8222;Das Kriegsministerium konnte in Afghanistan nie erklären, welchen Sinn das Morden und Sterben von Soldat*innen haben soll. Deswegen brauchen sie diesen volksbündischen Totenkult mit den absurden Ritualen und Denkmälern. Diese Leute wollen, dass Krieg trotz allem weitergeht.&#8220;</p>
<p>Das Märchen von den Bremer Stadtmusikanten lasse sich der Aktionsgruppe MoM zufolge als eine Geschichte des solidarischen Widerstands gegen übermächtige Gegner*innen verstehen. &#8222;Die für ihre Herren nutzlos gewordenen Tiere schließen sich zusammen und vertreiben die schwer bewaffneten und übermächtigen Räuber*innen &#8211; übrigens mit Musik, also ziemlich gewaltfrei.&#8220; Die Bundeswehr dagegen sei dazu da, die moderne demokratische Herrschaft mit militärischer Gewalt und rückwärtsgewandten Gesellschaftsvorstellungen von heldenhaften Männern sicherzustellen. &#8222;Statt der Bundeswehr 100 Mrd. zu geben, sollten wir sie abschaffen und von ukrainischen Zivilist*innen lernen, die sich russischen Panzern in den Weg stellen. Wir sollten allen Menschen helfen, die vor dem Krieg fliehen oder desertieren.&#8220; Was zivilen Widerstand angeht, lässt sich hierzulande in der Tat noch einiges aus der Ukraine lernen: Das deutsche Militär hat in seiner Geschichte noch nie &#8222;deutschen Boden&#8220; verteidigen müssen &#8211; außer es stand wiedermal kurz davor, einen der selbst begonnen Weltherrschaftskriege zu verlieren.</p>
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		<title>Fahrraddemo: Bremen Entwaffenen</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Apr 2022 11:40:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[-ABGESCHRIEBEN-]]></category>
		<category><![CDATA[-ZUGESPIELT-]]></category>
		<category><![CDATA[Ankündigungen]]></category>
		<category><![CDATA[Antimilitatrismus]]></category>
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					<description><![CDATA[Bremen hat viele schöne Orte – an einigen von ihnen werden Bomben gebaut. Fahrraddemo &#124; Dienstag, 10. Mai 2022 &#124; 16 Uhr &#124; Haltestelle Hochschule Am 10.05.22 findet die alljährliche Hauptversammlung der Rheinmetall AG online und dezentral statt – also &#8230; <a href="https://endofroad.blackblogs.org/archive/14121">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Bremen hat viele schöne Orte – an einigen von ihnen werden Bomben gebaut.</p>
<p>Fahrraddemo | Dienstag, 10. Mai 2022 | 16 Uhr | Haltestelle Hochschule</p>
<p>Am 10.05.22 findet die alljährliche Hauptversammlung der Rheinmetall AG online und dezentral statt – also auch in Bremen. Und nicht nur Rheinmetall, auch andere Bremer Rüstungskonzerne wie OHB und Atlas feiern die explodierenden Aktienkurse. Aber auch Logistikunternehmen wie BLG-Logistics profitieren. Sie sind als Lieferanten von Munition und Kriegsgerät unerlässlich und damit mitverantwortlich für Krieg und Zerstörung weltweit.</p>
<p>Kriegsprofiteur*innen die Party versauen!<br />
Während Firmenmanager und Aktionär*innen die Korken knallen lassen, zerren wir ihre blutigen Geschäfte in die Öffentlichkeit. Wir versauen ihnen die Party, egal wo sie sind. Denn viele Kriege beginnen hier – und ebenso der Widerstand!<span id="more-14121"></span></p>
<p>Militarisierung ist keine Solidarität!<br />
Zeigen wir unsere Solidarität mit den Menschen in der Ukraine und allen anderen von Krieg betroffenden Gebieten. Zeigen wir unsere Solidarität mit den Menschen in Russland, die sich gegen den Krieg stellen und extremer Repression ausgesetzt sind. Zeigen wir unsere Solidarität mit rassifizierten Menschen, die auf der Flucht wieder einmal bzw. nach wie vor mit der unmenschlichen Festung Europa konfrontiert sind.<br />
Lasst uns dabei sichtbar machen, dass Aufrüstung und Militarisierung besonders in Deutschland keine Lösung sein können. Waffen produzieren Krieg statt ihn zu verhindern.</p>
<p>Keine 100 Milliarden für Militär und Kriegsproduktion!<br />
Die Bundesregierung nutzt die allgemeine Fassungslosigkeit angesichts des russischen Angriffskrieges aus, um die Militarisierung der Gesellschaft und die Aufrüstung des Staates in einem enormen Tempo voranzutreiben. Alles, was bisher umstritten schien, wird nun genehmigt und finanziert: von der Drohnenbewaffnung bis zum 2%-NATO-Aufrüstungsziel. Die Bundeswehr bekommt zusätzlich 100 Milliarden Euro. Ein Großteil davon wird in Rüstungsprojekte gesteckt, die nun „oberste Priorität genießen“ – also nicht mehr verhandelbar sind. Entsprechend machte Rheinmetall der Bundesregierung direkt nach Kriegsbeginn ein 42-Milliarden schweres Angebot. Krieg ist ein profitables Geschäft und dieses wirtschaftliche System braucht diese Kriege.</p>
