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	Kommentare zu: „Die Enteignung der Hausbesitzer*innen liegt auf dem Weg zur Sozialen Revolution“ – Kritik an Kampagne: Deutsche Wohnen kaufen	</title>
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		<title>
		Von: Einer		</title>
		<link>https://endofroad.blackblogs.org/archive/12810#comment-4842</link>

		<dc:creator><![CDATA[Einer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Jul 2021 07:16:49 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Liebe*r Ungeduldige*r, 

Du hast recht, die BREBAU zeigt das es große Probleme im staatlich kontrollierten Wohnungsbau gibt. Alle wissen, dass die Wohnungsvergabe (auch) nach rassistischen Kriterien läuft, das ist nicht nur bei der BREBAU der Fall. Bei der BREBAU wird es skandalisierbar durch gute Recherche und weil man die Stadt als Eigentümerin direkt verantwortlich machen kann. Es gibt hier eine Debatte darüber, welche Aufgabe der städtische Wohnungsbau erfüllen soll. Bei Privaten Konzernen ist diese Debatte durch das Eigentumsgesetz versperrt. 
Der Staat ist kein monolithischer Block. Er besteht aus Abteilungen in denen unterschiedliche  Fraktionen aktiv sind. Diese Fraktionen bilden gesellschaftliche Verhältnisse nicht ab, sie reagieren aber auf aktuelle Entwicklungen im Kräfteverhältnis, um eine reibungslose Kapitalverwertung zu garantieren. In einer vorrevolutionären Situation, müsste es eine Anzahl von Staatsbeamten geben, die Ihre Loyalität zum Staat aufgeben (Wie zum Beispiel die Polizei Barcelona 1936).

Du hast recht, es ist ein Erfolg das die Räumung in der Rigaer Straße verhindert werden konnte. Mein Punkt war aber, dass die Linke in den letzten Jahrzehnten sehr viele Niederlagen einstecken musste. Das ist nicht spurlos an uns vorüber gegangen. Es ist vor dem Hintergrund dieser Serie von Niederlagen naheliegend davon auszugehen, das Selbstorganisation verlorene Zeit ist und Kämpfe zu Niederlagen führen. Die Leute die auf Solidarität und Soziale Revolution setzen, sind in der Gesellschaft so schwach wie seit 150 Jahren nicht. Dieser Tatsache müssen wir ins Auge sehen wenn wir etwas daran ändern wollen. 
Die versuche etwas daran zu ändern sehe ich als Suchbewegung. Alle von uns versuchen Formen zu finden die Erfolge ermöglichen. Keine*r hat ein Patentrezept gefunden. Der Volksentscheid in Berlin ist einer von vielen Versuchen. Es gibt in Berlin eine jüngere Geschichte von erfolgreichen Volksentscheiden, die den Senat vor die unbequeme Wahl stellen das Abstimmungsergebnis entweder zu übergehen, oder abstriche in der Inwertsetzung der Stadt zu machen (Tempelhof, Tegel, MediaSpreeVersenken/Spreeufer, Bethanien). Die Leute als Stimmvieh zu beleidigen (oder Sie aufzufordern ihre Weste auszuziehen) finde ich respektlos. Wenn Du eine Lösung für das Problem steigender Mieten hast immer her damit, ansonsten lass uns zusammen unterschiedliche Ansätze ausprobieren und schauen was funktioniert und was nicht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe*r Ungeduldige*r, </p>
<p>Du hast recht, die BREBAU zeigt das es große Probleme im staatlich kontrollierten Wohnungsbau gibt. Alle wissen, dass die Wohnungsvergabe (auch) nach rassistischen Kriterien läuft, das ist nicht nur bei der BREBAU der Fall. Bei der BREBAU wird es skandalisierbar durch gute Recherche und weil man die Stadt als Eigentümerin direkt verantwortlich machen kann. Es gibt hier eine Debatte darüber, welche Aufgabe der städtische Wohnungsbau erfüllen soll. Bei Privaten Konzernen ist diese Debatte durch das Eigentumsgesetz versperrt.<br />