<p>Keine Energie für Rheinmetall und Co.!<br />
Um Drohnen, Bomben und Panzer vom Fließband rollen zu lassen, braucht es immens viel Energie. Aber wer soll Energie sparen, wenn durch Putins Angriffskrieg das Gas knapp wird? Nicht etwa die Industrien &#8211; nein, wir sollen „Pullover anziehen und Heizung runterdrehen“. Die aktuelle Knappheit an Gas und fossilen Energieträgern darf nicht auf individuelles Konsumverhalten abgewälzt werden: Wir müssen die Produktion und die Verteilung von Energie demokratisieren! Wieviel Energie wollen wir für welche Sektoren produzieren? Wir fordern: Keine Energie für Rheinmetall und Co.! Stoppt die Unternehmen, die vom Krieg profitieren und die Klimakrise anheizen!</p>
<p>Krieg fängt mit Rüstung an – und damit auch in Bremen!<br />
Lasst uns gemeinsam eine der größten, dreckigsten und blutigsten Industrien angreifen. Lasst uns Rheinmetall, Atlas, OHB und Co. entwaffnen. Lasst uns der mörderischen Kriegsproduktion das Gas abdrehen. Lasst uns Bremen entwaffnen!</p>
<p>Fahrraddemo, 10.05.22 16Uhr, Haltestelle Hochschule</p>
<p>Route: Hochschule – Kennedyplatz – Atlas &amp; Rheinmetall</p>
<p>Weitere Infos via Twitter: @EndeGelaendeHB @ilbremen @REntwaffnen</p>
<p>Bremen has many beautiful places &#8211; at some of them bombs are being built.</p>
<p>On May 10 2022 German Armament company Rheinmetall celebrates its annual General Meeting. In addition to Rheinmetall, other Armament companies with locations in Bremen, such as OHB or Atlas, celebrate their exploding stock values too. And not only the armament industry, also the logistics Branche like BLG-Logistics in Bremen profit from these days’ political crises: As they are indispensible for the delivery of ammunition and armament they too carry responsibility for war and destruction worldwide.<br />
While Managers and shareholders pop the champagne we drag their blood-tainted business into the public and disrupt their party wherever they are. Too many wars start here – and so must the resistance against them!</p>
<p>Militarisation is not soilidarity<br />
Let us show our solidarity with the people who are suffering from war in Ukraine and in every warzone. Let us show our solidarity with the people who protest against war in Russia and face severe repression. Let us show our solidarity with people seeking asylum experiencing racist discrimination at the borders of the inhumane fortress Europe. We must show everyone that military build-up and militarisation cannot be the answer or solution, especially not in Germany. Militarisation fosters war, it does not stop it.</p>
<p>No 100 billion for military and war production!<br />
The German government uses today’s perplexity about Russia’s war of aggression to push the German state’s and society’s remilitarisation. What used to be disputed in the past is now met with societies backing. Everything that previously seemed controversial is now approved and funded: from drone armament to the 2% NATO rearmament target. The Bundeswehr will receive an additional 100 billion euros. Much of this will be put into armaments projects that now &#8222;enjoy top priority&#8220; &#8211; i.e. are no longer negotiable. Accordingly, Rheinmetall made the German government a 42-billion offer immediately after the start of the war against Ukraine. War is a profitable business and this economic system needs these wars.</p>
<p>No energy for Rheinmetall and Co.<br />
The production of drones, bombs and tanks costs a lot of energy. As gas prices explode due to Putin’s war of agression, however, it is not the industry that is asked to cut back &#8211; no, we are supposed to „Wear another jumper and turn down the heatin“. We disagree: The scarcity in energy supply must not be put on the shoulders of the individual consumer. Instead, we must democratise the production and distribution of energy. We must decide collectively how much energy we produce and for which sectors.</p>
<p>We demand: No more energy for Rheinmetall &amp; Co! Stop the companies which profit from war and pour fuel into the burning climte crisis!</p>
<p>Together, we will attack one of the largest, dirtiest and blood-tainted industries. Let us disarm Rheinmetall, Atlas, OHB and cohorts. Let us cut the energy of this murderous warproduction. Let us disarm Bremen!</p>
<p>Bicycle rallye, 10.05.22 16:00, tram stop Hochschule</p>
<p>Route: Hochschule – Kennedyplatz – Atlas &amp; Rheinmetall</p>
<p>More Info via Twitter: @EndeGelaendeHB @ilbremen @REntwaffnen</p>
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