Der Staat ist kein monolithischer Block. Er besteht aus Abteilungen in denen unterschiedliche  Fraktionen aktiv sind. Diese Fraktionen bilden gesellschaftliche Verhältnisse nicht ab, sie reagieren aber auf aktuelle Entwicklungen im Kräfteverhältnis, um eine reibungslose Kapitalverwertung zu garantieren. In einer vorrevolutionären Situation, müsste es eine Anzahl von Staatsbeamten geben, die Ihre Loyalität zum Staat aufgeben (Wie zum Beispiel die Polizei Barcelona 1936).</p>
<p>Du hast recht, es ist ein Erfolg das die Räumung in der Rigaer Straße verhindert werden konnte. Mein Punkt war aber, dass die Linke in den letzten Jahrzehnten sehr viele Niederlagen einstecken musste. Das ist nicht spurlos an uns vorüber gegangen. Es ist vor dem Hintergrund dieser Serie von Niederlagen naheliegend davon auszugehen, das Selbstorganisation verlorene Zeit ist und Kämpfe zu Niederlagen führen. Die Leute die auf Solidarität und Soziale Revolution setzen, sind in der Gesellschaft so schwach wie seit 150 Jahren nicht. Dieser Tatsache müssen wir ins Auge sehen wenn wir etwas daran ändern wollen.<br />
Die versuche etwas daran zu ändern sehe ich als Suchbewegung. Alle von uns versuchen Formen zu finden die Erfolge ermöglichen. Keine*r hat ein Patentrezept gefunden. Der Volksentscheid in Berlin ist einer von vielen Versuchen. Es gibt in Berlin eine jüngere Geschichte von erfolgreichen Volksentscheiden, die den Senat vor die unbequeme Wahl stellen das Abstimmungsergebnis entweder zu übergehen, oder abstriche in der Inwertsetzung der Stadt zu machen (Tempelhof, Tegel, MediaSpreeVersenken/Spreeufer, Bethanien). Die Leute als Stimmvieh zu beleidigen (oder Sie aufzufordern ihre Weste auszuziehen) finde ich respektlos. Wenn Du eine Lösung für das Problem steigender Mieten hast immer her damit, ansonsten lass uns zusammen unterschiedliche Ansätze ausprobieren und schauen was funktioniert und was nicht.</p>
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		<title>
		Von: revolutionäre Ungeduld jetzt!		</title>
		<link>https://endofroad.blackblogs.org/archive/12810#comment-4839</link>

		<dc:creator><![CDATA[revolutionäre Ungeduld jetzt!]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Jul 2021 19:27:40 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Bzgl. Kritik on: Interessanter Kommentar, nur, wie kommst du auf die Idee der Anarchismus sei als subkulturelle Jugendbewegung entstanden? Gab es überhaupt schon Subkulturen im heutigen Sinne als der Anarchismus enstanden ist? Was für ein Quatsch. Vielmehr wird, gerade im deutschsprachigen Raum, von einige alten Herren, daran gearbeitet die lebendige Geschichte des gewaltsamen revolutionären Anarchismus zu negieren. Glüchlicherweise verliert diese Erzählung immer mehr an Bedeutung.
Wer sich überdies zu der These zu versteigt, im deutschsprachigen Raum gäbe es keinen rebellischen Anarchismus von einer gewissen Relevanz, muss in den letzten 10 Jahren auch eher geschlafen haben: G20, Hambi, Danni, Rigaer, die verbreitet Praxis der direkten Aktion, überall sind (auch) Anarchist*innen am Werk und haben Momente der Massenmilitanz erschaffen weil sie sich sehr erfolgreich auf populäre spezifische Kämpfe beziehen konnten. (Was ja erstmal kein Argument gegen die FAU sein muss.)

Bzgl. Einer von Zwangsräumung Verhindern:
zu Punkt 3.: Der Skandal um die rassistische Wohnraumvergabe bei der Brebau hier in Bremen hat doch mal wieder gezeigt, dass kommunale Verwaltung kein Garant für gerechtere oder bessere Wohnverhältnisse ist. Auch kann der Staat nicht als eine Struktur betrachtet werden, in der &quot;die gesellschaftliche Debatte&quot; auf einmal die Gangart bestimmt. Ich denke überdies nicht, dass der kommentierte Text sich gegen spezifische Kämpfe ausspricht. Mit keinem Wort wird gesagt, nur die Revolution zählt. Es wird jedoch auf die Illusion einer Politik der Forderungen und der Verstaatlichung verwiesen. Und, lieber Einer, um dem Staat zu drohen, braucht es sicherlich mehr als eine staatlich vollständig legitimierten Volksentscheid. Bezieht sich die &quot;Angst&quot; des Berliner Senats nicht viel eher auf die klammen Staatskassen, die den Rückkauf letztendlich werden finanzieren müssen? (ach ja, das Problem wir dann nach dem Volksentscheid gelöst)
Es spricht überhaupt nichts dagegen neue Leute anzusprechen - wir sollten sie aber nicht zu Stimmvieh für eine aussichtslose Sache machen.

PS.: Im übrigen ist in Berlin gerade sehr erfolgreich eine Besetzung verteidigt worden!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bzgl. Kritik on: Interessanter Kommentar, nur, wie kommst du auf die Idee der Anarchismus sei als subkulturelle Jugendbewegung entstanden? Gab es überhaupt schon Subkulturen im heutigen Sinne als der Anarchismus enstanden ist? Was für ein Quatsch. Vielmehr wird, gerade im deutschsprachigen Raum, von einige alten Herren, daran gearbeitet die lebendige Geschichte des gewaltsamen revolutionären Anarchismus zu negieren. Glüchlicherweise verliert diese Erzählung immer mehr an Bedeutung.<br />
Wer sich überdies zu der These zu versteigt, im deutschsprachigen Raum gäbe es keinen rebellischen Anarchismus von einer gewissen Relevanz, muss in den letzten 10 Jahren auch eher geschlafen haben: G20, Hambi, Danni, Rigaer, die verbreitet Praxis der direkten Aktion, überall sind (auch) Anarchist*innen am Werk und haben Momente der Massenmilitanz erschaffen weil sie sich sehr erfolgreich auf populäre spezifische Kämpfe beziehen konnten. (Was ja erstmal kein Argument gegen die FAU sein muss.)</p>
<p>Bzgl. Einer von Zwangsräumung Verhindern:<br />
zu Punkt 3.: Der Skandal um die rassistische Wohnraumvergabe bei der Brebau hier in Bremen hat doch mal wieder gezeigt, dass kommunale Verwaltung kein Garant für gerechtere oder bessere Wohnverhältnisse ist. Auch kann der Staat nicht als eine Struktur betrachtet werden, in der &#8222;die gesellschaftliche Debatte&#8220; auf einmal die Gangart bestimmt. Ich denke überdies nicht, dass der kommentierte Text sich gegen spezifische Kämpfe ausspricht. Mit keinem Wort wird gesagt, nur die Revolution zählt. Es wird jedoch auf die Illusion einer Politik der Forderungen und der Verstaatlichung verwiesen. Und, lieber Einer, um dem Staat zu drohen, braucht es sicherlich mehr als eine staatlich vollständig legitimierten Volksentscheid. Bezieht sich die &#8222;Angst&#8220; des Berliner Senats nicht viel eher auf die klammen Staatskassen, die den Rückkauf letztendlich werden finanzieren müssen? (ach ja, das Problem wir dann nach dem Volksentscheid gelöst)<br />
Es spricht überhaupt nichts dagegen neue Leute anzusprechen &#8211; wir sollten sie aber nicht zu Stimmvieh für eine aussichtslose Sache machen.</p>
<p>PS.: Im übrigen ist in Berlin gerade sehr erfolgreich eine Besetzung verteidigt worden!</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Kritik		</title>
		<link>https://endofroad.blackblogs.org/archive/12810#comment-4837</link>

		<dc:creator><![CDATA[Kritik]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Jul 2021 07:26:06 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://endofroad.blackblogs.org/?p=12810#comment-4837</guid>

					<description><![CDATA[Danke für deinen Kommentar. Die anarchistische Bewegung hat sich zu einer ausschließlich subkulturellen Jugendbewegung (verlängerte Jugend bis 30 Jahre im westlichen Kapitalismus) entwickelt mit dem Ziel, eigene subkulturelle Räume zu erhalten. Dgegen ist nichts zu sagen, nur ist es weder eine revolutionäre, noch eine emanzipatorische Politik, die im Blick hat die Menschen mitzunehmen und nicht nur jene, die so sind wie sie. Sozialrevolutonäre Politik ist das Gegenteil davon. Die anarchistischen Psitionen in diesem Land (mit Ausnahme u.a. der FAU) sind geprägt von einem Verbalradikalismus ohne Bezug auf gesellschaftliche Verhältnisse zu nehmen (fehlende Analyse). Sie hat die Struktur und das Denken einer neoliberalen Gesellschaft übernommen, in der die individuellen Entscheidungen einen höheren Stellenwert bekommen (bzw. Ausgangspunkt von allem sind) als das Gemeinwohl, also kollektive Entscheidungen (d.h. über den eigenen Tellerrand hinaus). Das widerspricht einer sozialrevolutionären Vorstellung im Ganzen. Glücklicherweise verlieren diese Positionen innerhalb der Linken immer mehr an Bedeutungslosigkeit und marginalisieren sich selber.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Danke für deinen Kommentar. Die anarchistische Bewegung hat sich zu einer ausschließlich subkulturellen Jugendbewegung (verlängerte Jugend bis 30 Jahre im westlichen Kapitalismus) entwickelt mit dem Ziel, eigene subkulturelle Räume zu erhalten. Dgegen ist nichts zu sagen, nur ist es weder eine revolutionäre, noch eine emanzipatorische Politik, die im Blick hat die Menschen mitzunehmen und nicht nur jene, die so sind wie sie. Sozialrevolutonäre Politik ist das Gegenteil davon. Die anarchistischen Psitionen in diesem Land (mit Ausnahme u.a. der FAU) sind geprägt von einem Verbalradikalismus ohne Bezug auf gesellschaftliche Verhältnisse zu nehmen (fehlende Analyse). Sie hat die Struktur und das Denken einer neoliberalen Gesellschaft übernommen, in der die individuellen Entscheidungen einen höheren Stellenwert bekommen (bzw. Ausgangspunkt von allem sind) als das Gemeinwohl, also kollektive Entscheidungen (d.h. über den eigenen Tellerrand hinaus). Das widerspricht einer sozialrevolutionären Vorstellung im Ganzen. Glücklicherweise verlieren diese Positionen innerhalb der Linken immer mehr an Bedeutungslosigkeit und marginalisieren sich selber.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Einer von Zwangsräumungen Verhindern		</title>
		<link>https://endofroad.blackblogs.org/archive/12810#comment-4835</link>

		<dc:creator><![CDATA[Einer von Zwangsräumungen Verhindern]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Jul 2021 19:31:42 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[1) Die Spanische Revolution ist nicht wegen, sondern trotz der Unterstützung Moskaus gescheitert und zwar an der militärischen Übermacht der Konterrevolution. Bolsheviki und Anarchist*innen sind am selben Problem gescheitert, wenn auch auf unterschiedliche Art und Weise. Die CNT hat militärisch verloren, Die Bolsheviki haben militärisch gewonnen indem die erkämpften Räte durch eine Kommandostruktur ersetzt wurden, welche die &quot;Räterepublik&quot; - das Ziel der Revolutution - in ihr Gegenteil verkehrt hat. 

2) Die Rede suggeriert eine schwarz weiß Trennung zwischen Anarchist*innen und Kommunist*innen die so nicht existiert. Sie unterschlägt, dass die Aufständischen von Kronstadt die Errungenschaften der bolshevistischen Revolution eingefordert haben. Sie unterschlägt, dass Stalin Kommunist*innen aller Länder an die Nazis ausgeliefert hat. Die spanischen Anarchistischen Gewerkschaften haben mit dem Rätekommunismus mehr gemein, als mit Anarcho Nihilisten, die auf der Suche nach der verbal radikalsten Position das Interesse an einer wirklichen Veränderung verloren haben. 

3) Mit der Kampagne Deutsche Wohnen enteignen gelingt es der Berliner Mieter*innenbewegung sehr viele Menschen anzusprechen. Der Volksentscheid kann möglicherweise gewonnen werden. Es stimmt, dass dadurch nicht auf einmal alle Probleme mit dem Wohnungsmarkt gelöst werden. Es würde aber in Zukunft einen deutlich größeren Teil der Wohnungen geben, in denen die gesellschaftliche Debatte über Preissteigerungen und Lebensbedingungen bestimmt. Jede Berliner Mieter*in weiß, dass es einen spürbaren Unterschied zwischen den Städtischen Wohnungsunternehmen und dem freien Markt gibt - das zu bestreiten ist nicht radikal sondern weltfremd. Sollte der Volksentscheid gewonnen werden, müsste es als nächste Schritte darum gehen, eine Enteignung zum Nulltarif durchzusetzen und die Städtischen Wohnungsunternehmen zu demokratisieren. 

4) Die Rede ist problematisch, weil hier nach einem schwarz weiß Schema zwischen revolutionärer Politik und Reformismus unterschieden wird. Alle Aktionsformen die geeignet sind Menschen außerhalb des eigenen Dunstkreises anzusprechen erscheinen den Redner*innen als nicht weitgehend genug. Aus ihnen spricht revolutionäre Ungeduld und Frustration angesichts einer nicht revolutionären Zeit. Diese Gefühle sind nachvollziehbar, verleiten die Redner*innen aber zu den falschen Schlüssen. Anstatt beleidigt mit der maximal radikalen Position in der Ecke zu stehen, sollten wir Leute außerhalb der Szene dafür gewinnen, sich gegen Vermieter und Staat zu wehren und zusammen mit den Leuten konkrete Erfolge erkämpfen. Eine Unterschriftensammlung kann dafür ein sinnvoller Schritt sein. Entscheidend ist, dass wir nicht an die guten Vermieter oder den Staat appelieren, sondern drohen - und der Berliner Volksentscheid wird durchaus als Drohung verstanden. Was manche Mieter*innen dann Nachts vielleicht noch machen steht auf einem anderen Blatt.  Das Politische Konzept der Redner*innen (&quot;ALLES SOFORT&quot;) ist zwar irgendwie sympathisch, funktioniert aber nicht und ist auch nicht radikal, weil sie unserer realen Ohnmacht nicht in die Augen sehen. Die Forderung &quot;Enteignung aller Hausbesitzer im sozialen Kampf&quot; bleibt hohl, weil kein gangbarer Weg in diese Richtung aufgezeigt wird. Im letzten Absatz wird suggeriert, man könne einfach so, zu beliebigen Themen Massen mobilisieren. Mir scheint offensichtlich, dass die Autor*innen der Rede noch nie versucht haben einen Mietstreik zu organisieren - ansonsten wüssten sie, das ein Mietstreik ausgehend von der derzeitigen Situation unmöglich der erste Schritt sein kann - kein Mensch vertraut der radikalen linken, wir haben nicht die Kraft Besetzungen zu verteidigen. Wenn wir aufrufen: &quot;zahl deine Miete nicht!&quot; würden wir uns nichtmal selbst dran halten, weil wir wissen dass sie uns dann aus unseren Wohnungen schmeißen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>1) Die Spanische Revolution ist nicht wegen, sondern trotz der Unterstützung Moskaus gescheitert und zwar an der militärischen Übermacht der Konterrevolution. Bolsheviki und Anarchist*innen sind am selben Problem gescheitert, wenn auch auf unterschiedliche Art und Weise. Die CNT hat militärisch verloren, Die Bolsheviki haben militärisch gewonnen indem die erkämpften Räte durch eine Kommandostruktur ersetzt wurden, welche die &#8222;Räterepublik&#8220; &#8211; das Ziel der Revolutution &#8211; in ihr Gegenteil verkehrt hat. </p>
<p>2) Die Rede suggeriert eine schwarz weiß Trennung zwischen Anarchist*innen und Kommunist*innen die so nicht existiert. Sie unterschlägt, dass die Aufständischen von Kronstadt die Errungenschaften der bolshevistischen Revolution eingefordert haben. Sie unterschlägt, dass Stalin Kommunist*innen aller Länder an die Nazis ausgeliefert hat. Die spanischen Anarchistischen Gewerkschaften haben mit dem Rätekommunismus mehr gemein, als mit Anarcho Nihilisten, die auf der Suche nach der verbal radikalsten Position das Interesse an einer wirklichen Veränderung verloren haben. </p>
<p>3) Mit der Kampagne Deutsche Wohnen enteignen gelingt es der Berliner Mieter*innenbewegung sehr viele Menschen anzusprechen. Der Volksentscheid kann möglicherweise gewonnen werden. Es stimmt, dass dadurch nicht auf einmal alle Probleme mit dem Wohnungsmarkt gelöst werden. Es würde aber in Zukunft einen deutlich größeren Teil der Wohnungen geben, in denen die gesellschaftliche Debatte über Preissteigerungen und Lebensbedingungen bestimmt. Jede Berliner Mieter*in weiß, dass es einen spürbaren Unterschied zwischen den Städtischen Wohnungsunternehmen und dem freien Markt gibt &#8211; das zu bestreiten ist nicht radikal sondern weltfremd. Sollte der Volksentscheid gewonnen werden, müsste es als nächste Schritte darum gehen, eine Enteignung zum Nulltarif durchzusetzen und die Städtischen Wohnungsunternehmen zu demokratisieren. </p>
<p>4) Die Rede ist problematisch, weil hier nach einem schwarz weiß Schema zwischen revolutionärer Politik und Reformismus unterschieden wird. Alle Aktionsformen die geeignet sind Menschen außerhalb des eigenen Dunstkreises anzusprechen erscheinen den Redner*innen als nicht weitgehend genug. Aus ihnen spricht revolutionäre Ungeduld und Frustration angesichts einer nicht revolutionären Zeit. Diese Gefühle sind nachvollziehbar, verleiten die Redner*innen aber zu den falschen Schlüssen. Anstatt beleidigt mit der maximal radikalen Position in der Ecke zu stehen, sollten wir Leute außerhalb der Szene dafür gewinnen, sich gegen Vermieter und Staat zu wehren und zusammen mit den Leuten konkrete Erfolge erkämpfen. Eine Unterschriftensammlung kann dafür ein sinnvoller Schritt sein. Entscheidend ist, dass wir nicht an die guten Vermieter oder den Staat appelieren, sondern drohen &#8211; und der Berliner Volksentscheid wird durchaus als Drohung verstanden. Was manche Mieter*innen dann Nachts vielleicht noch machen steht auf einem anderen Blatt.  Das Politische Konzept der Redner*innen (&#8222;ALLES SOFORT&#8220;) ist zwar irgendwie sympathisch, funktioniert aber nicht und ist auch nicht radikal, weil sie unserer realen Ohnmacht nicht in die Augen sehen. Die Forderung &#8222;Enteignung aller Hausbesitzer im sozialen Kampf&#8220; bleibt hohl, weil kein gangbarer Weg in diese Richtung aufgezeigt wird. Im letzten Absatz wird suggeriert, man könne einfach so, zu beliebigen Themen Massen mobilisieren. Mir scheint offensichtlich, dass die Autor*innen der Rede noch nie versucht haben einen Mietstreik zu organisieren &#8211; ansonsten wüssten sie, das ein Mietstreik ausgehend von der derzeitigen Situation unmöglich der erste Schritt sein kann &#8211; kein Mensch vertraut der radikalen linken, wir haben nicht die Kraft Besetzungen zu verteidigen. Wenn wir aufrufen: &#8222;zahl deine Miete nicht!&#8220; würden wir uns nichtmal selbst dran halten, weil wir wissen dass sie uns dann aus unseren Wohnungen schmeißen.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: ein*e unaufgeregte Insurrektionalist*in		</title>
		<link>https://endofroad.blackblogs.org/archive/12810#comment-4834</link>

		<dc:creator><![CDATA[ein*e unaufgeregte Insurrektionalist*in]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Jul 2021 14:14:04 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Danke für deinen Kommentar Mieter*in. Ich verstehe deine Empörung jedoch nur im Ansatz. Bedenke, dass es sich bei dem Text um einen Redebeitrag handelt, nicht um eine tiefergehende Analyse der zweifellos grausamen Herrschaft des Stalinismus (dass dieser ein unterdrückerisches Regime war, da sind wir uns doch einig hoffe ich?) Im übrigen verstehe ich die im Text vertretene Position nicht als prizipiell anti-kommunistisch. Nehmen wir z.B. die Kritik am Verhalten der Roten und die ausbleibende Hilfe der USSR im spanischen Bürgerkrieg, diese Analyse mag dich kränken, sie wird jedoch von vielen Quellen getragen: George Orwell, August Suchy, etc. Du kannst natürlich anderer Meinung sein, jedoch verstehe ich die Aufregung nicht.
Schließlich, und dies ist doch der Kern der Debatte, versucht der*/die* Autor*in doch vielmehr eine grundsätzliche Kritik am Instrument der Verstaatlichung in den Mittelpunkt der Debatte zu stellen, welche u.a. durch die Kampagne &quot;Deutsche Wohnen Enteignen&quot; als radikales Mittel inszeniert wird. Hierzu heißt es im Text: &quot;Eine Verstaatlichung von Eigentum hat aus einer anarchistischen Sicht mit einer befreiten Gesellschaft nichts zu tun&quot;. Hier einem religiös verstandenen Anarchismus zu sehen, halte ich für etwas über das Ziel hinausgeschossen.
In keiner Silbe kritisiert der Text die Praxis der Organisierung zu Verhinderung von Zwangsräumungen. Sie wird, ganz im Gegenteil, zusammen mit anderen Praxen, als Teil eines sozial-revolutionären Kampfes verstanden, welcher auch offensivere Momente des Gegenangriffs einschließ. Warum also die Aufregung? Statt also einen wütenden Kommentar in die Kommentarspalte zu kotzen, wäre es doch toll einen kleinen, etwas überlegteren Antworttext zu verfassen.
Thats it! Die Diskussion is am laufen!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Danke für deinen Kommentar Mieter*in. Ich verstehe deine Empörung jedoch nur im Ansatz. Bedenke, dass es sich bei dem Text um einen Redebeitrag handelt, nicht um eine tiefergehende Analyse der zweifellos grausamen Herrschaft des Stalinismus (dass dieser ein unterdrückerisches Regime war, da sind wir uns doch einig hoffe ich?) Im übrigen verstehe ich die im Text vertretene Position nicht als prizipiell anti-kommunistisch. Nehmen wir z.B. die Kritik am Verhalten der Roten und die ausbleibende Hilfe der USSR im spanischen Bürgerkrieg, diese Analyse mag dich kränken, sie wird jedoch von vielen Quellen getragen: George Orwell, August Suchy, etc. Du kannst natürlich anderer Meinung sein, jedoch verstehe ich die Aufregung nicht.<br />
Schließlich, und dies ist doch der Kern der Debatte, versucht der*/die* Autor*in doch vielmehr eine grundsätzliche Kritik am Instrument der Verstaatlichung in den Mittelpunkt der Debatte zu stellen, welche u.a. durch die Kampagne &#8222;Deutsche Wohnen Enteignen&#8220; als radikales Mittel inszeniert wird. Hierzu heißt es im Text: &#8222;Eine Verstaatlichung von Eigentum hat aus einer anarchistischen Sicht mit einer befreiten Gesellschaft nichts zu tun&#8220;. Hier einem religiös verstandenen Anarchismus zu sehen, halte ich für etwas über das Ziel hinausgeschossen.<br />
In keiner Silbe kritisiert der Text die Praxis der Organisierung zu Verhinderung von Zwangsräumungen. Sie wird, ganz im Gegenteil, zusammen mit anderen Praxen, als Teil eines sozial-revolutionären Kampfes verstanden, welcher auch offensivere Momente des Gegenangriffs einschließ. Warum also die Aufregung? Statt also einen wütenden Kommentar in die Kommentarspalte zu kotzen, wäre es doch toll einen kleinen, etwas überlegteren Antworttext zu verfassen.<br />
Thats it! Die Diskussion is am laufen!</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Mieter*in		</title>
		<link>https://endofroad.blackblogs.org/archive/12810#comment-4833</link>

		<dc:creator><![CDATA[Mieter*in]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Jul 2021 06:02:26 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Der Text strotzt nur so voller Halbwahrheiten und Lügen. Marx hat Kronstadt, die Niederlage in Spanien und &quot;Deutsche Wohnen enteignen&quot; quasi angelegt weil er und Bakunin in der 1. Internationale nicht mit einander klar kamen. Überhaupt, Geschichte ist gar ganz einfach. Kronstadt ist nicht eine Negativkoalition von Antisemit*innen bis Linken gegen die Bolshewiki gewesen, im spanischen Bürgerkrieg ging es den Stalinist*innen natürlich um die Anarchist*innen (um wen sonst!) und nicht um die Durchsetzung der außenpolitischen Interessen Moskaus und überhaupt, die Kommunist*innen haben sich gar nicht gegen Stalin gewehrt, so einfach geht Stalinismuskritik heute. Kommunist*innen sind böse Staatsfans und Anarchist*innen gute Lichtgestalten. Kommunist*innen die den Staat abschaffen wollen gibts einfach nicht und wenn ich mir die Hände vor die Augen halte ist es Nacht. Die Autor*innen meinen es nach Eigenaussage &quot;ernst mit der „Sozialen Revolution“ und machen daraus eine Glaubensfrage in der sich die Rechtgläubigen &quot;in alle soziale Fragen einmischen sollen&quot;. Da bleibt keine Zeit für konkretes, &quot;Massenmobiliserungen und Massenmilitanz&quot; sollen kombiniert werden. Alle die jemals versucht haben Mieter*innenkämpfe zu führen oder geführt haben wissen, das sind hohle Sprüche ohne Praxiserfahrung. Die einzige wirkliche Praxis auf die der Text verweist, die Verhinderung von Zwangsräumung, wird in der Wirklichkeit vor allem von bösen Kommunist*innen organisiert. Droht hier die nächste Exkommunikation?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Text strotzt nur so voller Halbwahrheiten und Lügen. Marx hat Kronstadt, die Niederlage in Spanien und &#8222;Deutsche Wohnen enteignen&#8220; quasi angelegt weil er und Bakunin in der 1. Internationale nicht mit einander klar kamen. Überhaupt, Geschichte ist gar ganz einfach. Kronstadt ist nicht eine Negativkoalition von Antisemit*innen bis Linken gegen die Bolshewiki gewesen, im spanischen Bürgerkrieg ging es den Stalinist*innen natürlich um die Anarchist*innen (um wen sonst!) und nicht um die Durchsetzung der außenpolitischen Interessen Moskaus und überhaupt, die Kommunist*innen haben sich gar nicht gegen Stalin gewehrt, so einfach geht Stalinismuskritik heute. Kommunist*innen sind böse Staatsfans und Anarchist*innen gute Lichtgestalten. Kommunist*innen die den Staat abschaffen wollen gibts einfach nicht und wenn ich mir die Hände vor die Augen halte ist es Nacht. Die Autor*innen meinen es nach Eigenaussage &#8222;ernst mit der „Sozialen Revolution“ und machen daraus eine Glaubensfrage in der sich die Rechtgläubigen &#8222;in alle soziale Fragen einmischen sollen&#8220;. Da bleibt keine Zeit für konkretes, &#8222;Massenmobiliserungen und Massenmilitanz&#8220; sollen kombiniert werden. Alle die jemals versucht haben Mieter*innenkämpfe zu führen oder geführt haben wissen, das sind hohle Sprüche ohne Praxiserfahrung. Die einzige wirkliche Praxis auf die der Text verweist, die Verhinderung von Zwangsräumung, wird in der Wirklichkeit vor allem von bösen Kommunist*innen organisiert. Droht hier die nächste Exkommunikation?</p>
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